Donnerstag, 2. November 2017

[REZENSION] Auf Eis gelegt

Redakteur: Christiane Demuth

Titel: Auf Eis gelegt
Autor: Rebecca Michéle
Verlag: Dryas
Reihe: Sandra Flemming 1
Ausführung: Taschenbuch, 352 Seiten


Autor:
Rebecca Michéle, geboren 1963 in Süddeutschland, lebt mit Ihrem Mann in der Nähe von Stuttgart. Seit dem Jahr 2000 widmet sie sich ausschließlich dem Schreiben und hat bereits zahlreiche historische Romane und Krimis veröffentlicht.


AUF EIS GELEGT

Sandra Flemming hatte selbst auf den Job als Hotelmanagerin des „Higher Barton Romantic Hotels“ spekuliert, als ihr eröffnet wird, dass Harris Garvey diese Stelle bekommt. Sie soll als seine Assistentin agieren. Kaum dass sie sich mit dieser Position halbwegs arrangiert hat, verschwindet Harris, und mit ihm 10.000 Pfund. Doch bereits kurze Zeit später wird er entdeckt, ermordet und drapiert in der Tiefkühltruhe. Schnell gerät Sandra ins Visier der Ermittlungen, ihr Motiv ist zu stark, auch wenn es bisher keine hundertprozentigen Beweise gibt. Aller Beteuerungen zum Trotz begegnen die Menschen ihr mit Misstrauen, so dass für Sandra sofort klar ist, dass sie eigene Nachforschungen anstellen muss, um den wahren Täter zu finden. Der jedoch ist zu allem bereit...

Romantisch ist bisher nur der Name des zukünftigen Hotels, denn sowohl das Verhältnis des Personals untereinander, als auch die spätere Tat, können nur als frostig bezeichnet werden. Das Unheil kündigt sich also bereits zu einem frühen Zeitpunkt an, doch ahnt man noch nicht wie genau alles vonstatten gehen wird. An Verdächtigen allerdings mangelt es nicht, die Motive mal mehr mal weniger offensichtlich, und doch gibt es immer wieder Details, die nicht so recht ins Bild zu passen scheinen. Für den Leser ist jedoch sofort klar, dass Sandra Flemming mit Garveys Tod nichts zu tun hat, obwohl sie zweifelsohne ein starkes Motiv besitzt. Und sicherlich kann sie auch eine wahnsinnig gute Schauspielerin sein, die alle an der Nase herumführt, dennoch möchte man sich instinktiv auf sein Bauchgefühl und eine gewisse Menschenkenntnis verlassen.

Entsprechend bereitwillig begibt der Leser sich an Sandras Seite auf Spurensuche, die Polizei scheint zu voreingenommen, um wirklich alle Möglichkeiten in Betracht zu ziehen. Dabei stößt man auf diverse Ungereimtheiten und Geheimnisse, die nicht nur den Mord in einem anderen Licht erscheinen lassen. Trotz der recht ruhigen Erzählweise der Autorin birgt die Geschichte einiges an Spannung, häufig unterschwellig, aber dennoch klar vorhanden. So darf und sollte man sich nicht immer nur auf das verlassen was man sieht und hört, zwischen den Zeilen verbergen sich diverse Hinweise, nicht nur die Tat betreffend. Allzu überrascht ob diverser Eröffnungen ist man nicht unbedingt, sämtliche Details zeichnen sich jedoch im Vorfeld nicht ab.

Trotz der schrecklichen Tat schafft es die Autorin zudem auch die idyllischen Seiten Cornwalls einzufangen und gekonnt in die Erzählung zu integrieren. Somit ergibt sich ein stimmungsvolles Bild, das durchaus zu Ruhephasen einlädt, aber gleichzeitig die Ermittlungen nicht in den Hintergrund stellt.


MUSS ICH HABEN!


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