Samstag, 17. März 2018

[REZENSION] Im Königreich Deutschland (Hörspiel)

Redakteur: Christiane Demuth



IM KÖNIGREICH DEUTSCHLAND

Vor gut einem Monat war es so weit, der neue ARD Radio Tatort ging auf Sendung.
„Im Königreich Deutschland“ beschäftigt sich mit der Thematik rund um die „Reichsbürger“, die immer mal wieder in den Medien auftauchen, somit für den Hörer mehr oder weniger präsent sind. Vermutlich wird man sich noch nicht eingehender mit der Gruppierung und ihrer Ausrichtung auseinandergesetzt haben, nach dem Lauscherlebnis ist man sich allerdings auch gar nicht sicher, ob man das überhaupt möchte. Selbst die Protagonisten haben ihre liebe Mühe in diffuse Weltanschauungen einzutauchen, obwohl sie als Ermittler sicherlich schon einiges gesehen haben.

Unterlegt mit eingängiger Musik wird innerhalb des Geschehens kein Blatt vor den Mund genommen. Aggressionen werden offen ausgelebt, zumindest verbal, wodurch in gewisser Weise auch das allgemeine Tempo bestimmt wird. Hin und wieder kommt es zu Passagen, die beginnen und enden so abrupt, dass man sie eigentlich direkt noch einmal hören müsste, um auch wirklich nichts zu verpassen. Im Großen und Ganzen aber lässt sich der Geschichte gut folgen, schließlich ist man gespannt auf den Verlauf sowie das Ende, denn man kann sich auf manche Ereignisse partout keinen Reim machen und fragt sich entsprechend, ob es der Polizei gelingen wird, die Wahrheit ans Tageslicht zu befördern.

Die Sprecher passen sich optimal ihren zugewiesenen Rollen an, halten das Geschehen lebendig und vermitteln dem Hörer hautnah dabei zu sein. In Verbindung mit der authentischen Geräuschkulisse und einer aktuellen Thematik ergibt sich so ein Hörspiel, welches den Hörer in den Bann zu ziehen vermag und auch nach mehrmaligem Hören absolut nicht langweilig wird.


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