Montag, 22. Mai 2017

[REZENSION] Auge um Auge (Hörspiel)

Redakteur: Christiane Demuth

Titel: Auge um Auge
Autor: Markus Topf / Timo Reuber
Sprecher: Rita Engelmann, Joachm Tennstedt u.a.
Übersetzer: -/-
Verlag: Contendo Media
Reihe: Morgan + Bailey 6
empfohlenes Lesealter: ab 16 Jahren
Ausführung: Hörspiel, ca. 65 Minuten, 1 CD



Sprecher:
Rita Engelmann, Joachim Tennstedt, Christoph Piasecki, Bodo Wolf, Wolfgang Bahro, Pat Murphy, Hennes Bender, André Beyer, Jürgen Holdorf, Katharina von Keller, Martin Sabel, Robert Missler, Tatjana Auster, Merete Brettschneider, Judy Winter, Sven Kläschen, Tim Caspers, Jürgen Thormann, Daniel Wandelt, Angela Quast, Erik Schäffler, Daniel Faust, Thomas Schmuckert, Wolfgang Rositzka, Leon Aubrecht, Claudia Urbschat-Mingues, Boris Tessmann, Markus Pfeiffer, Ulrike Stürzbecher, Klaus Dittmann


AUGE UM AUGE

Als Pfarrer Morgan abgeführt und des Mordes verdächtigt wird, steht die gesamte Gemeinde unter Schock. Natürlich zweifelt niemand an der Unschuld des Geistlichen, und doch sieht Rose Bailey sich sofort gezwungen in die Bresche zu springen. Gemeinsam mit ihrem Neffen Liam macht sie sich daran die Wahrheit zu ergründen, wobei ziemlich schnell deutlich wird, dass sie jemandem gehörig auf die Füße getreten sind. Glücklicherweise lassen sich weder die Pastorin und ihr Enkel, noch der Rest der Dorfbewohner so schnell einschüchtern, so dass zumindest Hoffnung auf Gerechtigkeit besteht...

Als Hörer, der man die Reihe bis hierher verfolgt hat, hegt man ebenfalls keinen Zweifel daran, dass der Pfarrer unschuldig ist. Und doch gibt es einige Ungereimtheiten, die berechtigterweise darauf schließen lassen könnten, dass Charles Morgan mehr weiß als er zuzugeben bereit ist. Zumindest scheint es eindeutig, dass ihm jemand das ihm vorgeworfene Verbrechen anhängen will. Wer aber sollte so sehr auf Rache sinnen und warum gerade jetzt? Hat die Tat womöglich etwas mit seiner Vergangenheit, über die er kaum bis gar nicht spricht, zu tun?

Gebannt verfolgt der Hörer die Ermittlungen von Rose Bailey und Liam, die sich einmal mehr als Dreamteam herausstellen, wenn sie auch das ein oder andere Mal ein wenig plump agieren. Nichtsdestotrotz wirkt der vermittelte Kampfgeist sich positiv auf die Atmosphäre auf, die gleich um einige Grad wärmer und somit hoffnungsvoller erscheint. Aufgeben ist definitiv keine Option, auch nicht als das Gespann selbst Opfer diverser Angriffe wird.

Auch wenn versucht wird einige Spuren einzustreuen so wird doch relativ schnell klar wer für den Mord verantwortlich ist. Das Motiv scheint ebenso schnell gefunden, obwohl noch die ein oder andere kleine Frage offen bleibt. Die Hobbyermittler lassen sich ebenso wenig wie der Hörer in die Irre führen, so dass nur noch ein Schlupfloch gefunden werden muss, den wahren Verbrecher zur Strecke zu bringen. Hier allerdings ist nicht nur Fingerspitzengefühl, sondern auch Kreativität gefragt.

Trotz einer recht vorhersehbaren Geschichte wieder eine gelungene Folge, die zwar diesmal in der Hauptsache nicht mit Spannung, sondern mehr mit Teamgeist besticht. Außerdem gibt es Einblicke privater Natur in Pfarrer Morgans Vergangenheit, durch die das bisher von ihm entstandene Bild noch um einige Erkenntnisse erweitert wird.

