Samstag, 31. Dezember 2016

[REZENSION] Luna und der Katzenbär / Luna und der Katzenbär vertragen sich wieder (Hörbuch)

Redakteur: Yvonne Müller

Titel: Luna und der Katzenbär / ... vertragen sich wieder
Autor: Udo Weigelt
Sprecher: Cathlen Gawlich
Verlag: Random House Audio
Reihe: Luna und der Katzenbär 1 und 2
empfohlenes Lesealter: ab 4 Jahren
Ausführung: ungekürzte Lesung, 47 Minuten, 1 CD




Autor:
Udo Weigelt: wurde 1960 in Hamburg geboren, seit 1998 sind rund 50 Kinderbücher von ihm erschienen, die teilweise in 15 Sprachen übersetzt wurden. Er lebt heute als freier Autor am Bodensee.

Sprecher:
Cathlen Gawlich: ist Schauspielerin und war von 1991 bis 2001 Ensemblemitglied des Deutschen Theaters in Berlin. Als Synchronsprecheirn war sie z. B. Sandy in "Spong Bob" oder Effie Trinket in "Die Tribute von Panem" zu hören.


LUNA UND DER KATZENBÄR / LUNA UND DER KATZENBÄR VERTRAGEN SICH WIEDER

Freitag, 30. Dezember 2016

[REZENSION] Das kann ja heiter werden... (Hörbuch)

Redakteur: Christiane Demuth

Titel: Das kann ja heiter werden...
Autor: Diverse
Sprecher: Diverse
Übersetzer: -/-
Verlag: Audiobuch
Reihe: Die Audiobuch-Humorbox
Ausführung: Lesungen, ca. 435 Minuten, 6 CDs



Autoren:
Andersen, Arnim, Bechstein, Capek, Dostojewski, Grimm, Hoffmann, Keller, Kleist, Morgenstern, Poe, Reventlow, Ringelnatz, Saki, Saphir, Schmitz, Schnitzler, Stinde, Thoma, Tucholsky, Twain, Wilde

Sprecher:
Frank Arnold, Konrad Beikircher, Heikko Deutschmann, Andreas Fröhlich, Hubertus Gertzen, Stefan Kaminski, Walter Kreye, Oliver Rohrbeck, Otto Sander, Andrea Sawatzki, Johannes Steck, Anna Thalbach, Katharina Thalbach, Udo Wachtveitl


DAS KANN JA HEITER WERDEN...

Gelacht wird seit eh und je, Humor ist ein wichtiges Element, egal zu welcher Zeit, egal an welchem Ort, es sollte nur angemessen dargeboten werden.

Mit „Das kann ja heiter werden...“ hat der Audiobuch Verlag eine Humorbox auf den Markt gebracht, die namhafte Autoren wie Sprecher gleichermaßen vereint. Um nur ein paar wenige zu nennen, geben sich von Arthur Schnitzler, über Kurt Tucholsky bis hin zu E.T.A. Hoffmann erfolgreiche Schreiberlinge die Klinke in die Hand. Bei manchen, wie beispielsweise Edgar Allan Poe hätte man einen so feingliedrigen Humor möglicherweise überhaupt nicht erwartet, bringt man ihn doch hauptsächlich mit einem anderen Genre in Verbindung. Es warten gewiss Überraschungen auf den Hörer, der ebenfalls nicht den Fehler begehen sollte zu glauben bloß eingestaubte Geschichten geboten zu bekommen.

Auf insgesamt 6 CDs interpretieren Sprecher wie Konrad Beikircher, Andreas Fröhlich oder Katharina Thalbach (auch hier wieder nur ein minimaler Auszug) die Erzählungen auf ihre ganz eigene Art. Der Hörer ist mittendrin in unglaublichen Ereignissen und urkomischen Situationen, die manches Mal schon so absurd und abwegig klingen, dass sie eigentlich nur wahr sein können.

Die Mischung von subtilem und trockenem Humor ist gelungen und abwechslungsreich, dabei häufig sogar außerordentlich intelligent, macht man sich einmal die Mühe in die Tiefe zu schauen. Doch natürlich soll der Hörer in erster Linie gut unterhalten werden, was hier zweifelsohne geschieht. Die Lachmuskulatur wird ein ums andere Mal erneut strapaziert, dass man sich unweigerlich fragt, warum man dies nicht häufiger mal in den Alltag einbaut. Es scheint einiges leichter zu machen … - aber vielleicht ist das auch einfach nur eine Illusion...

