Dienstag, 24. Oktober 2017

[REZENSION] Schritte im Dunkeln

Redakteur: Christiane Demuth

Titel: Schritte im Dunkeln (OT: Footsteps in the Dark)
Autor: Georgette Heyer
Übersetzer: Ilse Winger
Verlag: Bastei Entertainment
Reihe: -/-
Ausführung: eBook, 347 Seiten


Autor:
Georgette Heyer, geboren am 16. August 1902, schrieb mit siebzehn Jahren ihren ersten Roman, der zwei Jahre später veröffentlicht wurde. Seit dieser Zeit hat sie eine lange Reihe charmant unterhaltender Bücher verfaßt, die weit über die Grenzen Englands hinaus Widerhall fanden. Sie starb am 5. Juli 1974 in London.


SCHRITTE IM DUNKELN

Die Geschwister Peter, Celia und Margaret lassen sich von dem Gerede und den Spukgeschichten nicht abschrecken und beziehen kurzerhand, und mit jeweiligem Anhang, das geerbte Klostergebäude. Als sie jedoch bereits in der ersten Nacht eher unsanft geweckt werden, durch ein Stöhnen wie es kein Mensch zustande bringen kann, scheinen die hartnäckig gestreuten Gerüchte sich zu bestätigen. Von Aufbruchstimmung allerdings ist nichts zu spüren, vielmehr wollen sie gemeinsam der Ursache auf den Grund gehen, um bald wieder bedenkenlos schlafen zu können. Die angestellten Nachforschungen werden jedoch plötzlich von einem Mord überschattet. Sollte es zwischen den Ereignissen einen Zusammenhang geben?

Obwohl ursprünglich vor mehreren Jahrzehnten erschienen, hat Georgette Heyers Krimi keinesfalls Staub angesetzt. Der ein oder andere Protagonist mag etwas antiquiert wirken, dies jedoch ist der Zeit geschuldet, in der das Werk entstanden ist. Außerdem wirken die Figuren gleichzeitig modern genug, um auch in der heutigen Zeit, vermutlich nach anfänglichen Startschwierigkeiten, durchaus bestehen zu können. So oder so, nichts davon kann den Leser abhalten emotionale Bindungen zu entwickeln oder sich von dem Geschehen in den Bann ziehen zu lassen.

Georgette Heyer versteht es exzellent Spannung aufzubauen und vor allem auf hohem Niveau zu halten. Obwohl lange Zeit nicht klar ist, ob es tatsächlich spukt oder den Geschwistern ein perfider Scherz gespielt wird, niemals wirkt das Geschehen unglaubwürdig oder abwegig. Auf der Suche nach der Ursache, um den unliebsamen Störungen ein Ende zu bereiten, gehen die Charaktere mal mehr mal weniger strukturiert vor, mal auf der Hut, mal abenteuerlustig, niemals jedoch lassen sie den Leser im Regen stehen. Man ist nah dran an den Ereignissen, spürt die Anspannung der Personen und die aufgeladene Atmosphäre.

So ganz sicher ist man bis zum Ende nicht worauf das Ganze hinauslaufen wird. Einige Theorien haben sich bereits in den Gehirnwindungen manifestiert, konnten jedoch noch nicht auf einen Nenner gebracht werden. Die ein oder andere Ungereimtheit beziehungsweise deren Auflösung wird bis zum Schluss aufgeschoben, um die Spannung nochmals gekonnt zu erhöhen. Egal mit welcher Erwartungshaltung der Leser sich der Lektüre widmet, man wird sicherlich überrascht werden und sich an den Gegebenheiten, trotz allem, erfreuen.


MUSS ICH HABEN!

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