Sonntag, 21. Mai 2017

[RUND UMS BUCH] Neuzugänge KW20


Anette:
Antonia rettet die Welt 1: Papageienparty, Katrin Zipse (GT)
Ein Lied für Jemmie, Adrian Fogelin (GT)
Flora und Ulysses - Die fabelhaften Abenteuer, Hörbuch, Kate DiCamillo (GT)
Marshmallow-Winter, Polly Horvath (GT)
Meister der Angst - Der Doppelmord in der Rue Morgue, Hörbuch, Edgar Allan Poe (GT)

Christiane:
Der Galgen von Tyburn, Ben Aaronovitch (RE)
Hinter dem Café das Meer, Phillipa Ashley (RE)
Die drei !!! 49. Skandal auf dem Laufsteg, Hörspiel (RE)

Donnerstag, 18. Mai 2017

[FILM-REZENSION] Bob, der Streuner

Redakteur: Anette Leister

Titel: Bob, der Streuner
Regie: Roger Spottiswoode
Darsteller: Luke Treadaway, Ruta Gedmintas, Joanne Froggatt, Anthony Head, Darren Evans u.a.
Studio: Concorde
Reihe: -/-
FSK: ab 12 Jahren
Laufzeit: ca. 99 Minuten



BOB, DER STREUNER

Im Frühjahr 2007 treffen der Straßenmusiker James Bowen, der zu diesem Zeitpunkt in einer Sozialwohnung im nördlichen London lebt und sich einem Drogenentzugsprogramm unterzieht, und ein roter Streuner aufeinander. Dieses zufällige Aufeinandertreffen ist der Beginn einer einzigartigen Freundschaft.
Nach mehreren Romanen und einen Triumphzug über den ganzen Erdball, war es nur eine Frage der Zeit, bis dieser Stoff auch den Weg auf die Kinoleinwand finden würde.

Im Film wird James Bowen von Luke Treadaway verkörpert, Bob spielt sich selbst. Meiner Meinung nach hätte auch keine andere Lösung gefunden werden dürfen. Dadurch, dass Bob sich selbst spielt, kommt die Verfilmung mit einer Authentizität beim Zuschauer an, die sonst wohl kaum erreicht worden wäre. Gerade zu Beginn enthält der Film öfter Kameraeinstellungen aus Katzenebene, wodurch alles noch authentischer und wenig gestellt und trainiert wirkt.

Die Verfilmung hält sich eng an die Buchvorlage. So kommen auch in der Verfilmung alle wichtigen menschlichen Weggefährten James' vor, wobei seine Familiengeschichte im Gegensatz zum Buch etwas zu kurz geraten ist. Auf der aktuellen Zeitebene spielt die Beziehung zu seinem in England lebenden Vater zwar eine große Rolle, aber seine Mutter und sein früheres Leben in Australien finden leider kaum Erwähnung, was schade ist, denn hier erklärt sich vieles, warum James in England in die Drogenszene abgerutscht ist. Auch sein beruflicher Werdegang bei der Big Issue, für die er arbeitet, nachdem er nicht mehr als Straßenmusiker auftreten kann und die dort auftretenden Probleme mit seinen Kollegen, die ihm und Bob den Erfolg und die Unterstützung durch die Touristen nicht können, wird zwar angeschnitten, aber recht kurz abgehandelt. So ist es zwar einerseits positiv zu erwähnen, dass kein Handlungsstrang des Buches im Film unerwähnt bleibt, aber um einen tieferen Einblick in James' Leben vor Bob zu erhalten und damit überhaupt Verständnis für seinen Drogenkonsum zu erhalten, empfiehlt sich auf jeden Fall die Lektüre des Buches. Persönlich weiß ich nicht, ob ich alleine anhand des Films so stark mit James mitgefühlt hätte, wie es bei dem Buch konnte.