Donnerstag, 29. Dezember 2016

[REZENSION] Seelenlos. Fluch der Rauhnächte

Redakteur: Anette Leister

Titel: Seelenlos. Fluch der Rauhnächte
Autor: Janine Wilk
Verlag: Thienemann
Reihe: -/-
empfohlenes Lesealter: ab 11 Jahren
Ausführung: Hardcover, 368 Seiten



Autor:
Janine Wilk wurde am 07.07.1977 als einziges Kind eines Musikers und einer Malerin in Mühlacker geboren. Schon von Kindesbeinen an war die Literatur sehr wichtig für sie, mit elf Jahren schrieb sie ihre ersten Geschichten. Bis zum Abitur stand jedoch die Musik für sie im Vordergrund: Mit sechs Jahren fing sie an Klavier zu spielen, sie war auf einem musischen Gymnasium, belegte den Musik-Leistungskurs und arbeitete bis 2010 als Klavierlehrerin. Mit Anfang zwanzig wurde das Schreiben jedoch immer wichtiger für sie und sie fing mit der Arbeit an ihrem ersten Buch an. Schon bald folgten die ersten Veröffentlichungen im Bereich Lyrik und Kurzprosa. Zur Zeit lebt Janine Wilk mit ihrem Mann, ihren zwei Kindern, Hund und Katze in der Nähe von Heilbronn.
www.janine-wilk.de


SEELENLOS. FLUCH DER RAUHNÄCHTE

Auf dem Greyfriars Graveyard, einem alten geschichtsträchtigen Friedhof in Edinburgh, finden regelmäßig Geistertouren statt. Hier lebt die dreizehnjährige Lucy zusammen mit ihrem Vater, der Friedhofswärter auf dem Friedhof ist, ihre Mutter ist vor zwei Jahren verschwunden.
Tatsächlich sieht Lucy Geistererscheinungen, die allen anderen verborgen bleiben. Gemeinsam mit ihrer Freundin Amelia versucht sie in dieser Sache zu ermitteln und gerät dabei in höchste Gefahr.

"Seelenlos" ist eine düstere Geistergeschichte, die mit dem Setting in Edinburgh den passenden Hintergrund findet. Ich war bereits in Edinburgh und kenne auch den Greyfriars Graveyard und einige Geschichten, die sich um ihn ranken, und finde Janine Wilk hat mit ihm die heimliche Hauptfigur des Buches geschaffen. Das I-Tüpfelchen wäre ein Glossar gewesen, bei denen bestimmte Begriffe oder Schauplätze in Edinburgh noch näher erklärt worden wären, damit Ortsunkundige sich noch besser "vor Ort" zurecht finden, denn für mich war die Lokation der Hauptsog, der mich an die Geschichte gefesselt hat. Die Protagonisten haben mir zwar auch gut gefallen, aber einige agierende Personen bleiben für mich etwas zu blass. Immerhin findet sich am Ende des Buches noch eine kurze Abhandlung zum Greyfriars Graveyard, in der Janine Wilk erzählt, in wieweit ihr Buch auf Tatsachen beruht und welche Mythen sich um diesen Friedhof ranken.

Gemäß der angesprochenen Zielgruppe ist der Schreibstil der Geschichte sehr flüssig und die Aktionen und Dialoge gerade zwischen Lucy und ihrer Freundin Amelia sind von einem gewissen Witz geprägt, so dass der Spaß neben allem Grusel nicht zu kurz und die Handlung für das junge Lesepublikum nicht zu schaurig daher kommt.

"Seelenlos" ist eine schaurige Gespenstergeschichte, die gerade zum Ende hin mit vielen gruseligen Elementen und einem großen Showdown aufwartet. Daneben kommen aber Dinge wie Freundschaft und Familie nicht zu kurz. Nur die teilweise etwas flachen Charaktere und der stellenweise konstruiert wirkende Handlungsverlauf haben mein Lesevergnügen etwas getrübt.


