Mittwoch, 3. Mai 2017

[REZENSION] Auch Killer haben Karies

Redakteur: Christiane Demuth

Titel: Auch Killer haben Karies
Autor: Isabella Archan
Übersetzer: -/-
Verlag: Emons
Reihe: Dr. Leo Kardiff
Ausführung: Taschenbuch, 336 Seiten



Autor:
Die ausgebildete Schauspielerin Isabella Archan, geboren 1965 in Graz, arbeitete viele Jahre an Stadt- und Staatstheatern in Österreich, der Schweiz und Deutschland. Seit 2002 lebt sie freiberuflich in Köln, hier begann auch ihre zweite Karriere als Autorin. Neben dem Schreiben ist Isabella Archan immer wieder in TV- und Filmrollen zu sehen (»Tatort«, »Lindenstraße«, »Diese Kaminskis«) und sorgt mit ihren szenischen Krimilesungen bundesweit regelmäßig für ausverkaufte Lesungen.
Mehr Infos unter: www.isabella-archan.de


AUCH KILLER HABEN KARIES

Der letzte Fall, in den sie tiefer involviert war als einem gemeinhin lieb ist, steckt Zahnärztin Leocardia Kardiff noch immer in den Knochen, als ihr die nächste Leiche quasi vor die Füße fällt – und dann auch noch während eines Dates mit Hauptkommissar Zimmer. Obwohl sie es sich fest vornimmt, schafft es Dr. Kardiff doch nicht, ihre Gedanken und Finger komplett bei sich zu behalten. Als auch noch einige neue Patientin in ihrer Praxis eintreffen, die allesamt am Tatort auf sie aufmerksam geworden sind, kann sie sich von diesem neuen Fall wahrlich nicht mehr fern halten. Mit der Zeit ergeben sich immer weitere Hinweise, die sie eigentlich mit Hauptkommissar Zimmer teilen sollte. Aber was, wenn es sich nur um ausgemachte Hirngespinste handelt...

Dr. Leocardia Kardiff scheint nicht nur eine ausmachte Spritzenphobie zu besitzen, sondern auch seltsame Todesfälle geradezu anzuziehen. Obwohl ihr beides zusetzt, hält weder das eine noch das andere sie davon ab, tiefgründiger in die Materie einzutauchen als gut für sie wäre. Da es allerdings tatsächlich so scheint als wären die Menschen einer Zahnärztin gegenüber aufgeschlossener, hat es durchaus seine positiven Seiten, dass sie das Ermitteln nicht vollständig der Polizei überlassen kann.

Gemeinsam mit Dr. Leo macht der Leser sich daran die neuen Patienten genauestens zu Beäugen, um mögliche Hinweise auf eine Täterschaft oder Ungereimtheiten in ihren Aussagen zu entlarven. Doch obwohl sie allesamt recht offen erscheinen, sind ihre Aussagen vergleichsweise nichtssagend. Außer einem vagen Bauchgefühl lässt sich zunächst nichts handfestes feststellen. Bereit aufzugeben ist jedoch weder der Leser noch Dr. Leo, die sich sogar vor sich selbst rechtfertigt den richtigen Weg einzuschlagen...

Mit Spannung und Witz erzählt Isabella Archan auch diesen zweiten Fall rund um Leocardia Kardiff, ihre Phobie und ihr Umfeld. Dabei streut sie diverse Finten, auf die nicht nur der Leser bereitwillig hereinfällt. Es bleibt schließlich immer die Hoffnung, dass es sich doch um einen konkreten Hinweis handeln kann. Es bleibt bis zum Schluss spannend, auch wenn Teile des Geschehens sich bereits in der Auflösung befinden, denn es gibt berechtige Hoffnung auf wenigstens einen weiterführenden Teil der Reihe.


Reiheninfo:
Band 1: Tote haben kein Zahnweh


Weitere erhältliche Ausgaben:

   EBOOK  

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