Sehr positiv sind mir die individuell auf den Film und die Story zugeschnittenen Songs aus dem Soundtrack aufgefallen und die vielen Stadtszenen aus London, so dass es sich beinahe so anfühlt, als wäre man mit Bob und James in der Stadt und den Bussen unterwegs und würde ihnen nicht nur vorm Fernseher aus zusehen.

Wie schon das Buch ist natürlich auch der Film sehr gelungen auf Grund der einzigartigen und bedingungslosen Freundschaft zwischen Mensch und Tier, die zwischen James und Bob besteht. Vorteil des Filmes gegenüber dem Buch ist, dass man hier die Interaktionen zwischen den beiden (beziehungsweise James-Film-Ich Luke Treadaway) erleben kann, der Nachteil liegt wie erwähnt in der Nacherzählung von James' Lebensgeschichte bevor er auf Bob traf, auf die im Buch weitaus detaillierter eingegangen wird, wodurch es mir persönlich einfacher fiel Sympathie zu James aufzubauen trotz dessen Drogenproblemen.
Trotzdem eine klare Empfehlung, und wem der Film gefällt, sollte im Anschluss auf jeden Fall zum Buch greifen, insofern er dies nicht schon gelesen hat!

Anmerkung zum Anschauen mit Kindern: Die FSK12 ist wahrscheinlich in der Drogenthematik begründet, die im Film doch einigen Raum einnimmt. Damit hatte meine Tochter jedoch weniger Probleme als bei den Straßenszenen, in denen Bob unruhig wurde, weil Hunde in der Nähe waren. Einmal büchste Bob sogar aus und ich wurde gefühlte hundert Male gefragt, ob James Bob wiederfindet. Nur so als "Warnhinweis" ;)

[GEWINNSPIEL] BOB, DER STREUNER - ab 18. Mai als DVD, Blu-ray und digital

Redakteur: Anette Leister

Am 18. Mai erscheint die Literaturverfilmung zu dem gleichnamigen Roman "Bob, der Streuner" von James Bowen als DVD, Blu-ray und digital.


INFOS

Concorde // Regie: Roger Spottiswoode // Darsteller: Luke Treadaway, Ruta Gedmintas, Joanne Froggatt, Anthony Head u.v.a. // Bastei Lübbe Verlag (Buch)


INHALT

Das Letzte, was James (Luke Treadaway) gebrauchen kann, ist ein Haustier! Er schlägt sich von Tag zu Tag als Straßenmusiker durch, und sein mageres Einkommen reicht gerade, um sich selbst über Wasser zu halten. Und jetzt auch noch das: Als es eines Abends in seiner Wohnung scheppert, steht da nicht wie vermutet ein Einbrecher in der Küche, sondern ein roter ausgehungerter Kater. Obwohl knapp bei Kasse beschließt James, den aufgeweckten Kater aufzupäppeln, um ihn dann wieder seines Weges ziehen zu lassen. Doch Bob hat seinen eigenen Kopf und denkt gar nicht daran, sein neues Herrchen zu verlassen. Er folgt ihm auf Schritt und Tritt. Für James ist nichts mehr, wie es war. Bob und er werden unzertrennliche Freunde, und James findet dank Bob nach und nach den Weg zurück ins Leben …
 

© Concorde Home Entertainment

Meine Rezension zur Buchvorlage findet ihr HIER, meine Rezension zum Film folgt heute im Laufe des Tages.

Bei wem nun die Lust an der Geschichte geweckt wurde und den Film entweder im Kino verpasst hat oder aber so begeistert im Kino war, dass er den Film auch zuhause sehen möchte, kann den Film hier auf DVD gewinnen.

Was ihr dafür tun müsst? Nur zwei leichte Frage beantworten und mir die Lösung per Mail zukommen lassen (anette[at]katzemitbuch-forum[punkt]de, Betreff: Bob, der Streuner):
An welchem Tag lief der Film in den deutschen Kinos an?
Für welche Obdachlosenzeitschrift arbeitet James in London?

