Sonntag, 31. Januar 2016

[RUND UMS BUCH] Neuzugänge KW4


Anette:
Digby #1, Stephanie Tromly (GW),
Holly Hosenknopf 1: Ein Nilpferd macht das Rennen, Meike Haberstock (GW)
Infernale, Sophie Jordan (RE)
Michael Ende: Gefangen in Phantásien, Birgit Dankert (GW)
So wüst und schön sah ich noch keinen Tag, Elizabeth LaBan (GW)


Christiane:
Düsteres Verlangen, Kenneth Oppel (GK)
Ruby Redfort 02. Kälter als das Meer, Lauren Child (GK)
Harold, Hörbuch, Einzlkind (GK)
Inselgötter, Reinhard Pelte (RE)
Nahtod, J. J. Preyer (RE)
Friesenmilch, Sandra Dünschede (RE)
Immerstill, Roman Klementovic (RE)

[REZENSION] Morgen ist leider auch noch ein Tag

Redakteur: Christiane Demuth

Titel: Morgen ist leider auch noch ein Tag
Autor: Tobi Katze
Übersetzer: -/-
Verlag: rororo
Reihe: -/-
Ausführung: Taschenbuch, 256 Seiten



Autor:
Tobi Katze, geboren 1981, schreibt Kurzgeschichten, Essays, Gedichte und Drehbücher. 2009 schloss er sein Studium der Literatur- und Kulturwissenschaften ab. Seit mehr als zehn Jahren tritt er auf Poetry Slams und Lesebühnen auf. 2007 gewann er den LesArt-Preis der jungen Literatur und 2014 den Bielefelder Kabarettpreis für sein erstes Bühnenprogramm «rocknrollmitbuchstaben». Im Januar 2014 startete er auf stern.de sein Blog «Das Gegenteil von traurig» über Leben und Arbeit mit Depressionen.


MORGEN IST LEIDER AUCH NOCH EIN TAG

Morgens nicht aus dem Bett kommen, einfach keinen Antrieb haben, unliebsame Dinge lieber weit von sich schieben und hoffen, dass sie sich von selbst erledigen, die Wäsche der Einfachheit halber gar nicht erst in den Schrank räumen, man nimmt sie schließlich sowieso bald wieder heraus... das alles können natürlich einfache Beispiele für hoffnungslose Faulheit sein, aber es können auch Anzeichen einer (sich entwickelnden) Depression sein. Entsprechend sollte man nicht unbedingt alles auf die leichte Schulter nehmen oder gar ignorieren, sondern einmal ganz tief in sich hineinhorchen, ob vielleicht etwas aus dem Rhythmus geraten ist. So geschehen bei Tobi Katze, der nicht nur ein Buch zum Thema geschrieben hat, sondern dieses auch mit Humor nimmt, denn es ist nicht alles grau und trostlos.

Es wäre heller beziehungsweise könnte es dort und in mir selbst heller sein, wenn ich es denn schaffte, die Glühbirne im Flurlicht auszutauschen. Das wäre auch mal so 'n Ziel, denke ich. Es müssen ja nicht immer die großen Dinge sein. Eigentlich wäre ich schon froh, heute nicht im Bett zu verhungern. Lampe wäre so das Highlight. Oh Mann. (S. 14f)

Psychische Probleme werden immer noch lieber totgeschwiegen als offen auf den Tisch gebracht, schließlich kann das nicht „normal“ sein, wenn man sich komisch/anders/leer fühlt. Aber was ist eigentlich normal und wer bestimmt das? Eine Frage, die häufig gestellt, aber niemals beantwortet werden kann, zumindest nicht pauschal. So viele Individuen es gibt, so viele Definitionen des Wörtchens „normal“ gibt es, und jeder sollte die Vorstellung der anderen akzeptieren, dann wäre vieles leichter.

Tobi Katze erzählt in „Morgen ist leider auch noch ein Tag“ offen über sein Leben mit der Depression, mit der er sich das ein oder andere Wortgefecht und Zwiegespräch liefert. Man sollte sich jedoch bereits im Vorfeld ein wenig mit dem Krankheitsbild auseinandergesetzt haben, sonst kann es passieren, dass man in ebenjene klischeehaften Denkweisen rutscht, die auch seine Eltern überfallen, als er von der Diagnose berichtet. Schnell ist man geneigt zu sagen, er solle sich nicht so anstellen, morgen sieht alles schon wieder ganz anders aus und ähnliche Plattitüden. Dass es sich bei der Depression allerdings nicht ausschließlich darum dreht ständig traurig zu sein, muss man erst einmal lernen, und akzeptieren.

