Mittwoch, 16. August 2017

[REZENSION] Die Toten von Juist (Hörspiel)

Redakteur: Christiane Demuth

Titel: Die Toten von Juist
Autor: Markus Topf / Timo Reuber
Sprecher: Daniela Bette-Koch, Markus Pfeiffer u.a.
Verlag: Contendo Media
Reihe: Insel-Krimi 1
empfohlenes Lesealter: ab 16 Jahren
Ausführung: Hörspiel, ca. 56 Minuten, 1 CD


Sprecher:
Daniela Bette-Koch, Markus Pfeiffer, André Beyer, Celina Walter, Anita Hopt, Uve Teschner, Jan-David Rönfeldt, Wolf Frass, Vanessa Topf, Theresa Schulte, Merete Brettschneider, Tobias Lelle



DIE TOTEN VON JUIST

Kinderärztin Nele Röwekamp ist schockiert, als ihre Nichte am Strand von Juist eine Flaschenpost findet, in der sich ein menschliches Auge befindet, denn sie stellt sofort die Verbindung zu einer verschwundenen Bekannten her. Arne Brekewoldt, Hauptkommissar auf Borkum, wird dieser Fall zugeteilt, der zunächst mehr Fragen aufwirft, als dass er sie beantwortet. Gemeinsam mit Nele begibt er sich auf Spurensuche, die sie in die Vergangenheit führt. Denn plötzlich taucht eine weitere Flaschenpost auf...

Inselidylle dürfen weder Protagonisten noch Hörer erwarten, denn auf Juist geht es tödlich zu. Die neue Reihe aus dem Hause Contendo Media zieht es in den Norden, auf die Inseln, die Jahr für Jahr zahlreiche Touristen anlocken und eigentlich für Ruhe und Entspannung stehen. Nichtsdestotrotz ist man auch dort nicht hundertprozentig sicher, obwohl der Täter in der ersten Folge es scheinbar nicht auf Auswärtige abgesehen hat.

Schnell hängt man sich als Hörer an das ungleiche Duo Brekewoldt und Röwekamp, um keinen Fortschritt zu verpassen, sei er noch so minimal. Ergebnisorientiertes Arbeiten scheint jedoch beiden zu liegen, so dass man sich fast sicher ist, der Fall wird gelöst werden. Bleibt allerdings die Frage, ob es weitere Opfer geben wird. Man sollte meinen so eine Insel ist nicht unendlich groß, bietet nicht unbedingt die Möglichkeiten für Mörder unterzutauchen wie das Festland, und doch gelingt es dem Täter nahezu unsichtbar zu bleiben. Nicht nur seine Identität, auch die Suche nach dem Motiv erschwert die Ermittlungen. Doch Brekewoldt und Röwekamp lassen sich nicht entmutigen, der richtige Ansatz muss schließlich zu finden sein.

Währenddessen stellt der Hörer selbst Überlegungen an, die zwar in der Theorie allesamt gut klingen, es aber an handfesten Beweisen fehlt, zumal nicht klar ist, ob man nicht manche Hinweise sehr frei ausgelegt hat. Entsprechend bleibt einem auch hier nichts anderes übrig als die Ereignisse konzentriert weiter zu verfolgen, um vielleicht sogar vor dem Duo auf die Lösung zu stoßen.

Ein wahrlich gelungener, sehr spannender, Auftakt zur neuen Krimireihe. Der ein oder andere Charakter muss noch mit seiner neuen Rolle warm werden, aber man ist sicher, das wird schneller geschehen als man gucken beziehungsweise hören kann.


MUSS ICH HABEN!

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