Das Gewinnspiel läuft eine Woche, inkl. dem 25.05., am nächsten Tag wird der Gewinner in diesem Blogpost ergänzt und per Email benachrichtigt.
Der Gewinner braucht eine Postadresse in Deutschland und bei einem Alter unter 18 Jahren eine Einverständniserklärung der Eltern für die Teilnahme.

Link zur Homepage des Films (http://www.bobderstreuner-film.de/home/)
Link zur Facebookseite des Films (https://www.facebook.com/BobderStreuner.film)


Mittwoch, 17. Mai 2017

[REZENSION] Der Klang meines Lebens - Erinnerungen an stürmische und sonnige Zeiten

Redakteur: Julia Ehrenberg

Titel: Der Klang meines Lebens – Erinnerungen an stürmische und sonnige Zeiten
Autor: Patricia Kelly
Verlag: adeo
Reihe: -/-
Ausführung: Tachenbuch, 336 Seiten




Autor:
Jahrgang 1969, irisch-US-amerikanische Sängerin, Musikerin, Songwriterin und Produzentin. Bekannt wurde sie vor allem als Mitglied der Kelly Family. Mit 5 Jahren lernte sie Gitarre spielen und stand das erste Mal auf der Bühne. 1994 gelang der Kelly Family der große kommerzielle Durchbruch. Es folgten weltweite TV-Auftritte und Konzerte vor bis zu 280.000 Fans. Mit mehr als 20 Millionen verkauften Tonträgern gehören die Kellys zu den erfolgreichsten Musikern in Europa. Patricia Kelly ist verheiratet und Mutter zweier Söhne. Seit 2008 ist sie als Solokünstlerin tätig.


DER KLANG MEINES LEBNS – ERINNERUNGEN AN STÜRMISCHE UND SONNIGE ZEITEN

Patricia Kelly ist eines von 12 Kindern der legendären Kelly Family. Angefangen auf der Straße zogen sie rund um die Welt, füllten später riesige Hallen, bis dann der große Hype wieder vorbei war und alle in kleineren eigenen Projekten weitermachten. Eines ist klar, ihr Leben war und ist abwechslungsreich, sie hat viel erlebt und viel zu erzählen. Und genau das tut sie in ihrer Biografie „Der Klang meines Lebens“. Dabei muss man sagen, Patricia kann nicht nur singen sondern auch sehr unterhaltsam schreiben!

Ich selbst war in den 90ern Fan der Kelly Family, zu der Zeit, als sie ihren großen Durchbruch hatten, ich habe damals alles über sie gesammelt. Damals hätte ich gesagt, ich weiß viel über die Kelly Family, tatsächlich wusste ich aber fast nichts. Klar, ich wusste, dass sie als Straßenmusiker durch die Welt gezogen waren, kannte den roten Doppeldeckerbus und das Hausboot. Aber was das wirklich hieß, wie sie lebten? Ich dachte als Jugendliche nicht darüber nach.

In diesem Buch bekommt man jetzt einen sehr persönlichen Einblick in das Leben, das Patricia und ihre Geschwister damals geführt haben. Es gibt viele lustige aber auch ernste und traurige Episoden aus dem Leben der Familie.

Spannend fand ich natürlich die Zeit, in der ich großer Fan war, die Zeit der Stadionkonzerte mit tausenden kreischenden Mädchen. Zu erfahren, wie es sich für die Kelly Family damals angefühlt hat. Die Änderungen, die es dadurch in ihrem Leben gab.

Berührt haben mich die Schilderungen über Patricias Gesundheitsprobleme. Als Fan hatte ich damals nichts davon mitbekommen, ich habe mich beim Lesen gefragt, ob sie damals, als ich 1994 oder 1995 auf einem Konzert war, wohl auch voller Schmerzen da stand, für uns Fans gute Miene zum bösen Spiel gemacht hat? Ich werde es wohl nie erfahren, aber die Wahrscheinlichkeit ist hoch.

