Donnerstag, 29. Dezember 2016

[REZENSION] Seelenfalle

Redakteur: Christiane Demuth

Titel: Seelenfalle
Autor: Eva Lirot
Übersetzer: -/-
Verlag: -/-
Reihe: Jim Devcon 6
Ausführung: Taschenbuch, 217 Seiten



Autor:
Eva Lirot hat Literaturwissenschaft und Psychologie studiert, lebt mit ihrem Mann in Limburg an der Lahn, spielt ein wenig Klavier, fotografiert gern und ist eine Vielleserin (quer durch die Genres). In ihrer Jugend schrieb sie Songtexte, Büttenreden und kurze Theaterstücke, heute sind es Kurzkrimis und Romane, ebenfalls im Genre Krimi/Thriller.
Eva Lirots Motto beim Schreiben: "Die Phantasie ist die schönste Tochter der Wahrheit, nur etwas lebhafter als die Mama." (Carl Spitteler)
Mehr zur Autorin: www.evalirot.com


SEELENFALLE

Als ihre ehemalige Mitbewohnerin Sibylle spurlos verschwindet, ist sofort klar, dass Tatjana Kartan und Jim Devcon ihre Reisepläne über den Haufen werfen und sich selbst auf die Suche machen. Schon im Vorfeld zeichnet sich ab, dass sie eine Gegend betreten werden müssen, der ihr Ruf mehr als nur voraus eilt. Der „Highway of Tears“ macht seinem Namen alle Ehre, doch Tatjana ist fest entschlossen Sibylle wieder nach Hause zu holen. Hat ihr Fall womöglich sogar mit einer Reihe von Vorkommnissen zu tun, in denen immer wieder Indianermädchen verschwinden?

Sein letzter Fall steckt Jim Devcon noch ordentlich in den Knochen. Nicht nur, dass er sein eigenes Ende schon fast vor Augen hatte, auch hat seine langjährige, treue Sekretärin den Freitod gewählt, nachdem er sie entlassen musste. Dass er diese belastenden Ereignisse psychisch noch nicht zur Gänze verarbeitet hat, erscheint nur allzu verständlich. Doch das Böse schläft nie, ein weiteres Verbrechen fordert seine vollste Konzentration.

Da es sich bei der verschwundenen Person um jemanden handelt, der Tatjana nahe steht beziehungsweise zumindest einmal stand, muss sie immer mal wieder ein wenig gebremst werden. Zu oft möchte sie sich liebend gerne mehr oder minder gedankenlos ins Geschehen stürzen. Gut, dass Jim an ihrer Seite ist und das Tempo auch mal raus nimmt. Allerdings wird dadurch leider auch generell ein wenig Spannung eingespart. Die Auswirkungen sind zwar nicht übertrieben, aber doch spürbar.

Sehr gelungen ist der ständige Perspektivwechsel, wodurch der Leser an mehreren Orten gleichzeitig sein kann und direkt versucht Verbindungen zwischen den dargestellten Ereignissen zu finden. Es stellt sich jedoch schnell heraus, dass dieses Unterfangen schwieriger ist als gedacht. Zwar ergeben sich manche Zusammenhänge auf den ersten Blick, auf wichtig Erklärungen jedoch muss man meist eine gewisse Zeit warten, intuitiv lassen diese sich nicht erkennen.

Dieser Fall erscheint im Gesamten ein wenig ruhiger, dadurch aber nicht weniger aufwühlen. Jim und Tatjana übertreten Grenzen, die sie sich vermutlich selbst zuvor nicht hätten vorstellen können. Eine Erfahrung, die der Leser unweigerlich und unmittelbar nachfühlen kann, ob der bildhaften Darstellungen.


Reiheninfo:
Band 1: Seelenfieber
Band 2: Seelenbruch
Band 3: Seelengruft
Band 4: Seelennot
Band 5: Seelensühne


Weitere erhältliche Ausgaben:

   EBOOK  

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