Freitag, 18. November 2016

[REZENSION] Schelmereien (Hörbuch)

Redakteur: Christiane Demuth

Titel: Schelmereien
Autor/Sprecher: Heinz Erhardt
Übersetzer: -/-
Verlag: Audiobuch
Reihe: -/-
Ausführung: Live-Mitschnitte und Interviews, ca. 57 Minuten, 1 CD



Autor/Sprecher:
Heinz Erhardt wurde 1909 in Riga (Lettland) geboren. Der Sohn eines deutsch-baltischen Kapellmeisters verbrachte hier seine Kindheit und kam 1919 mit seinem Vater nach Deutschland, wo er bis 1924 eine deutsche Schule in Hannover besuchte. Er heiratete 1935 und wurde 1938 durch Willy Schaeffers beim Kabarett der Komiker aufgenommen. Im Zweiten Weltkrieg wurde Erhardt einberufen und nach zweimaliger Ausmusterung (Erhardt war Nichtschwimmer und Brillenträger) bei der Marine in Stralsund als Orchesterpianist verpflichtet. Nach Kriegsende zog er nach Hamburg um und erhielt eine Anstellung als Radiomoderator der Sendung "So was Dummes" im NWDR. Sein Durchbruch gelang ihm mit dem Theaterstück "Lieber reich, aber glücklich" sowie mit der Hauptrolle im Film "Der müde Theodor" (1956). Er veröffentlichte zahlreiche Gedicht-, Reim- und Sketchbände und wirkte in über 35 Filmen mit. 1971 erlitt Erhardt einen Schlaganfall und zog sich ins Privatleben zurück. Er starb 1979 in Hamburg.


SCHELMEREIEN

Wer kennt ihn nicht? Heinz Erhardt ist und bleibt unvergessen, und das vollkommen zeitlos, sämtliche Generationen erfreuen sich, damals wie heute, an seinen Liedern, Sketchen und kuriosen Wortspielen. Immer einen kessen Spruch auf den Lippen, so wird der Komiker in Erinnerung bleiben, dabei sollte und darf man aber auch nie den Menschen dahinter übersehen. Ob in seinen Filmen, auf der Bühne vor Publikum oder im Interview, zumindest wenn man sich für Comedy interessiert, wird man früher oder später mit Heinz Erhard in Berührung kommen.

„Schelmereien“ aus dem Audiobuch Verlag versammelt Live-Mitschnitte und Interviews aus Sendungen des NDR und RBB wie beispielsweise „Lachen mit Heinz Erhardt“ oder Interviews aus den Jahren 1958 beziehungsweise 1963.

Natürlich ist dem geneigten Hörer, sofern dies nicht seine erste Begegnung mit dem Urgestein ist, das meiste bekannt. Songs wie „Fräulein Mabel“ und „Abschiedslied“ gehen nicht nur sofort ins Ohr, sondern lassen sich auch vortrefflich mitsingen. Der „G-Sketch“ oder „König Erl“ sind Klassiker, die auch nach dem x-ten Hören nicht langweilig werden, sondern dem Hörer noch immer ein herzhaftes Lachen entlocken.

Mit seiner einzigartigen Art schafft es Erhardt, die Massen zu begeistern und für sich einzunehmen, schon alleine aus dem Grund, dass er nie unnahbar erschien. Dies spiegelt sich auch in den Ausschnitten der Interviews wider, die dem Hörer den Komiker noch ein wenig näher bringen.

Ob mit oder ohne musikalische Untermalung, gereimt oder nicht, diese Sammlung vereint Werke aus Heinz Erhardts Feder, die legendär sind und bleiben werden. Einfach eine zeitlang abschalten, kuriosen Texten und Klängen lauschen, alleine dafür lohnt sich diese CD. Die 47 Tracks sind viel zu schnell vorbei, nur gut, dass man sie sogleich von Neuem starten kann.

1 Kommentar:

  1. Huhu,

    Heinz Erhard fand ich immer in seinen Filmen so drollig....der letzte Radfahrer mal so als Beispiel.....

    LG..Karin...

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Hallo ihr Lieben,
schön, dass ihr uns in der Lies-und-Lausch-WG besucht. Wir freuen uns über jeden Kommentar von Euch :)
Viele Grüße die Katze mit Buch und ihre Mitbewohner