Mit viel Humor schildert Tobi Katze diverse Erlebnisse, in denen man sich hin und wieder tatsächlich selbst wiederfindet. Manchmal ist es in der Tat erschreckend wieviele Parallelen sich auftun, was zwar nicht direkt bedeutet, dass man sich als „verrückt“ erklären muss/soll/kann, dass man sich aber einmal eingehender mit sich selbst beschäftigt, wird definitiv nicht schaden. Die Ernsthaftigkeit der Thematik wird trotz Ironie und Sarkasmus mehr als deutlich, hin und wieder muss man auch kurzzeitig mit dem Lesen aussetzen, sich ablenken, da die Stimmung droht von einem Besitz zu ergreifen, wodurch man wie in einen schwarzen Abgrund schaut.

Ob Tobi Katze tatsächlich jeden erreicht, vor allem Menschen, die felsenfest an ihrer Meinung festhalten und anderen Erklärungen keine Chance geben, sei dahingestellt, zumindest aber bringt er ein Thema auf den Plan, das bisher in einer solchen Form nicht behandelt wurde. Ganz ohne hochtrabende Fachtermini beschäftigt man sich mit einer Krankheit, die häufiger vorkommt als man glaubt.

Samstag, 30. Januar 2016

[KATZENFUTTER]... was wir uns in den nächsten Wochen in den Futterschüsseln wünschen

Einmal im Monat wollen wir bei unseren Lieblingsgenres und -verlagen unsere Nase hineinstecken, auf welche Bücher wir uns in den kommenden Monaten besonders freuen und welche vielleicht sogar in unser Zuhause mit einziehen, das kann mal mehr mal weniger sein, Kleinverlage, Großverlage, wir wollen uns da nicht festlegen, die großen Wünsche bleiben schließlich auch nicht über Monate oder Jahre die gleichen :)


 Morgan + Bailey 02. Süßer Tod (Höspiel)
erscheint bei Contendo Media
erstöbert von Christiane

Sex in Serie 02. Eiskalte Leidenschaft (Hörspiel)
erscheint bei Contendo Media
 erstöbert von Christiane

Reinhard Pelte Inselgötter
erscheint bei Gmeiner
erstöbert von Christiane

Roman Klementovic Immerstill
erscheint bei Gmeiner
erstöbert von Christiane

Sandra Dünschede Friesenmilch
erscheint bei Gmeiner
erstöbert von Christiane

J. J. Preyer Nahtod
 erscheint bei Gmeiner
erstöbert von Christiane

Sina Beerwald Heringsmord
erscheint bei Emons
erstöbert von Christiane

Timm Milan Kaninchenschmuggel oder wie ich Mehlchen vor dem Verschimmeln rettete
erscheint bei Thienemann
erstöbert von Anette

Sophie Jordan Infernale
erscheint bei Loewe
erstöbert von Anette


Isabel Abedi Die längste Nacht
erscheint bei Arena
erstöbert von Anette

Stephanie Tromly Digby #01
erscheint bei Oetinger
erstöbert von Anette

Elizabeth LeBan So wüst und schön sah ich noch keinen Tag
erscheint bei Loewe
erstöbert von Anette

Helge Weichmann Schandkreuz
erscheint bei Gmeiner
erstöbert von Anette

[REZENSION] Hamish und die Weltenstopper

Redakteur: Anette Leister

Titel: Hamish und die Weltstopper (OT: Hamish and the Worldstoppers)
Autor: Danny Wallace
Illsutrator: Jamie Littler
Übersetzer: Jörn Ingwersen
Verlag: Heyne fliegt
Reihe: Weltstopper 1
empfohlenes Lesealter: ab 10 Jahre
Ausführung: Hardcover, 336 Seiten



Autor:
Danny Wallace, geboren 1976, lebt in einer alten Streichholzfabrik im Londoner East End. Als Journalist schrieb er für den Independent und den Guardian, als Comedy-Produzent, Autor und Moderator ist er im Fernsehen, Radio und Theater präsent. Sein Romandebüt Auf den ersten Blick war ein großer internationaler Erfolg. Hamish und die Weltstopper ist sein erstes Jugendbuch.