Wer Fan der Kelly Family war oder ist, dem kann ich dieses Buch auf jeden Fall empfehlen, aber auch anderen, die einfach gerne über spannende Lebenswege lesen. Das Leben von Patricia war und ist wirklich außergewöhnlich. Ich habe es genossen, über die Zeit als Straßenmusiker zu lesen, mit ihr viele Länder zu bereisen, über ihren unnormalen, aber dann eben doch irgendwie ganz normalen Familienalltag zu lesen. Bei so vielen Geschwistern gab es natürlich Streitereien und Streiche, lustige Episoden, aber auch ganz viel Zusammenhalt. Ich fand es sehr interessant, mehr über ihr Leben zu erfahren, habe ich doch damals nur mitbekommen, was in Bravo und ähnlichen Zeitschriften stand.

Mich hat das Buch sehr gut unterhalten, ich fand es total interessant und es hat mich natürlich ein wenig in die Zeit meiner Jugend zurückversetzt, beim Lesen der Kapitel über die Zeiten von Over the Hump war ich auf einmal wieder 12.

Ein beeindruckendes Buch, das ursprünglich bereits 2014 erschien. Passend zum Comeback der Kelly Family gibt es jetzt diese Neuauflage, in der sich neue Fotos und auch 6 neue Kapitel befinden. Ob man diese Neuauflage braucht, wenn man die alte bereits hat, muss jeder selbst für sich entscheiden. Wer die Biografie bisher aber noch nicht gelesen hat, der sollte dieses jetzt ändern und mehr über das Leben dieser bemerkenswerten Frau lesen. Und am besten hört ihr dabei eine ihrer Solo-CDs oder eine CD der Kelly Family und lasst euch von Patricias Geschichten und ihrer Musik im Herz berühren!


Weitere erhältliche Ausgaben:

  EBOOK   

HÖRBUCH

Dienstag, 16. Mai 2017

[REZENSION] Der Monsterjäger und die Prinzessin der Dämmerung

Redakteur: Kerstin Caywood

Titel: Der Monsterjäger und die Prinzessin der Dämmerung
Autor: Michael Karner
Verlag: Independently published
Reihe: -/-
Ausführung: ebook, 330 Seiten


Autor:
Michael Karner ist ein österreichischer Fantasy- und Thriller-Autor. Seine Reisen und Abenteuer dienen als Inspiration für seine Geschichten. Nach seinem Studium in Biotechnologie und dem Arbeiten für Pharmaziekonzerne lockten ihn die Freiheit und der Rausch des Gold- und Erdölgeschäfts. Zu seinen Hobbies zählen Aesthetic-Bodybuilding, Kampfsport und Schießen. Wie die meisten liebt er Strände, Wellen und Adrenalin.


DER MONSTERJÄGER UND DIE PRINZESSIN DER DÄMMERUNG

Zuallererst einmal möchte ich vorwegschicken, das dies das 2 Buch meines Lebens ist das so grottenschlecht war, das ich es abgebrochen habe. Normalerweise lese ich alle Bücher zu Ende, auch wenn es mal nicht so gut ist. Dieses Buch war für mich eine einzige Qual. Dennoch habe ich es bis zur Hälfte geschafft und danach den Autor angeschrieben, der mir das Buch zur Rezension zur Verfügung gestellt hatte. Leider kam auf meine Nachfragen und Anregungen bezüglich diverser Fehler - sowohl inhaltlich als auch grammatikalisch und Format betreffend - keinerlei Rückmeldung, sodass ich nun meinen Leseeindruck verfasse.
Ducarte, ein ehrgeiziger Monsterjäger und der friedfertige Kung-Fu Moench Chauhan tauchen gleichzeitig zur Rettung der Prinzessin Praya auf und müssen sich schnellstmöglich gegen einen gemeinsamen Feind verbünden. Rasch treten die Drei die Flucht aus der Wüste an und haben dabei ihre Verfolger dicht auf den Fersen. Doch durch ein paar findige Kniffe wendet sich das Blatt und die Drei können ihre Feinde abschütteln, zumindest für eine kleine Weile. Doch schon bald kommt es zum nächsten Zusammentreffen. Kann das Trio sich retten und den Kopf noch einmal aus der Schlinge ziehen? Die Geschichte wird aus der ich-Perspektive erzählt, der Autor versucht immer wieder die Situation durch lustige Sprüche aufzulockern, was einfach nur flach und gezwungen wirkt. Die Charaktere sind sehr eindimensional und ich konnte keine Beziehung zu den Protagonisten aufbauen.
Auch machen viele Beschreibungen absolut keinen Sinn und sind völlig verwirrend. Herr Karner beschreibt Szenen die an sich spannend sein könnten, hält aber den Spannungsbogen nicht und es wirkt einfach nur noch erzwungen und nicht authentisch. Es holpert nur so dahin und man hat den Eindruck das man wichtige Aspekte überlesen hat, bemerkt aber schnell, das diese einfach nicht erwähnt wurden. Mir war der Schreibstil zu verwirrend und anstrengend, wenn ich lese möchte ich nicht erst über diverse Ungereimtheiten nachdenken müssen, sondern das Buch genießen. Das war hier für mich leider nicht möglich.


