Sonntag, 16. April 2017

[REZENSION] Der große Coup (Hörspiel)

Redakteur: Christiane Demuth

Titel: Der große Coup
Autor: Martin Hofstetter (nach Motiven von Stefan Wolf)
Sprecher: Erzähler: Wolfgang Kaven
Übersetzer: -/-
Verlag: Europa
Reihe: TKKG 200
empfohlenes Lesealter: ab 8 Jahren
Ausführung: Hörspiel, ca. 124 Minuten, 2 CDs



Sprecher:
Wolfgang Kaven, Sascha Draeger, Tobias Diakow, Manou Lubowski, Rhea Harder, Wolfgang Drager, Renate Pichler, Ingeborg Kallweit, Volker Bogdan, Henry König, Marianne Bernhardt, Claus Wilcke, Ivo Möller, Gernot Endemann, Martin May, Ursula Sieg, Rainer Brandt, Heidi Schaffrath, Joachim Kerzel, Till Demtröder, Svenja Pages, Hansi Jochmann, Michael Lott, Lutz Mackensy


DER GROSSE COUP

Es sollte ein großes Fest werden, an dem alle – Schüler, Lehrer, Eltern – zusammenkommen und feiern. Doch das Internatsjubiläum wird überschattet von einem Diebeszug, der im Adlernest beginnt. Sofort macht Tim sich an die Verfolgung des Täters, muss sich schlussendlich aber doch geschlagen geben. Allerdings ist die Sache für TKKG damit längst nicht vergessen. Aufgeben ist schließlich keine Option. Je tiefer die Freunde in den Fall verwickelt werden, desto deutlicher wird, dass Methode dahinter steckt und eigentlich ein ganz anderes Ziel angepeilt wird, als zunächst vermutet. Plötzlich wird es persönlich, die Jungdetektive müssen noch einmal alle Reserven mobilisieren, damit aus TKKG nicht TKG oder KKG wird...

Nicht nur die Internatsschule feiert Jubiläum, auch TKKG haben ihren inzwischen 200. Fall zu lösen. Da dieser ganz besonders knifflig ist und viel Raum und Zeit benötigt, kommt er für den Hörer auf 2 CDs und in doppelter Länge daher. Somit werden genug Möglichkeiten zur Entfaltung und Darstellung der Stärken der Jungdetektive gegeben, welche diese jedoch nicht immer ausschöpfen. Hin und wieder hat man schon das Gefühl, dass irgendwie „die Luft raus ist“, auf Sparflamme gekocht wird oder einfach die Konzentration fehlt. Dabei kennt man die Freunde doch eher als pfiffig und aufgeweckt. Glücklicherweise überwiegen die Passagen, in denen sie genau dies zeigen, um den Fall zu einem positiven Ende zu bringen. Nichtsdestotrotz bildet sich eine ungleichmäßige Spannungskurve, die mal mehr mal weniger nach oben hin ausschlägt.

Der Fall als solcher hat gleichsam seine Höhen und Tiefen. Mal bereits meilenweit vorhersehbar, dann wieder überraschend, fast schon schockierend. Ein Wechselbad der Gefühle wie es im Buche steht, nicht nur für die Protagonisten. Auch wenn schnell klar wird worum es tatsächlich geht – der Hörer erhält sowieso einen Wissensvorsprung – so darf man nicht leichtfertig glauben bereits alles entschlüsselt zu haben, bevor nicht die letzte Sekunde verklungen ist. Zwar kann man sich nicht vorstellen, dass es mit TKKG nicht weitergeht, dennoch bleibt die Frage, ob sich an den Grundvoraussetzungen dafür etwas ändern wird.

Alles in allem eine passende Jubiläumsfolge, die zwar nicht mit einer großen Explosion aufwarten kann, aber dennoch einiges an Zündstoff bietet.

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