Illustrator:
Jamie Littler ist ein bekannter Illustrator, der schon viele Kinderbücher mit seinen liebenswerten Zeichnungen bereichert hat.


HAMISH UND DIE WELTSTOPPER

Die Zeit... einem Kind die Zeit nahezubringen ist eine sehr große Aufgabe: gleich, sofort, 5 Minuten, ich muss noch mit dem Hund raus... Mal ehrlich - das ist doch blasphemisch gegenüber dem genauesten Zeitmesser auf Erden, den Hamish dank des Chromatographen seines Großvaters sein Eigen nennen kann.
Die Zeit soll nun von bösen Weltstopper untergraben werden, die nach und nach alle Erwachsenen auf ihre Seite ziehen, indem sie sie entführen, einer Gehirnwäsche unterziehen und nach und nach wieder in ihre gewohnte Umgebung zurückschicken.
Allein die Kinder haben noch eine Chance den Untergang der Zeit aufzuhalten - eben dank des sekundengenauen Chromatographen - der die Zeit auch dann noch korrekt anzeigt, wenn die ganze Welt den Atem anhält.

Zum Glück bleibt Hamish nicht lange alleine im Kampf gegen fiesen Weltenmonster. Ein ausgefallener und sehr schräger Trupp Jugendlicher hat sich zusammengefunden, um Zerstörungsstrupps aufzustellen, die den Aliens zeigen wollen, das diese die Rechnung ohne sie gemacht haben, dass sie falsch geschnitten sind, wenn sie meinen, sie hätten auf unserem Planet was zu sagen,  aber bis dahin ist noch ein weiter Weg zurückzulegen. Bevor die Situation in Panik umschlägt, werden Erzfeinde erst einmal zum Narren gemacht und der Süßigkeitenladen ausgeraubt. Am Anfang ist es noch richtig cool, die Zeitspannen, wenn die Welt still steht, zum Ausrauben von Süßigkeitenläden zu nutzen oder üble Gegner an der Nase herumzuführen, aber nach einer Weile sehnt man sich nur noch nach Gesellschaft und Regeln. Dabei tickt unaufhörlich die Zeit und keiner weiß, wie lange der zufällig zusammengewürfelte Trupp Kinder den Weltstoppern noch etwas entgegen zu setzen hat, die immer gefährlicher werden.

Ich hoffe sehr auf eine Fortsetzung der Geschichte, da die familiären Sorgen unserer handlungsführenden Kids in diesem Teil viel zu knapp abgehandelt wurden. Ich hatte unheimlich viel Spaß beim Lesen der Geschichte und mit den gelungenen Illustrationen, aber am Ende hingen mir ein paar lose Fäden zu viel herum, die die Geschichte für das Lesepublikum ab 10 Jahren zu einem runden Abenteuer machen, da die Handlung und auch die Bilder teilweise richtig fies und beängstigend sind. Daher folgt hoffentlich zeitnah eine Weitererzählung, die sich mit dem mysteriösen Zettel beschäftigt, den die Kindern am Ende ihres Abenteuers in den Händen halten, mehr über das Verschwinden ihrer Familien preisgibt und die Intention der Weltenstopper, woher genau sie kommen und was sie dazu bewegt, unsere Erde für imer längere Zeitabschnitte anzuhalten.

Mit 10 Jahren habe einige Leser mit über 300 Seiten Lesestoff eine ganze Weile zu kämpfen. Zahlreiche Illustrationen lockern die Geschichte jedoch unheimlich kurzweilig auf, dass man sie kaum zur Seite legen kann und sich die Seiten flott weglesen. Die jugendlich gehaltene Sprache lässt sich zudem leicht verstehen, auch wenn der Autor teilweise Fremdwörter einstreut, die sicher nicht jedem Leser im Kindesalter bekannt sind, deren Bedeutung aber aus dem Kontext hervorgeht.

Fazit:
Das relativ offene Ende kann hoffentlich nur bedeuten, dass es mit Hamish und seinen Freunden im Kampf gegen die Weltstopper weitergehen wird! Als Einzelband hätte ich das Buch ansonsten etwas schwach empfunden, da die Ereignisse sich plötzlich überschlagen und zu viele Fragen offen gelassen werden. Da Text und Illustration für das Lesealter manchmal recht düster sind, ist das für mich ein weiterer Grund, warum ich mir ein weniger offenes Ende gewünscht hätte.