Weitere erhältliche Ausgaben:

   EBOOK

[REZENSION] Seelenfalle

Redakteur: Christiane Demuth

Titel: Seelenfalle
Autor: Eva Lirot
Übersetzer: -/-
Verlag: -/-
Reihe: Jim Devcon 6
Ausführung: Taschenbuch, 217 Seiten



Autor:
Eva Lirot hat Literaturwissenschaft und Psychologie studiert, lebt mit ihrem Mann in Limburg an der Lahn, spielt ein wenig Klavier, fotografiert gern und ist eine Vielleserin (quer durch die Genres). In ihrer Jugend schrieb sie Songtexte, Büttenreden und kurze Theaterstücke, heute sind es Kurzkrimis und Romane, ebenfalls im Genre Krimi/Thriller.
Eva Lirots Motto beim Schreiben: "Die Phantasie ist die schönste Tochter der Wahrheit, nur etwas lebhafter als die Mama." (Carl Spitteler)
Mehr zur Autorin: www.evalirot.com


SEELENFALLE

Als ihre ehemalige Mitbewohnerin Sibylle spurlos verschwindet, ist sofort klar, dass Tatjana Kartan und Jim Devcon ihre Reisepläne über den Haufen werfen und sich selbst auf die Suche machen. Schon im Vorfeld zeichnet sich ab, dass sie eine Gegend betreten werden müssen, der ihr Ruf mehr als nur voraus eilt. Der „Highway of Tears“ macht seinem Namen alle Ehre, doch Tatjana ist fest entschlossen Sibylle wieder nach Hause zu holen. Hat ihr Fall womöglich sogar mit einer Reihe von Vorkommnissen zu tun, in denen immer wieder Indianermädchen verschwinden?

Sein letzter Fall steckt Jim Devcon noch ordentlich in den Knochen. Nicht nur, dass er sein eigenes Ende schon fast vor Augen hatte, auch hat seine langjährige, treue Sekretärin den Freitod gewählt, nachdem er sie entlassen musste. Dass er diese belastenden Ereignisse psychisch noch nicht zur Gänze verarbeitet hat, erscheint nur allzu verständlich. Doch das Böse schläft nie, ein weiteres Verbrechen fordert seine vollste Konzentration.

Da es sich bei der verschwundenen Person um jemanden handelt, der Tatjana nahe steht beziehungsweise zumindest einmal stand, muss sie immer mal wieder ein wenig gebremst werden. Zu oft möchte sie sich liebend gerne mehr oder minder gedankenlos ins Geschehen stürzen. Gut, dass Jim an ihrer Seite ist und das Tempo auch mal raus nimmt. Allerdings wird dadurch leider auch generell ein wenig Spannung eingespart. Die Auswirkungen sind zwar nicht übertrieben, aber doch spürbar.

Sehr gelungen ist der ständige Perspektivwechsel, wodurch der Leser an mehreren Orten gleichzeitig sein kann und direkt versucht Verbindungen zwischen den dargestellten Ereignissen zu finden. Es stellt sich jedoch schnell heraus, dass dieses Unterfangen schwieriger ist als gedacht. Zwar ergeben sich manche Zusammenhänge auf den ersten Blick, auf wichtig Erklärungen jedoch muss man meist eine gewisse Zeit warten, intuitiv lassen diese sich nicht erkennen.

Dieser Fall erscheint im Gesamten ein wenig ruhiger, dadurch aber nicht weniger aufwühlen. Jim und Tatjana übertreten Grenzen, die sie sich vermutlich selbst zuvor nicht hätten vorstellen können. Eine Erfahrung, die der Leser unweigerlich und unmittelbar nachfühlen kann, ob der bildhaften Darstellungen.


Reiheninfo:
Band 1: Seelenfieber
Band 2: Seelenbruch
Band 3: Seelengruft
Band 4: Seelennot
Band 5: Seelensühne


Weitere erhältliche Ausgaben:

   EBOOK  

Mittwoch, 28. Dezember 2016

[REZENSION] Schiefe Märchen und schräge Geschichten

Redakteur: Anette Leister

Titel: Schiefe Märchen und schräge Geschichten
Autor: Paul Maar
Illustrator: Pana Dalianis
Verlag: Oetinger
Reihe: -/-
empfohlenes Lesealter: ab 6 Jahren
Ausführung: Hardcover, 160 Seiten



