Dienstag, 15. November 2016

[REZENSION] Leons Erbe

Redakteur: Christiane Demuth

Titel: Leons Erbe
Autor: Michael Theißen
Übersetzer: -/-
Verlag: Bastei Entertainment
Reihe: Hochspannung 18
Ausführung: eBook, 300 Seiten



Autor:
Michael Theißen, Jahrgang 1986, lebt zehn Fahrminuten von Mönchengladbach entfernt und absolvierte vor Kurzem ein Studium der Sozialwissenschaften in Köln. Seine Leidenschaft ist das Lesen und Schreiben von Psychothrillern. Seine Lieblingsserie im Fernsehen, The Big Bang Theory, ist sein Kontrastprogramm, wenn er von Mördern und Geheimnissen eine Pause braucht. In seiner Freizeit ist er außerdem als Handballschiedsrichter aktiv.


LEONS ERBE

Katja muss nicht nur verkraften, dass ihre Schwester seit einem halben Jahr spurlos verschwunden ist, nun schlägt das Schicksal nochmals mit aller Härte zu als ihr Sohn Leon bei einem Autounfall ums Leben kommt. Obwohl sie jeden erdenklichen Halt benötigt, scheint die Kluft zwischen ihr und ihrem Mann immer tiefer zu werden. Katja ist verzweifelt. Doch dann erhält sie einen seltsamen Anruf, der alles verändert. Ein ihr unbekannter Notar behauptet eine Kiste von Leon erhalten zu haben, die er Katja nach Leons Tod überreichen soll. Als sie das Paket öffnet, traut sie ihren Augen kaum, denn es wird immer mysteriöser...

Das eigene Kind, oder überhaupt ein Familienmitglied / eine nahestehende Person, zu verlieren, löst eine Menge an Empfindungen aus. In erster Linie vermutlich Trauer, doch auch andere Emotionen brechen immer wieder durch, so dass man nur hoffen kann in solchen Zeiten nicht allein dazustehen. Katja benötigt eine Konstante, einen Halt, der ihr, wie es scheint, nicht gegeben werden kann. Ob dies nun bewusst geschieht oder ob sie gar selbst an ihrer Situation arbeiten muss, sei dahingestellt. Fakt ist jedoch, dass somit schnell deutlich wird, dass hier einiges im Argen liegt und es sicherlich nicht nur ein Geheimnis zu lüften gilt. Die Frage ist allerdings, ob dies wirklich die erhoffte wie gewünschte Befreiung bringt.

Zahlreiche Theorien beginnen sich im Kopf des Lesers zu materialisieren. Sowohl zu Leons Unfall als auch zum Verschwinden von Katjas Schwester, sogar zu möglichen Verbindungen zwischen den beiden Ereignissen. Bald aber schon muss man sich eingestehen, dass einige notwendige Informationen fehlen, die noch gesammelt werden müssen. Entsprechend übt man sich in Geduld und begleitet Katja auf ihrem Weg, in der Hoffnung, ihre Nachforschungen mögen schnell Früchte tragen.

Der Autor weiß gekonnt Spannung aufzubauen. Auch wenn man zuweilen über zu viele Zufälle stolpert oder Situationen für zu konstruiert erachtet, bleibt doch Neugierde auf die Auflösung. Inzwischen sind noch einige Möglichkeiten hinzu gekommen, von denen sich nur die wenigsten konkret ausschließen lassen. Somit ist man mehr als gespannt darauf welches Finale nun zu erwarten ist.


BUCH

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