Freitag, 31. März 2017

[REZENSION] Brandstifter

Redakteur: Christiane Demuth

Titel: Brandstifter
Autor: Martin Krist
Verlag: Edel Elements
Reihe: David Gross 3
Ausführung: eBook, 473 Seiten



Autor:
Martin Krist ist das Pseudonym des erfolgreichen Autors Marcel Feige. Geboren 1971, arbeitete er als leitender Redakteur bei verschiedenen Zeitschriften und lebt seit 1998 als Schriftsteller in Berlin.


BRANDSTIFTER

Als Valentina Starke auf der Suche nach ihrem Mann durch das gemeinsame Heim streift, ahnt sie noch nicht, welch grausame Entdeckung sie in Kürze machen wird. In Folge dessen befindet sie sich mit ihren Kindern und der Nanny regelrecht auf der Flucht. Wem kann sie überhaupt noch trauen?
Derweil ist David Gross mit einem Fall betraut, der mehr Fragen aufwirft, je tiefer er in die Materie eindringt. Dabei kreuzen sich seine Wege mit immer weiteren Personen, die in irgendeiner Weise in die Tat verwickelt sein könnten. Wird er auch Valentina begegnen?

Martin Krist hat schon häufig bewiesen, dass er gekonnt mit Perspektiven, Zeiten und Ebenen jonglieren kann. Die Kunst dabei ist, dennoch das Ziel vor Augen zu haben, um nicht plötzlich im luftleeren Raum zu schweben. Auch dieses Mal ist er wieder vollkommen in seinem Element, als Leser muss man auf alles gefasst und vor allem von Anfang an konzentriert bei der Sache sein. Schnell hat man ansonsten den Faden verloren und irrt fast schon kopflos durch die Gegend.

Recht bald wird klar, dass man zumeist auch von einem Zeitsprung ausgehen kann, sobald sich ein Perspektivwechsel anbahnt. Dadurch werden diverse Handlungsstränge beleuchtet, die mal mehr mal weniger, mal früher mal später, aufeinandertreffen. Wer diese jedoch schnellstmöglich in die korrekte chronologische Abfolge bringen möchte, muss aufmerksam lesen, um jeden noch so versteckten Hinweis zu entdecken. Ist man einmal drin, geschieht die Zuordnung quasi nebenher, man verbeißt sich geradezu ins Geschehen. Es tauchen immer mehr Ungereimtheiten, aber auch Zusammenhänge auf, wodurch sich eigene Gedankengänge ergeben, die im besten Fall in dieselbe Richtung wie die des Autors weisen.

An Spannung mangelt es dem Werk in keinster Weise, es ist wahrlich nicht leicht das Buch aus der Hand zu legen. Zum Ende eines Kapitels ergeben sich immer wieder Cliffhanger, die man unbedingt noch aufgelöst haben muss, um wenigstens ein bisschen Ruhe zu finden. Einzig der Schluss erscheint nicht ganz befriedigend. Ein gänzlich offenes Ende ergibt sich zwar nicht, doch hätte man sich noch die ein oder andere Antwort mehr gewünscht. So bleibt nur zu hoffen, dass es schon bald für und mit David Gross weiter geht.

Reihen-Info:
Band 1: Drecksspiel
Band 2: Engelsgleich


MUSS ICH HABEN!

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