Weitere erhältliche Ausgaben:

TASCHENBUCH 

Montag, 15. Mai 2017

[NEWS] Deutscher Phantastik Preis: Abstimmen und Tickets sichern

Sonntag, 14. Mai 2017

[RUND UMS BUCH] Neuzugänge KW19


Anette:
Die Geschichte der Bienen, Maja Lunde (GW)

Christiane:
Tödliches Treibgut, Denzil Meyrick (GW)
Morgan & Bailey 8. Die letzte Ölung, Hörspiel (RE)
Insel-Krimi 1. Die Toten von Juist, Hörspiel (RE)
Schmitz' Häuschen, Ralf Schmitz (GK)

Freitag, 12. Mai 2017

[REZENSION] Harz, aber herzlich

Redakteur: Anette Leister

Titel: Harz, aber herzlich
Autor: Knut Diers
Verlag: Gmeiner
Reihe: Lieblingsplätze
Ausführung: Taschenbuch, 192 Seiten



Autor:
Knut Diers, Jahrgang 1959, ist Diplom-Geograf und Redakteur, hat 20 Jahre bei einer Tageszeitung gearbeitet und ist jetzt mit seinem Redaktionsbüro Buenos Diers Media in Hannover selbstständig. In den nahe gelegenen Harz zieht es ihn in seiner Freizeit häufig, und das zu Luchsen, Hirschen und Cowboys genauso wie zu einsamen Wanderpfaden, duftenden Tannen und rauchenden Lokomotiven der Harzquerbahn.


HARZ, ABER HERZLICH

Die Reihe "Lieblingsplätze" stellt Regionen in Deutschland in einer Mischung aus persönlichem Reisebericht und Reiseführer vor.
In "Harz, aber herzlich" widmet sich der Autor Knut Diers dem Mittelgebirge, welches am Schnittpunkt von Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen liegt.

