Donnerstag, 1. März 2018

[REZENSION] Böses Kind

Redakteur: Christiane Demuth

Titel: Böses Kind
Autor: Martin Krist
Verlag: epubli
Reihe: Henry Frei 1
Ausführung: Taschenbuch, 324 Seiten


Autor:
Martin Krist ist das Pseudonym eines erfolgreichen Schriftstellers aus Berlin. Geboren 1971, arbeitete er als leitender Redakteur bei verschiedenen Zeitschriften. Seit 1997 ist er als Schriftsteller tätig und veröffentlichte in unterschiedlichen Genres Bücher. Nach einer Biografie über eine Rotlichtgröße aus dem Ruhrgebiet, über Tattoo-Theo, über die Punk-Diva Nina Hagen, den Rap-Rüpel Sido und die Grunge-Ikone Kurt Cobain sowie zahlreichen anderen Buchprojekten, konzentrierte er sich ab 2005 auf Krimis und Thriller.


BÖSES KIND

Wie geht man mit einer überforderten Mutter um, die ihr Kind als vermisst meldet, sich aber gleichzeitig in Widersprüche verstrickt? Gibt es konkrete Hinweise auf ein Verbrechen? In welche Richtung sollten die Ermittlungen vorangetrieben werden und wie erfolgversprechend sind sie? Diesen und weiteren Fragen müssen Henry Frei und sein Team sich stellen. Doch sollte die Beantwortung nicht allzu lange auf sich warten lassen, denn die Uhr tickt gnadenlos und niemand weiß was geschieht, wenn die Zeit abgelaufen ist.

Wer bereits das ein oder andere Werk aus Martin Krists Feder gelesen hat, erwartet rasante Action, ungewöhnliche Settings und mit Sicherheit keine 08/15-Protagonisten. Nun schickt der Autor mit Henry Frei einen neuen Kommissar ins Rennen, der sich sofort beweisen muss. Denn es wartet ein mehr als ominöser Fall auf ihn, bei dem nichts ist wie es scheint – und die Zeit läuft.

Mit seinem Einstieg mitten im Geschehen und kurzen, prägnanten Sätzen, die die Fakten auf den Punkt bringen, wird der Leser schnell in den Bann gezogen. Zahlreiche Andeutungen lenken die Theorien in eine bestimmte Richtung, die jedoch noch verifiziert werden muss. Gleichzeitig häufen sich aber ebenfalls Indizien, die darauf hindeuten, dass man gekonnt aufs Glatteis geführt wird. Somit ist ein Verwirrspiel im Gange, dessen Ausmaß lange Zeit nicht erkennbar und dessen Ausgang alles andere als gewiss ist. Hohes Tempo und Cliffhanger halten die Neugierde auf einem hohen Level, das ein Unterbrechen der Lektüre nahezu unmöglich macht.

Einzig mit den Protagonisten wird man nicht so recht warm. Ob Haupt- oder Nebenfiguren ist dabei unerheblich, man scheint ständig nur an der Oberfläche zu kratzen, obwohl man sich vor allem bei Frei und seiner Kollegin tiefgründigere Einblicke gewünscht hätte. Möglicherweise werden diese jedoch auch bewusst zurückgehalten, schließlich folgt mindestens ein weiterer Band. Genügend Potential für mehr scheint durchaus vorhanden.

„Böses Kind“ bildet den rasanten Auftakt einer neuen Thrillerserie, bei der Martin Krist sein Können einmal mehr unter Beweis stellt. Der Leser wird mit Informationen regelrecht angefüttert, bevor geschickt platzierte Überraschungsmomente sämtliche Gedankengänge zunichte machen. Absolute Konzentration ist gefragt, um sich nicht abhängen zu lassen, schließlich ist man durchweg versucht das Rätsel selbst zu lösen, bevor es den Ermittlern gelingt.


MUSS ICH HABEN!


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1 Kommentar:

  1. Hallo Christiane,

    eine Geschichte, die doch ziemlich real mir persönlich erscheint oder?

    LG...Karin...

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Viele Grüße die Katze mit Buch und ihre Mitbewohner