Freitag, 29. Januar 2016

[FILM-REZENSION] Saphirblau

Redakteur: Christiane Demuth

Titel: Saphirblau
Regie: Felix Fuchssteiner / Katharina Schöde
Darsteller: Maria Ehrich, Jannis Niewöhner, Kostja Ullmann, Josefine Preuss u.a.
Studio: Concorde Video
Reihe: Edelstein-Trilogie 2
FSK: ab 6 Jahren
Laufzeit: ca. 111 Minuten



SAPHIRBLAU

Nachdem Gwen und Gideon über mehrere Ecken zueinander gefunden haben, nicht nur, weil das Zeitreisegen sie miteinander verbindet, müssen sie sich einer großen Aufgabe widmen: Die Welt retten. Natürlich begleiten sie mehr oder minder skurrile Helfer und Ratgeber, die teilweise mehr schlecht als recht zu einem guten Gelingen der Missionen beitragen. Doch auf der anderen Seite gibt es noch die Allianz, der Gwens und Gideons Verbindung scheinbar ein gewaltiger Dorn im Auge ist. Ist ihre Liebe stark genug?

Gerade erst haben Gwen und Gideon sich gefunden, da wird ihre Liebe schon auf eine harte Probe gestellt. Mal gemeinsam, mal getrennt, finden sie sich in den verschiedensten Zeiten wieder, die jede auf ihre eigene Weise Überraschungen und Aufgaben bereit hält. Aber nicht nur in der Vergangenheit gibt es Hindernisse zu überwinden, die Gegenwart hält nicht weniger Probleme für das junge Paar bereit.

Zu Beginn gibt es eine kurze Rückblende auf die Ereignisse aus dem ersten Teil „Rubinrot“. Dies ist insofern hilfreich, als dass der Zuschauer sich kurz orientieren kann, manche Information hatte man möglicherweise schon wieder vergessen. Dennoch kann man nicht auf den ersten Blick unterscheiden, bei welchen Charakteren es sich um Freunde und bei welchen es sich um Feinde handelt, was man natürlich auch nicht soll. Wäre es doch zu einfach und vor allem langweilig, könnte man sofort zu Beginn eine Bilanz ziehen.

Gwen, noch immer recht tollpatschig unterwegs, fliegt nahezu von einem Fettnäpfchen ins nächste. Glücklicherweise hat sie treue Begleiter an ihrer Seite, die sie ein ums andere Mal zu retten wissen. Gleichzeitig amüsiert wie auch gebannt verfolgt man die Ereignisse, denn man weiß nie in was für eine Situation sie sich als nächstes manövriert. Trotz ihrer Helfer kann man ebenfalls nie sicher sein, ob Gwen die Erlebnisse mit heiler Haut übersteht.

Figuren wie Geschehen sind authentisch und spannend dargestellt, manches ist mitunter vorhersehbar, anderes wiederum überhaupt nicht. So ergibt sich eine Mischung, die den Zuschauer begeistert und kurzweilig unterhält. Allerdings sollte man Kenntnis des ersten Teils haben, ohne die ein oder andere Hintergrundinformation lassen sich einige Ereignisse kaum bis gar nicht nachvollziehen.


Hinweis
Die Meinung bezieht sich ausschließlich auf die filmische Darstellung und stellt keinen Vergleich zur Buchvorlage an.


Reiheninfo:
Teil 1: Rubinrot

Donnerstag, 28. Januar 2016

[REZENSION] Meine Lieblingspuppe zum Häkeln

Redakteur: Vanessa Gutzeit

Titel: Meine Lieblingspuppe zum Häkeln (OT: Ma poupée au crochet)
Autor: Isabelle Kessejian
Übersetzer: -/-
Verlag: Bassermann Inspiration
Reihe: -/-
Ausführung: Hardcover, 96 Seiten



Autor:
Isabelle Kessedjian lernte als Schulkind von ihrer Großmutter häkeln. Nach einer längeren Phase, in der sie sich der Malerei, Bildhauerei und der Arbeit mit Pappmaché widmete, fand sie wieder zurück zum Häkeln. Inzwischen hat sie mehrere Bücher mit ihren Projekten veröffentlicht und bietet Häkelkurse für Kinder und Erwachsene an. Sie ist als Bloggerin sehr erfolgreich und hat über 280.000 Fans auf Instagram.