Jeden einzelnen seiner Lieblingsplätze stellt Knut Diers an Hand eines seitenfüllenden Foto und eines einseitigen Textes vor. Dabei stammen fast alle Fotos vom Autor selbst. So fehlen den Bildern zwar ab und an die perfekte Komposition, wie man dies aus Fotobänden und hochwertigen Reiseführern gewöhnt ist, dafür kommen sie aber ungleich authentischer beim Betrachter an und wecken so meiner Meinung nach die Reiselust viel mehr, als perfekt gestylte Fotos dies vermögen. Auch die Texte sind keine reinen Informations- oder Werbetexte, die einer X-Beliebigen Publikation über den Harz entnommen sein könnten, es sind die Reise- und Erlebnisberichte einer Person, die den Harz augenscheinlich sehr liebt und dies an Hand von persönlichen Eindrücken gespickt mit Anekdoten und geschichtlichen Hintergründen glaubhaft und mit Herzblut vermittelt.
Für mich war dieser Harz-Führer eine Mischung aus mir wenigen bekannten Orten und vielen neuen Lieblingsplätzen, denn leider habe ich diese Region bislang nur einmal besucht. Die Vorstellungen der bereits von mir besuchten Plätze war ein schönes Wiedersehen, die vielen neuen Flecken eine wahre Fundgrube an Touristenmagneten, aber auch Geheimtipps, die die Lust daran wecken am liebsten sofort wieder in den Harz zu fahren.
Bei der vielseitigen Auswahl an vorgestellten Lieblingsplätzen ist meiner Meinung nach für jeden Typ Urlauber und jedes Interessengebiet etwas dabei: egal ob Kultur, Urlaub mit Kindern, sportliche Aktivitäten, ein Besuch in den Sommer- oder Wintermonaten... Knut Diers hat für alle Eventualitäten die passenden Tipps parat. Ich habe in "Harz, aber herzlich" nichts vermisst. Alle Orte und Abschnitte des Harzes, über die ich Informationen haben wollte, sind in dem Buch vertreten. Wer gezielt nach Informationen sucht, kann dies über das vorangestellte Inhaltverzeichnis oder das hintenangestellte Orts- und Personenregister tun.
Neben Foto und Begleittext bietet jede Textseite in einer Fußnote noch zusätzliche Informationen über interessante Orte in der Nähe des vorgestellten Lieblingsplatzes oder eine Webadresse von Cafés, Restaurants, Kultureinrichtungen, Museen oder Ortschaften, die man nach der Lektüre dieses Buches zu gerne aufsucht, um weitere Informationen für die nächsten Besuche in dieser reizvollen und vielseitigen Region zu sammeln.
Möglicherweise ist diese Art "Reiseführer" nicht für jedermann geeignet, denn hier findet man weder Öffnungszeiten noch Preise irgendwelcher Einrichtungen. In Zeiten des Internets ist dies aber meiner Meinung nach nebensächlich, solche Informationen zieht man sich heute aus dem Netz, in der Regel sind dies nämlich die ersten Angaben in einem Reiseführer, die überholt und veraltet sind. Viel wichtiger ist es für mich zu erfahren, welche Orte jemand empfiehlt, der für eine Region so brennt wie der Autor Knut Diers. Eine persönliche Empfehlung eines "Wiederholungstäters" im Bereisen einer Region ist tausendmal mehr Wert als jede Werbebroschüre!

Wenn alle Bände der "Lieblingsplätze" so aufgebaut sind wie dieser hier, so findet man eine reizvolle Mischung aus Reiseführer und privatem Reisebericht, die nicht nur aufzeigt, welche Orte bei einem Urlaub in der vorgestellten Region einen Besuch lohnen, man erfährt darüber hinaus viel aus der näheren und älteren Vergangenheit des Landstrichs. Besucher - aber auch Einheimische - die gerne mehr über eine Region erfahren wollen, als dies von einer Hochglanzwerbebroschüre vermittelt wird, finden mit "Lieblingsplätze" den idealen Reisebegleiter, der sich so unterhaltsam lesen lässt wie fiktive Literatur und dabei mindestens so viel Wissen und Informationen bereit hält wie ein üblich ausgestatteter Reiseführer.


Weitere erhältliche Ausgaben:

EBOOK

Donnerstag, 11. Mai 2017

[REZENSION] Die unbekannte Schwester

Redakteur: Christiane Demuth

Titel: Die unbekannte Schwester
Autor: Theresa Prammer
Übersetzer: -/-
Verlag: List
Reihe: Band 3
Ausführung: Broschur, 384 Seiten



Autor:
Theresa Prammer wurde 1974 in Wien geboren. Sie hatte Engagements als Schauspielerin unter anderem am Burgtheater, den Festspielen Wunsiedel und an der Volksoper. Seit sieben Jahren arbeitet sie außerdem als Regisseurin. 2006 gründete sie mit ihrem Mann das Sommertheater »Komödienspiele Neulengbach«. Theresa Prammer lebt abwechselnd in Wien und in Reichenau an der Rax.


