Dienstag, 16. Januar 2018

[REZENSION] Sie riechen dich

Redakteur: Christiane Demuth

Titel: Sie riechen dich
Autor: Rainer Wekwerth / Thariot
Verlag: Planet!
Reihe: Pheromon 1
empfohlenes Lesealter: ab 14 Jahren
Ausführung: Broschur, 416 Seiten


Autor:
Rainer Wekwerth hat zahlreiche Bücher veröffentlicht und dafür Preise gewonnen. Zuletzt die Jugendbuchpreise Segeberger Feder, Goldene Leslie und Ulmer Unke. Mit seiner "Labyrinth"-Trilogie landete er zudem auf der Spiegelbestsellerliste. Die Kinoverfilmung ist in Vorbereitung. Rainer Wekwerth ist verheiratet, Vater einer Tochter und lebt in der Nähe von Stuttgart.

Thariot hat eine Schwäche für spannende Geschichten. Bereits als Fünfzehnjähriger begann er mit dem Schreiben, vor allem Kurzgeschichten, bis er dann in 2009 die Arbeit an seinem ersten Buch startete. Thariot, in seinem letzten Leben von Beruf IT-Manager, ist ein Bildermensch. Er hat die Fähigkeit, Bilder schnell in Wörter zu übersetzen, und kann es einfach nicht lassen, diese auf Papier zu bringen.


SIE RIECHEN DICH

Jake versteht die Welt nicht mehr als er eines Tages bemerkt, dass sein Heuschnupfen sich – ohne Einnahme der entsprechenden Medikamente – in Wohlgefallen aufgelöst hat. Doch das ist noch nicht alles, sein Geruchssinn scheint schärfer denn je, was nicht immer angenehm ist. Vor allem als Jake herausfindet, dass er die Gefühle der Menschen riechen kann.
Auch Travis spürt die eintretenden Veränderungen. Als Arzt hat er es sich zur Aufgabe gemacht Menschen zu helfen, besonders ein schwangeres Mädchen erregt seine Aufmerksamkeit, denn die Untersuchungsgeräte übermitteln eine verstörende Meldung.
Jake und Travis treten gegen eine Organisation an, die es meisterhaft versteht offen zu agieren und doch geheim zu bleiben. Wird es ihnen gelingen die Zukunft zu retten, obwohl 100 Jahre zwischen ihren jeweiligen Erlebnissen liegen?

„'Wenn man das Unmögliche ausgeschlossen hat, muss das, was übrig bleibt, die Wahrheit sein, so unwahrscheinlich sie auch klingen mag'“, mischte sich jetzt auch William ein.
„Wer sagt das?“, fragte Robertson.
„Sherlock Holmes.“ (S. 310)

Welche Auswirkungen unser heutiges Handeln im Jahr 2118 haben wird wissen wir noch nicht, welche Entwicklungen allerdings möglich sein könnten zeigt uns die vorliegende Lektüre auf. Sicherlich behandelt „Pheromon“ eine Thematik, die surreal erscheint, doch was wissen wir schon wirklich über die neuesten Technologien und Fortschritte diverser naturwissenschaftlicher Bereiche? Lässt man sich vollkommen unvoreingenommen auf das Geschehen ein, so bildet sich schnell eine Verbindung aus Faszination, Überraschung und Entsetzen. Eine explosive Mischung, die den Leser von Anfang an in den Bann zieht, aus dessen Fängen man sich nicht zu befreien vermag.

Abwechselnd wird aus den Jahren 2018 und 2118 berichtet, in denen zeit- und teilweise dieselben Ziele verfolgt werden, denn ein unsichtbarer Gegner versucht die Welt zu verändern. Gebannt verfolgt man sämtliche Ereignisse und versucht zugleich Verbindungslinien zu ziehen, um herauszufinden auf welche Weise die beiden Ebenen überhaupt zusammenhängen. Denn dass nicht nur die Gegenwart Auswirkungen auf die Zukunft hat scheint offensichtlich, allerdings erreicht man mit rationalem Denken schnell seine Grenzen. Hinter jeder Ecke kann eine Gefahr lauern, auch wenn man sie nicht auf den ersten Blick als solche ausmacht. Vorsicht ist aber durchweg geboten, sowohl bei den Protagonisten als auch beim Leser.

Viel zu schnell ist der Auftaktband der „Pheromon“-Reihe vorbei, hat man doch gerade erst begonnen. Es wird ein rasantes Tempo vorgelegt, zahlreiche Informationen müssen verarbeitet und zum Teil unvorhergesehene Überraschungen verdaut werden. Nichtsdestotrotz endet der Teil mit einem wahren Cliffhanger, der den Leser dazu verleitet unbedingt und sofort weiterlesen zu wollen. Bleibt nur zu hoffen, dass die weiteren Veröffentlichungen nicht zu lange auf sich warten lassen und spannungstechnisch auf demselben Niveau liegen.


MUSS ICH HABEN!


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Kommentare:

  1. Hallo Christiane,

    hm, ich habe schon gelesen das doch etwas brutal ist .....findest Du das auch Lesealter ab 14 Jahre...

    LG..Karin...

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    1. Hallo Karin,
      meiner Meinung nach gilt es, wie bei allein Kinder- und Jugendbüchern inzwischen, im Zweifelsfall die Eltern entscheiden zu lassen. Aber wer mit 14 bspw schon Harry Potter gelesen hat (1-7), kann auch Pheromon lesen, das ist definitiv nicht brutaler. ;)
      LG

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