Dienstag, 7. Februar 2017

[REZENSION] Bob, der Streuner

Redakteur: Anette Leister

Titel: Bob, der Streuner (OT: A Street Cat named Bob)
Autor: James Bowen
Übersetzer: Ursula Mensah
Verlag: Lübbe
Reihe: Bob 1
Ausführung: Taschenbuch, 272 Seiten



Autor:
James Bowen, geboren im März 1979 in Surrey, ist ein ehemaliger Straßenmusiker aus der Nähe von London. Lange Zeit hielt James sich leidlich mit Musik und dem Verkauf der englischen Obdachlosenzeitschrift „The Big Issue“ über Wasser. Nach Jahren als Heroinsüchtiger und Obdachloser hatte er gerade die ersten, noch unsicheren Schritte in ein normales Leben getan, lebte aber immernoch von der Hand in den Mund, Zukunftsperspektiven gab es für ihn kaum. Doch das ändert sich, als James Bowen 2007 vor seiner Sozialwohnung in Tottenham einen kranken Kater findet. James nimmt den streunenden Kater bei sich auf, zahlt von seinem letzten Geld die Tierarztkosten und pflegt das Tier gesund. Schon bald weicht Bob, wie James den Kater tauft, nicht mehr von seiner Seite. Sogar bis in den Bus und auf die Straßen der Großstadt London begleitet der Kater seinen neuen Freund. Das ungleiche Paar sorgt selbst in einer Stadt wie London für Aufsehen und so dauert es nicht lange, bis die beiden Freunde eine stadtbekannte Attraktion auf den Straßen der englischen Hauptstadt werden. Auch Zeitungen und Verlage werden auf James Bowen aufmerksam und so entwickelt sich aus den schweren Zeiten eine Erfolgsstory.
Heute leben James Bowen und Bob in einer bescheidenen Dreizimmer Eigentumswohnung. Bobs Herrchen setzt ihre gemeinsame Berühmtheit dazu ein, auch weiterhin denen zu helfen, die Hilfe nötig haben – Obdachlose und andere sozial Benachteiligte.


BOB, DER STREUNER

"Bob, der Streuner" kennt wohl fast jeder mittlerweile zumindest dem Namen nach. Im Frühjahr 2007 treffen der Straßenmusiker James Bowen, der zu diesem Zeitpunkt in einer Sozialwohnung im nördlichen London lebt und sich einem Drogenentzugsprogramm unterzieht, und ein roter Streuner aufeinander. Dieses zufällige Aufeinandertreffen ist der Beginn einer einzigartigen Freundschaft, die bis zum heutigen Tag dank der Buchveröffentlichungen und der Verfilmung von James' und Bobs erster Geschichte Millionen Menschen rund um den ganzen Globus bekannt ist.

Neben der einzigartigen und bedingungslosen Freundschaft zwischen Mensch und Tier ist das Buch vor allen Dingen wegen James' Lebensgeschichte lesens- und empfehlenswert. Man erfährt sehr viel über seine Vergangenheit, wie es dazu kam, dass er als Jugendlicher und junger Erwachsener in der Drogensucht und auf der Straße landete, und verfolgt seinen tagtäglichen Lebenskampf zunächst als Straßenmusiker und später als Verkäufer der Obdachlosenzeitschrift Big Issue. So viele Freunde James durch seinen neuen Begleiter Bob gewinnt, so viele Neider hat er jedoch unter seinen Kollegen, denn die Touristen in London umschwärmen den Mann, der eine ungewöhnliche Freundschaft zu einem roten Straßenkater pflegt und wollen ihm seine Zeitschriften auch außerhalb seines Verkaufsbezirks abkaufen. Der Leser gewinnt hier Einblicke in das Leben eines Außenseiters, die ihm normalerweise verborgen bleiben. Die Geschichte ist oftmals anrührend, zum Beispiel, als James sein letztes Geld in Medikamente für Bob investiert, aber niemals kitschig oder verklärend. In mir hat das ungewöhnliche Gespann einen weiteren Fan gefunden und ich möchte nun auch die weiteren Bücher um James und Bob lesen, denn auch wenn die beiden am Ende ihrer ersten Geschichte bereits eine gewisse Berühmtheit erlangt haben, so leben sie immer noch auf der Straße und müssen sich ihren Lebensunterhalt hart erarbeiten.

Selbst für Kenner der Bob-Bücher ist die Neuauflage zum Film empfehlenswert, da die Geschichte zwar die gleiche ist, das Buch aber um etliche Szenenfotos aus der Verfilmung erweitert wurde. In den Umschlagklappen kann man zudem auf einem Stadtplan und der U-Bahn-Karte Londons James' und Bobs Wege durch die Stadt verfolgen.

Kommentare:

  1. Huhu,

    schöne Geschichte...die gut endet nach all dem weniger tollen Sachen in James- Lebensgeschichte.

    Das macht glaube ich da Mut und Hoffnung!!

    LG..Karin...

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  2. Huhu,

    einfach mal eine schöne Geschichte mit gutem Ende!!!

    Schönen Mittwoch..LG..Karin...

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