Autor:
Paul Maar ist einer der beliebtesten und erfolgreichsten deutschen Kinder- und Jugendbuchautoren. Er wurde 1937 in Schweinfurt geboren, studierte Malerei und Kunstgeschichte und war einige Jahre als Lehrer und Kunsterzieher an einem Gymnasium tätig, bevor er den Sprung wagte, sich als freier Autor und Illustrator ganz auf seine künstlerische Arbeit zu konzentrieren. Sein Werk wurde mit zahlreichen bedeutenden Auszeichnungen gewürdigt, u.a. mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis, dem Friedrich-Rückert-Preis und dem E.T.A.-Hoffmann-Preis. Für seine Verdienste um Kunst und Bildung wurde er vom Bayerischen Staatsministerium geehrt.
Paul Maars Arbeit ist von beeindruckender Vielseitigkeit. Zu seinen bekanntesten Figuren gehören das Wünsche erfüllende SAMS, der zwischen Tier- und Menschenwelt wandelnde Herr Bello und der von orientalischen Abenteuern träumende Lippel, die in Buch und Film Erfolge feiern. In vielen seiner Bücher zeigt sich Paul Maar als virtuoser Wortkünstler, der in Gedichten, Reimen und Rätseln Unerwartetes aus Buchstaben und Begriffen zaubert, so in »Kreuz und Rüben. Kraut und quer. Das große Paul-Maar-Buch«. Ein Klassiker ist sein Bilderbuch »Die Maus, die hat Geburtstag heut«, zum Fürchten für Vierjährige sind »Drei miese, fiese Kerle«, poetisch-satirisch »Als Herr Martin durchsichtig wurde«. In der Erstlesereihe Sonne, Mond und Sterne interessiert Paul Maar Anfänger geschickt für die Kunst des Lesens, u.a. in »Der Buchstabenfresser«. Über seine Arbeit reflektiert der Autor in »Vom Lesen und Schreiben – Reden und Aufsätze zur Kinderliteratur«.


SCHIEFE MÄRCHEN UND SCHRÄGE GESCHICHTEN

In bester Manier seines Buches "In einem tiefen dunklen Wald" verdreht Paul Maar in der Geschichten- und Reimesammlung "Schiefe Märchen und schräge Geschichten" wieder Märchenfiguren und klassische Märchenmotive zu ulkigen Zungenbrechern, verrückten Erzählungen und  witzigen Abzählreimen.

Die Geschichten und Verse wurden farbig illustriert von Pana Dalianis. In seinen Bildern gibt es viele verrückte Details zu entdecken, so dass es dem jüngeren Lesepublikum nicht nur gefällt sich die Geschichten vorlesen zu lassen, sondern sie auch selbst zu entdecken. Ein Grund mehr, warum mir die Mischung aus kurzen Versen und Geschichten und langen Märchenerzählungen besonders zusagt, da die knackig kurzen Reime auch Leseanfänger zum Lesen ermutigen.

Auch wenn allen Beiträgen mehr oder minder Märchenmotive zu Grunde liegen, so könnte die Mischung kaum vielfältiger sein. Einige Geschichten muten halbwegs klassisch an, andere sind sehr modern, in manchen erkennt man bekannte Märchenfiguren, andere wiederum sind ganz frei gesponnen, ohne dass ihnen ein bestimmtes Märchenmotiv zu Grunde liegt.

Paul Maars Humor ist sehr eigen. In manchen Beiträgen bringt er einen Witz ein, der absolut auch den Humornerv von Erwachsenen trifft, ohne dass er dabei das eigentliche Zielpublikum aus den Augen verliert. Diese Kunst macht ein besonders gutes Vorlesebuch aus: mit Maars schiefen Märchen und schrägen Geschichten haben nämlich nicht nur die kleinen Zuhörer, sondern auch die erwachsenen Vorleser Spaß.


Weitere erhältliche Ausgaben:

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HÖRBUCH

[REZENSION] Die Legenden der Alaburg

Redakteur: Kerstin Caywood

Titel: Die Legenden der Alaburg
Autor: Greg Walters
Übersetzer: -/-
Verlag: -/-
Reihe: Die Farbseher Saga 2
Ausführung: Taschenbuch, 362 Seiten