DIE UNBEKANNTE SCHWESTER

Von der einfachen Kaufhausdetektivin zur Wiener Polizei, ganz ohne Ausbildung? Das gelingt nur einer Lotta Fiore, obwohl sie damals von der Polizeischule geworfen wurde. Über die Hintergründe wissen allerdings nur die Wenigsten Bescheid, weshalb es nicht verwunderlich ist, dass sie von den Kollegen nicht gerade mit offenen Armen empfangen wird. Gleich der erste Fall bringt sie dann auch direkt gehörig ins Schwitzen, denn es scheint als hätte das Opfer Informationen über Lottas Vergangenheit, die ein ebenso gut gehütetes Geheimnis ist wie vieles andere. Obwohl alles daran gesetzt wird Lotta Fiore und Konrad Fürst aufs Abstellgleis zu verfrachten, knien sie sich mehr denn je in den Fall rein, denn es könnte weitere Opfer geben...

Es waren einfach zu viele Zufälle. Diese Notiz mit dem Datum meiner Entführung in der Wohnung des toten Journalisten. Meine Telefonnummer in seinem Handy. Die Anrufe mit unterdrückter Nummer. Der Online-Kommentar unter dem Zeitungsbericht im Wiener Tagblatt: […] Und das an meinem ersten Tag bei der Kriminalpolizei. (S. 133)

Der Todestag der großen Maria Fiore jährt sich zum sechsten Mal, und wieder einmal zeigt sich, dass die einstige Operndiva noch lange nicht in Vergessenheit geraten ist. Carlotta Fiore sieht diesem Ereignis jedes Mal aufs Neue mit gemischten Gefühlen entgegen. Wie recht sie auch in diesem Jahr behalten soll zeigt sich bereits an ihrem ersten Tag bei der Polizei. Sollte ihr Geheimnis tatsächlich gelüftet worden sein? Und wenn ja, wer hat noch Kenntnis davon?

Eine Entführung, die bereits mehrere Jahrzehnte zurück liegt und niemals als solche erkannt wurde? Ein Szenario, welches mehr als unglaublich erscheint, zumal die entführte Person sich frei bewegen kann. Dennoch ist es geschehen und wird immer authentischer und nachvollziehbarer je mehr Hintergrundinformationen erhält. Auch Lotta erhält diese Hinweise auf ihre Vergangenheit, von denen sie viele verdrängt hatte, aber nach wie vor in ihrem Unterbewusstsein vorhanden sind. Somit ermittelt sie zugleich in ihrem ersten (offiziellen) und persönlichsten Fall. Dabei lässt sie sich von nichts und niemandem unterkriegen, auch wenn Rückschläger zu verzeichnen sind, nach kurzen Durchhängern muss es mit doppelter Kraft weiter gehen.

Gemeinsam mit einer toughen Hauptprotagonisten begibt der Leser sich auf Spurensuche, die komplizierter ist als zunächst gedacht. Kollegen und Vorgesetzte pflastern den Weg mit Hürden und Hindernissen, die es mitunter in sich haben. Doch Lotta und Konrad finden einen Weg, sei er noch so unkonventionell. Dabei kommt es durchaus zu diversen urkomischen Situationen, die allein im Kopf des Lesers Lachsalven entfachen, obgleich ernsthafte Ereignisse vonstatten gehen. Zudem ist ein stetiger Spannungsaufbau vorhanden, der sich zu Beginn noch etwas kräftiger hätte durchsetzen dürfen, im Verlauf aber immer stärker wird.

„Die unbekannte Schwester“ ist der dritte Krimi rund um Lotta Fiore, der jedoch auch vollkommen unabhängig von den Vorgängern gelesen und verstanden werden kann. Es gibt kurze Rückblenden auf vergangene Ereignisse, wenn dies für die Handlung notwendig ist, ansonsten ist das Geschehen in sich abgeschlossen.


Reiheninfo:
Band 1: Wiener Totenlieder
Band 2: Mörderische Wahrheiten


Weitere erhältliche Ausgaben:

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