Sonntag, 3. September 2017

[REZENSION] Seeblick kostet extra

Redakteur: Christiane Demuth

Titel: Seeblick kostet extra
Autor: Christiane Kördel
Verlag: Books on Demand
Reihe: Ines Fox 2
Ausführung: Taschenbuch, 332 Seiten


Autor:
Christiane Kördel wurde in Konstanz am Bodensee geboren, ist dort aufgewachsen und geblieben. Nach dem Studium der Verwaltungswissenschaften und über zwei Jahrzehnten als Mitinhaberin und Geschäftsführerin des Softwareunternehmens combit in Konstanz, genießt sie jetzt mehr Freiheit. Christiane schreibt Krimikomödien, weil sie die selbst gerne liest und die Welt schon ernst genug ist. Beruflich war Schreiben immer zentral, Kriminelles weniger. Schreibend feilte sie an Marketingtexten, brachte Konzepte zu Papier, erklärte Software und quälte sich wie andere mit Verträgen. Letzteres ist tatsächlich kriminell und gehört verboten.
Christiane lebt mit Mann und Hund in Konstanz am Bodensee, wenn sie nicht, wer könnte es ihr verdenken, gelegentlich auf Reisen das Weite suchen muss, um statt auf den See auf ein Meer zu gucken.
Die Website der Autorin: www.christiane-koerdel.de


SEEBLICK KOSTET EXTRA

Ines Fox ist sprachlos als Roger Merian freigesprochen wird. Dabei war er doch hundertprozentig schuldig. Kurz danach der nächste Schock: Schroff, der als korrupt geltende Hauptkommissar, wird tot aufgefunden. Ines ist sicher, dass Merian auch hier wieder seine Finger im Spiel hat, will ihn aber nicht erneut ungeschoren davon kommen lassen. Als Hobbyermittlerin begibt sie sich nicht nur auf Spurensuche, sondern auch in Gefahr, schon bald scheint sie eine Bedrohung für ganz Konstanz zu sein, die Einheimischen sind außer sich. Wird es Ines Fox dennoch gelingen den Fall zu einem positiven Abschluss zu bringen?

Der zweite Band rund um Ines Fox scheint genau dort anzusetzen wo der erste aufhörte. Trotzdem müssen Neulinge nun nicht direkt resignieren, denn eigentlich dreht es sich um eine vollkommen neue Geschichte. Sicherlich werden einige Dinge aus der Vergangenheit angesprochen, auch gibt es Querverweise, vor allem was zwischenmenschliche Beziehungen angeht, und doch hat man im Großen und Ganzen nicht das Gefühl zu wenig Input zu erhalten. Im Gegenteil, manches Mal ist man mit der Fülle der Informationen regelrecht überfordert und muss diese erst einmal sortieren, um der Erzählung weiter folgen zu können.

Ihre tollpatschige Art katapultiert die Hobbyermittlerin immer wieder in grenzwertige Situationen, aus denen sie nicht immer alleine herausfindet. Glücklicherweise gibt es diverse Männer in ihrem Leben, die mehr oder weniger sofort zur Stelle sind und die Dinge in die Hand nehmen. Auch wenn man mit Ines' Handeln, fallbezogen und privat, nicht immer konform geht, so begleitet man die Hauptprotagonistin dennoch gerne auf ihrem Weg. Man kann zwar selbst nicht eingreifen, aber immerhin ein wachsames Auge auf das Szenario werfen.

Mit viel Wortwitz, lokaler Mundart, übernatürlichen Ereignissen und Spannungselementen gelingt Christiane Kördel ein Mix, der den Leser neugierig macht, auf die Personen ebenso wie auf den Fall als solchen. Zwischenzeitlich kommt es immer wieder zu Überraschungen, mit denen man so nicht gerechnet hätte, die sich im Vorfeld auch nicht unbedingt abzeichneten. Gleichzeitig ist man aber auch ständig auf der Hut, sich nicht in die Irre führen zu lassen, schließlich ist man schneller auf dem Holzweg als man denkt. „Seeblick kostet extra“ macht für sich genommen schon viel Spaß, noch einen Ticken besser wäre es wahrscheinlich, wenn auch „Seezeichen 13“ bekannt ist.


Reihen-Info:
Band 1: Seezeichen 13


MUSS ICH HABEN!


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ebook:

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