MEINE LIEBLINGSPUPPE ZUM HÄKELN

Das Buch „Meine Lieblingspuppe zum Häkeln“ ist aus dem Französischen übersetzt worden. Die Texte sind sehr persönlich formuliert und erschaffen eine Bindung zur Puppe, die man daraufhin unbedingt häkeln möchte.

Das DIN A 4-formatige Buch ist in zwei Teile unterteilt. Die erste Hälfte ist gefüllt mit großen Fotos der Puppen, die in verschiedene Szenen gesetzt wurden und so den Figuren Leben einhauchen. Voller Details, wie gehäkelte Cupcakes für die Konditorin, Minifische und eine Kamera für die Expedition am Nordpol oder der Schulranzen mit eingenähtem Futter.

Im Anschluss findet man mehrere Seiten mit Beschreibungen zum Häkeln, Techniken, Abkürzungen und Garnen. Ebenso gibt es eine Liste mit farbigen Absätzen für jedes der auf den Bildern gezeigten Themen. So kann man perfekt vorbereitet sein Material zusammensuchen und zur passenden Anleitung blättern.

Nur selten befindet sich eine gezeichnete Anleitung. Auch wenn sich durch die Texte erschließen lässt, welchen Teil das Bild näher erklären soll, wäre ein kurzer Hinweis direkt daneben hilfreich.

Ähnliche Kleidungsstücke basieren auf einem Grundmuster, das sich mit ein wenig Abwandlung zu einem anderen Stil verarbeiten lässt. So kann das Kleid zu einem Trägerkleid, einem Stück mit langen Ärmeln oder gar einem Kittel werden.

Die Dauer zur Erstellung einer Puppe mit einem Outfit hängt natürlich von der jeweiligen Fertigkeit ab, ist aber auch für Anfänger gut umzusetzen. So kann man ein einzigartiges Wesen erschaffen und mit etwas Geschick die vorgegebenen Kleidungsstücke erweitern und individualisieren.

Absolut empfehlenswert.

[TTT] Top Ten Thursday #245


Der Top Ten Thursday ist eine wöchentliche Aktion von Steffis Bücherbloggeria.

Das Thema diese Woche lautet:
10 Bücher Flops aus 2015


2015 gab es auf Katze mit Buch keine bzw. wenige Bücher Flops. Keine mit 0 oder 1 Stern, nur 2 Stück, die von der Redaktion mit 2 Sternen bewertet wurden:
Der goldene Ball (Rezension von Sabrina)

Einer meiner Jahresflops, der dennoch mit schwachen 3 Sternen in der Bewertung bedacht wurde:


Das Thema nächste Woche lautet:
10 humorvolle/witzige Bücher

Mittwoch, 27. Januar 2016

[REZENSION] Die Stadt der Schlafwandler

Redakteur: Christiane Demuth

Titel: Die Stadt der Schlafwandler (OT: The Sleepwalker Tonic)
Autor: Jason Segel & Kirsten Miller
Übersetzer: Simone Wiemken
Verlag: Dressler
Reihe: Nightmares! 2
empfohlenes Lesealter: ab 10 Jahren
Ausführung: Hardcover, 384 Seiten



Autor:
Jason Segel hatte früher selbst schreckliche Albträume - genau wie Charlie. Und genau wie Charlie hat er irgendwann begriffen, dass uns unsere Ängste stark machen können, wenn wir uns ihnen stellen. Jason macht viele Sachen gerne, zum Beispiel: schauspielern, schreiben, musizieren oder Zeit mit Freunden verbringen. Wenn er nicht gerade Drehbücher schreibt oder Songs für Filme textet, ist er selbst auf der Leinwand zu sehen oder als Synchronsprecher zu hören. Vielleicht kennst Du ihn aus dem Kinofilm Die Muppets. Deine Eltern kennen ihn bestimmt aus einem seiner anderen Filme. Nightmares! - Die Schrecken der Nacht ist sein erstes Kinderbuch. Er hat es zusammen mit Kirsten Miller geschrieben.

Kirsten Miller wurde 1973 in einer Kleinstadt wie Cyprus Creek geboren und lebt und schreibt heute in Brooklyn, New York. Ihr Jugendroman Nichts ist endlich stand auf Platz 10 der New York Times Bestsellerliste. "Nightmares!" ist das erste gemeinsame Projekt von Kirsten Miller und Jason Segel.


