Mittwoch, 26. April 2017

[REZENSION] Seele in Fesseln

Redakteur: Christiane Demuth

Titel: Seele in Fesseln
Autor: Eva Lirot
Übersetzer: -/-
Verlag: -/-
Reihe: Jim Devcon 7
Ausführung: Taschenbuch, 251 Seiten



Autor:
Eva Lirot hat Literaturwissenschaft und Psychologie studiert, lebt mit ihrem Mann in Limburg an der Lahn, spielt ein wenig Klavier, fotografiert gern und ist eine Vielleserin (quer durch die Genres). In ihrer Jugend schrieb sie Songtexte, Büttenreden und kurze Theaterstücke, heute sind es Kurzkrimis und Romane, ebenfalls im Genre Krimi/Thriller.
Eva Lirots Motto beim Schreiben: "Die Phantasie ist die schönste Tochter der Wahrheit, nur etwas lebhafter als die Mama." (Carl Spitteler)
Mehr zur Autorin: www.evalirot.com


SEELE IN FESSELN

Fast schon verzweifelt versucht Jim Devcon nachzuvollziehen was der Täter ihm zu sagen versucht. Denn schon bald wird dem erfahrenen Ermittler klar, dass die Lösung nicht so einfach ist wie sie auf den ersten Blick erscheint. Die Opfer, mitten in der Stadt, vor aller Augen abgelegt, mit sonderbaren Botschaften versehen. Ansonsten jedoch vollkommen unterschiedlich, so dass eine anderweitige Verbindung bestehen muss. Wo aber ist diese zu suchen und müssen noch mehr Menschen sterben?

Solange sie dachte, lebte sie.
Noch...
Sie spürte den Schlauch in ihrer Mundhöhle und sog gierig daran. Mit dem Ergebnis, dass sie meinte, in Kürze zu ersticken. (S. 22)

Eva Lirot greift auch in diesem Jim-Devcon-Band ein Thema auf, welches nicht nur nah an der Realität ist, sondern auch jeden (be)treffen kann. Ohne zu detailliert darauf einzugehen, um nichts vorwegzunehmen, beschreibt sie authentische Szenarien und Handlungen, die nicht nur den Protagonisten zu denken geben. Auch der Leser erhält während der Lektüre den ein oder anderen Ansatzpunkt, der sich nach der Lektüre mit weiterführenden Fragen füllen wird.

Trotz dessen, dass sämtliche Jim-Devcon-Thriller in sich abgeschlossen sind, werden Verknüpfungen zu vorangegangenen Bänden hergestellt. Diese haben zwar zumeist für den vorliegenden Band keine großartige Bedeutung, lassen Leser mit Vorkenntnis aber kurz rekapitulieren und innehalten.

Obwohl man als Leser immer mal wieder dem Täter zur Seite gestellt wird und auch bald eine Ahnung seiner Identität hat, bleibt vieles im Dunkeln. Wo genau liegt sein Motiv? Welche Grausamkeiten werden noch folgen? Zwar scheint er nicht dem gängigen Bild eines Serienmörders zu entsprechen, und doch gibt es etwas, das ihn dazu bringt folgenschwere Entscheidungen zu treffen und grauenhafte Dinge zu tun. Stellt sich die Frage, ob es den Ermittlern gelingen wird, diese eigentlich bisher unbescholtene Person ausfindig zu machen oder zumindest ihre Beweggründe zu verstehen, bevor noch weitere Opfer zu beklagen sind.

Mit gekonnt eingesetzten Mitteln gelingt es Eva Lirot Hinweise zu streuen, die einerseits aufschlussreich sind, andererseits in der Folge aber mehr Fragen nach sich ziehen, als dass sie Antworten geben. So verfolgt man gebannt das Geschehen, um auch im weiteren Verlauf keine noch so unscheinbare Information zu verpassen, es könnte sich um das entscheidende Element handeln...


Reiheninfo:
Band 1: Seelenfieber
Band 2: Seelenbruch
Band 3: Seelengruft
Band 4: Seelennot
Band 5: Seelensühne
Band 6: Seelenfalle


Weitere erhältliche Ausgaben:

   EBOOK  

Kommentare:

  1. Ganz lieben Dank für diese Rezension!
    Herzlichst,
    Eva

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  2. Hallo und guten Tag,

    liest sich nach sehr viel grusel an oder?

    LG...Karin...

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    1. ...allerdings ist das Gruselige die Realität, die dahinter steckt...
      LG

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