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Lexikon der Buchbegriffe

Als Buchschmuck bezeichnet es ein ornamentales Zierstück, meist ein Kupferstich oder Holzschnitt, oft mit bildlicher Darstellung, auf dem Titelblatt eines Buches (Titelvignette). Auch kleinere Zeichnungen oder Bilder, die einem gedruckten Text zu Beginn oder am Ende eines Kapitels begleitend beigestellt werden, werden als Vignetten bezeichnet.

Erzählsituationen:
Autoriale Erzählsituation (allwissender Erzähler)
Personale Erzählsituation (Reflektorfigur, "er"/"sie")
Ich-Erzählsituation

Ist im Schriftsatz eine einzelne Zeile eines Absatzes durch einen Seitenwechsel abgetrennt, spricht der Setzer entweder von einem Schusterjungen (heute auch: Waisenkind, englisch: orphan) oder einem Hurenkind (gelegentlich auch Hundesohn, heute auch: Witwe, englisch: widow), je nachdem, ob es sich um die erste oder die letzte Zeile des Absatzes handelt.

Ein Imprint ist im Verlagswesen eine Wortmarke, die im Buchhandel wie ein Verlag gehandhabt wird. Hinter ihr steht jedoch ein anders benanntes Verlagsunternehmen. Imprints dienen primär dem Marketing gegenüber dem Buchhändler und dem Endkunden. Den tatsächlichen Verlag nennt immer das Impressum.

Die Initiale ist der durch Zierrat hervorgehobene Buchstabe am Beginn eines Textes oder Textabschnitts.

Das Leseband (Lesebändchen) ist ein am Kopf des Buchblockes befestigtes schmales Stoffband, das, zwischen die Buchseiten gelegt, als Lesezeichen dient. Meist reicht es über den unteren Rand des Buchblockes. Die buchbinderische Fachbezeichnung ist Zeichenband.
Das Leseband ist nicht zu verwechseln mit dem Kapitalband, dem kleinen, farbigen Bändchen, das bei Hardcover-Büchern und Deckenbänden an der Ober- und Unterkante des Buchrückens angeklebt ist.

Makulierung bedeutet, Bücher unentgeltlich aus dem Verkehr zu ziehen. Ein Grund dafür kann wirtschaftlicher Natur sein, wenn ein Verkauf trotz sehr niedrigen Preises keine Erlöse einbringt. Die Restbestände werden dann eingestampft. Manchmal werden Bücher auch aus rechtlichen Gründen zurückgerufen, beispielsweise bei Verletzung des Persönlichkeitsrechts. Makulation erfolgt auch, wenn eine gewisse Anzahl der Druckauflage extrem beschädigt ist (Mängelexemplar) und ein Verkauf dieser Exemplare an die Modernen Antiquariate erfolglos geblieben ist.
Nach Schätzungen aus dem Jahr 2001 werden jährlich etwa 16 Millionen Bücher makuliert.

Bezeichnungen für Mehrteiler:
Zweiteiler (Dilogie)
Dreiteiler (Trilogie)
Vierteiler (Tetralogie)
Fünfteiler (Pentalogie)
Sechsteiler (Hexalogie)
Siebenteiler (Heptalogie)
Achtteiler (Oktologie)
Neunteiler (Ennealogie)
Zehnteiler (Dekalogie)
Zwölfteiler (Dodekalogie)

Als Nachwort, Nachrede, Schlussrede, Schlusswort oder auch Epilog (griech. επίλογος epílogos, mit epi- ‚danach, nachgestellt‘ und logos ‚das Wort‘) bezeichnet man Schlussbemerkungen am Ende eines literarischen oder rhetorischen Werkes. Der Epilog kann auch am Ende eines einzelnen Kapitels stehen.

Die Paginierung ist die Seitennummerierung eines Schriftstückes, meist in der Kopf- oder unter bzw. in der Fußzeile. Die Zahlen werden dabei oft mittig oder außen (bei einseitigen Schriftstücken also mittig oder rechts) gestellt. Zusätzlich kann die Seitennummer auch durch die Seitenzahl (die Anzahl der Seiten insgesamt) ergänzt werden. Bei der Kapitelnummerierung beginnt die Seitennummerierung mit jedem Kapitel neu.
Bei Akten und Handschriften spricht man stattdessen von Blattnummerierung.

Der Prolog (griechisch πρόλογος /prólogos/ „das Vor-Wort, die Vor-Rede“) bedeutet so viel wie „Vorwort“. Es besteht aus den Bestandteilen „pro“ (griechisch „vor“) und „logos“ (griechisch „Wort“). Entsprechend bezeichnet der Epilog das Nachwort.

Ein Spin-Off ist eine Serie, ein Film, ein Buch oder eine Zeitschrift, die auf einer anderen Veröffentlichung beruhen.

Ein Spoiler ist eine Information, die dazu geeignet ist, den Genuss Dritter am Konsum eines Mediums zu verderben (engl. to spoil "verderben").
Meist ist die Wiedergabe von Handlungselementen eines Plots gemeint, die für den Fortgang oder die Auflösung der jeweiligen Geschichte eine entscheidende Rolle spielen und deren Vorfeldkenntnis dem Leser, Zuschauer oder Hörer die Spannung raubt. Wer beispielsweise in einem Krimi der Whodunit-Gattung bereits zu Beginn den Namen des Täters kennt, wird den Roman oder Film regelmäßig mit stark eingeschränktem Genuss konsumieren.

Das Vorsatz (auch: Vorsatzblatt oder Vorsatzpapier) eines Buches verbindet den Buchblock vorne und hinten mit dem Buchdeckel und ähnelt optisch einer in der Mitte gefalzten Doppelseite.