DIE STADT DER SCHLAFWANDLER

Nachdem Charlie sich seinem größten Albtraum gestellt hatte, geht es Knall auf Fall weiter, an Ausruhen ist nicht zu denken. Ganz Orville Falls, das Nachbarstädtchen von Cypress Creek, in dem Charlie wohnt, scheint von Albträumen geplagt. Kein Wunder, dass die Bewohner sofort begeistert sind als ein neuer Laden eröffnet, der ausschließlich ein einziges Elixier verkauft, nämlich eines, das gegen Albträume helfen soll. Charlie und seine Freunde sind schon bald überzeugt davon, dass irgendetwas nicht mit rechten Dingen zugeht, die Menschen aus Orville Falls gleichen immer mehr Schlafwandlern, die durch die Stadt geistern. Sie müssen einen Weg finden, das Treiben zu stoppen, denn sonst ist nicht nur die wache Welt in Gefahr...

Charlie stieß Alfie an. „Guck mal. Was hältst du von dem Typen?“
Alfie rückte seine schwarze Hornbrille zurecht und betrachtete den Mann auf der anderen Straßenseite. „Hmm. Mal sehen. Steife Arme und Beine. Schlurfender Gang. Erschreckend ungepflegtes Äußeres. Und ein ziemlich schmerzhaft aussehender Knick im Hals. Wenn man das alles zusammennimmt, würde ich vermuten, dass es sich um einen lebenden Toten handelt.“ (S. 14)

Mit „Die Stadt der Schlafwandler“ legen HIMYM-Star Jason Segel und Kirsten Miller den zweiten Band der „Nightmares“-Trilogie vor, der sich in keinster Weise hinter seinem Vorgänger verstecken muss. Nachdem Charlie einige Schrecken in der Anderwelt, dem Reich der Albträume, überwinden musste, scheint nun eine Bedrohung der anderen Art die Wirklichkeit heimzusuchen.

Es gibt wohl niemanden, der behaupten würde, Albträume seien nicht schlimm. Doch wie weit würde man tatsächlich gehen, wenn sie einem Nacht für Nacht den Schlaf rauben? Würde man, ähnlich wie die Bewohner in Orville Falls, bereitwillig zu einem Mittel greifen, dass verspricht, gegen die Albträume zu helfen? Spätestens, nachdem man sieht was den Menschen widerfährt, würde man wohl doch eher Abstand nehmen von einem Elixier, dessen Zusammensetzung und Wirkweise weder bekannt noch belegt sind.

„Die neuen Besitzer scheinen sammelwütig zu sein“, scherzte Alfie halbherzig.
Das war eine mögliche Erklärung. Aber es gab noch andere, und eine von ihnen war so beängstigend, dass Charlie am liebsten gar nicht darüber nachdenken wollte. Wie es aussah, wurden hier Vorräte angelegt. Das Haus auf dem Berg war offenbar das Hauptquartier einer gewaltigen Operation. (S. 166)

Gemeinsam mit Charlie und seinen Freunden begibt man sich auf die Suche nach dem Auslöser allen Übels. Denn schnell wird deutlich, dass die Taten in der realen Welt ebenfalls Auswirkungen auf das Traumreich sowie die Anderwelt haben, und zwar solche, die mehr als nur besorgniserregend erscheinen. Es ist nur eine Frage der Zeit bis alles zusammenbricht, weshalb es umso wichtiger ist ein Heilmittel zu finden, das nicht nur die Bewohner von Orville Falls kurieren kann. Mit der Zeit zeichnet sich der Hintergrund der Geschehnisse immer deutlicher ab, doch eine Lösung hat man dadurch noch lange nicht parat. Zahlreiche Faktoren müssen bedacht werden, damit das Projekt nicht auf den letzten Metern doch noch scheitert. Bis zum Schluss ist somit alles offen.

Und gerade dieser hat es noch einmal so richtig in sich. Nachdem man eine emotionale Achterbahn durchlaufen hat, die an Spannung kaum noch zu überbieten ist, sollte man sich dennoch nicht zu sicher ob des Ausgangs sein. Noch immer ist alles möglich und das Ende zeigt deutlich, dass vermutlich erst der dritte Teil einen endgültigen Abschluss darstellt.


Reiheninfo:
Band 1: Die Schrecken der Nacht