Autor:
Greg Walters ist ein Fantasyautor. (www.gregwalters.de)
Sein Debutroman "Die Geheimnisse der Alaburg" ist gerade erschienen und der Beginn einer vierteiligen Buchreihe. Das Buch hat bereits kurz nach Erscheinen die oberen Plätze der Jugendbuchcharts belegt.
Der zweite Teil der Reihe "Die Legenden der Alaburg" ist fast beendet und wird im Sommer 2016 erscheinen.
Sein Interesse gilt schon seit frühester Kindheit der Fantasy- und Science-Fiction Literatur.
Greg Walters, Jahrgang 1980, arbeitet seit mehr als 10 Jahren als Lehrer mit Kindern und Jugendlichen. Durch diesen täglichen Kontakt und das eigene Interesse an phantastischen Büchern wuchs der Wunsch, selber Geschichten für junge Menschen zu schreiben. Gerade die Themen Freundschaft und die erste Liebe spielen in ihrem Leben eine große Rolle, daher verarbeitet Greg Walters diese Motive immer wieder in seinen Romanen.
Für mehr Infos:
https://www.facebook.com/Alaburg


DIE LEGENDEN DER ALABURG

Leik und seine Freunde kehren nach den Semesterferien zurück zur Alaburg. Dort angekommen stellen sie ihr Können und ihren Ideenreichtum unter Beweis. Als die Sphäre allerdings direkt in einer der ersten Unterrichtsstunden verletzt wird, fällt der Verdacht unmittelbar auf Leik. Doch wer hat dieses unverzeihliche Verbrechen wirklich begangen? War es einer der Magister? Und warum schwören die Orks nicht den geänderten Eid zum Schutze der Magie? Wieso bekommt die Alaburg immer weniger magiebegabte Studenten? Und ist eine Mission in der derzeitigen Situation wirklich eine gute Idee? Denn aufgrund besonderer Leistungen wird Morla (Leiks zwergischer Freund) auf genau eine solche geschickt, als Begleiter wählt er natürlich seine Freunde des weißen Hauses aus und dann überschlagen sich die Ereignisse.

Auch der zweite Teil der Farbenseher Saga um den jungen Magier Leik ist wieder gewohnt stark geschrieben. Greg Walters schafft es seinem Protagonisten und dessen Freunden Tiefe zu verleihen und arbeitet die Charakter wunderbar heraus. Das Buch liest sich leicht und flüssig und hat viel Charme und Witz zu bieten.

Empfehlen würde ich die Reihe an jüngere Leser oder Fans des Fantasygenres.

Ein wirklich schönes Werk, auf dessen Fortsetzung ich mich schon sehr freue.

Reihen-Info:
Die Legenden der Alaburg

Dienstag, 27. Dezember 2016

[REZENSION] Wer erbt, muss auch gießen (Hörbuch)

Redakteur: Christiane Demuth

Titel: Wer erbt, muss auch gießen
Autor: Renate Bergmann
Sprecher: Marie Gruber
Verlag: DAV
Reihe: Renate Bergmann 5
Ausführung: Gekürzte Lesung, ca. 248 Minuten, 3 CDs



Autor:
Renate Bergmann, geb. Strelemann, wohnhaft in Berlin. Trümmerfrau, Reichsbahnerin, Haushaltsprofi und vierfach verwitwet: Seit Anfang 2013 erobert sie Twitter mit ihren absolut treffsicheren An- und Einsichten - und mit diesem Buch jetzt die ganze analoge Welt.

Sprecher:
Marie Gruber, geboren 1955 in Wuppertal, studiert von 1979 bis 1982 Schauspielerei an der Berliner Hochschule für Schauspielkunst "Ernst Busch". Ihr erstes festes Bühnenengagement erhält sie von Frank Castorf, der Gruber ans Theater Anklam holt. Seither hat Gruber zahllose Theaterrollen gespielt und ist unter anderem an renommierten Bühnen wie dem Berliner Friedrichstadtpalast, dem Dresdner Staatsschauspiel und der Berliner Volksbühne aufgetreten.


WER ERBT, MUSS AUCH GIESSEN

Auch wenn sie bereits vier Ehemänner überlebt hat, so weiß auch Renate Bergmann, das ihr Dasein begrenzt ist. Und da man nun einmal Nichts mitnehmen kann, will im Vorfeld gut überlegt sein wie die materiellen Güter aufgeteilt werden sollen und ähnliches. Die Online-Omi regelt was das Zeug hält und ahnt noch nicht, dass in ihrer Hausbank noch eine ganz besondere Überraschung auf sie wartet...

Es gibt Themen über die spricht man gerne, andere sind ein notwendiges Übel und wieder andere würde man am liebsten gänzlich umgehen. Doch hat Renate Bergmann schon recht, wenn sie sagt, dass man sich auch über die unangenehmen Dinge im Leben Gedanken machen muss. Der Tod gehört eindeutig dazu, da fragt man sich, ob es sich überhaupt schickt darüber Scherze zu machen. Denn trotz des ernsthaften Hintergrunds sollte man nun nicht meinen, dass die Online-Omi ihren Humor bereits begraben hat.

Mit gewohnt bissigen Kommentaren teilt Renate Bergmann nicht nur auf, sondern auch aus. Da werden schon Zettelchen ans Geschirr geklebt, damit sich im Nachhinein auch ja nicht der Falsche bedient. Dennoch bleibt die Stimmung ein wenig bedrückt, obwohl sich alle Mühe gegeben wird von der Tragik der Thematik abzulenken. Ob man will oder nicht, zwangsläufig brechen sich Gedanken und Erinnerungen bahn, die man am liebsten gut verschlossen weiß.

Marie Gruber schafft es auch mit Tod und Trauer souverän umzugehen und dem Hörer das Gefühl von Freude und Spaß zu vermitteln, obwohl dies auf den ersten Blick nicht so recht zum Inhalt passen mag. Sie ist nicht einfach nur eine Stimme, sie lebt die Rolle der Online-Omi regelrecht. Umso trauriger, dass dieser vierte Band der für sie letzte Auftritt als Renate Bergmann ist.

„Wer erbt, muss auch gießen“ ist wieder einmal ein besonderer Coup. Auch wenn sich Renates freche Sprüche ab und an wiederholen und man ein klein wenig wehmütig wird, so möchte man die Ausführungen der Online-Omi dennoch nicht missen.


Weitere erhältliche Ausgaben:

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  BUCH    

[REZENSION] Skandinavische Weihnachten


Redakteur: Anette Leister

Titel: Skandinavische Weihnachten
Autor: diverse
Übersetzer: diverse
Verlag: Oetinger
Reihe: -/-
empfohlenes Lesealter: ab 5 Jahren
Ausführung: Hardcover, 224 Seiten





SKANDINAVISCHE WEIHNACHTEN

"Skandinavische Weihnachten" ist ein hochwertiger und wunderschön ausgestatteter Geschichtenschatz für die Weihnachtszeit. In dem großformatigen und großzügig illustierten Hardcoverband mit Leinenrücken versammeln sich die größten skandinavischen Geschichten- und Märchenerzähler mit ihren winterlichen und weihnachtlichen Erzählungen.

Das Buch ist thematisch in die fünf skandinavischen Länder Schweden, Dänemark, Norwegen, Island und Finnland unterteilt. Jede Rubrik beginnt mit der Vorstellung der weihnachtlichen Sitten und Gebräuche des jeweiligen Landes. Es folgen je nach Land drei bis fünf weihnachtliche Geschichten und Märchen, unter denen solche Klassiker wie "Die Heilige Nacht" von Selma Lagerlöf und ""Das kleine Mädchen mit den Schwefelhölzern" von Hans Christian Andersen vertreten sind. Auch auf Astrid Lindgrend Pelle und Sven Nordqvists Weihnachtswichtel sowie Tove Janssons Mumins trifft man in diesem Buch. Die Auswahl lässt die Herzen von kleinen und großen Lesern höhrer schlagen. Die Geschichten sind von verschiedenen Illustratoren mit Bilder untermalt, dies richtet sich ganz nach der bisher erschienenen Ausgabe im Oetinger Verlag.

Im Anschluss an die Geschichten findet man im Buch noch die genauen Quellenangaben zu den enthaltenen Beiträgen, wie Autor, Übersetzer, Illustrator und Erstveröffentlichungsdatum.

Wer sich in der Weihnachtszeit lieber vorlesen lassen möchte, statt selbst zu lesen, kann diesen Geschichtenschatz auch in der Hörbuchversion erwerben.
Und wer nach der oppulenten Sammlung skandinavischer Weihnachtsgeschichten noch nicht genug vom Winter und der Weihnachtszeit hat, findet im Oetinger Verlag weitere Bände mit Geschichten in der gleichen Ausstattung wie den vorliegenden:

Wundersame Weihnachten
Weihnachten mit Astrid Lindgren
Warten auf Weihnachten


Weitere erhältliche Ausgaben:

HÖRBUCH