Donnerstag, 1. September 2016

[REZENSION] Hanni und Nanni in geheimer Mission (Hörspiel)

Redakteur: Christiane Demuth

Titel: Hanni und Nanni in geheimer Mission
Autor: Enid Blyton
Sprecher: Erzähler: Lutz Mackensy
Übersetzer: -/-
Verlag: Europa
Reihe: Hanni und Nanni 51
empfohlenes Lesealter: ab 6 Jahren
Ausführung: Hörspiel, ca. 51 Minuten, 1 CD



Autor:
Enid Blyton, 1897 in London geboren, begann im Alter von 14 Jahren, Gedichte zu schreiben. Bis zu ihrem Tod im Jahre 1968 verfasste sie über 700 Bücher und mehr als 10.000 Kurzgeschichten, die in über 40 Sprachen übersetzt wurden. Bis heute gehört Enid Blyton zu den meistgelesenen Kinderbuchautoren der Welt und mit den »Fünf Freunden« hat sie die bekanntesten Helden aller Zeiten geschaffen.

Sprecher:
Lutz Mackensy, Regine Lamster, Manuela Dahm, Astrid Eggers, Susanne Wulkow, Reinhilt Schneider, Barbara Schipper, Merete Brettschneider, Theresa Underberg, Tobias Diakow, Johannes Semm, Till Huster, Wolf Frass


HANNI UND NANNI IN GEHEIMER MISSION

Hanni und Nanni sind begeistert, ihre Freundin Carlotta hat ihnen fünf Freikarten für den Zirkus, mit dem sie auftritt und reist, zukommen lassen. Vor Begeisterung sind die Mädchen kaum noch zu halten und machen bereits Pläne, wer an dem Abend mitgehen darf und wer die Spätheimkehrer schließlich wieder ungesehen ins Internat lässt. Allerdings geht es im Zirkus gar nicht so harmonisch zu, wie die Freundinnen es sich vorgestellt hatten. Einer der Artisten scheint ein perfides Spiel zu spielen, seltsame Dinge geschehen und auch vor der Gesundheit anderer macht er nicht Halt. Klare Sache für die Lindenhofmädchen, dass sie sich auf die Spur des Übeltäters begeben, damit nicht noch jemand in Gefahr gerät...

Wenn Freunde ihre Hilfe brauchen, denken Hanni und Nanni gar nicht erst nach, sie handeln sofort. Und genau so sollte es in einer Freundschaft auch sein, dass man sich immer auf den anderen verlassen kann, im Idealfall natürlich, ohne dabei sich selbst oder andere in Gefahr zu bringen. Immer wieder schön zu sehen, dass dieser Aspekt in jeder weiteren Folge der Zwillinge aufgegriffen wird und sie ihrer Linie immer treu bleiben.

Es geht in den Zirkus, in dem die Attraktionen schnell in den Hintergrund rücken, als klar wird, dass ein skrupelloser Verbrecher sein Unwesen treibt. Man möchte fast schon sagen, es ist jemand am Werk, der über Leichen geht, und dieser muss natürlich schnellstmöglich gestoppt werden. Recht zeitnah ergeben sich erste Hinweise auf den möglichen Täter und sein Motiv, doch eine tatsächlich einheitliche Richtung scheinen die Mädchen nicht zu verfolgen, zu häufig lassen sie sich aus der Fassung bringen, sobald ein neues Indiz auftaucht, welches in eine andere Richtung zeigt.

Im Gegensatz dazu selektiert der Hörer von Anfang an diverse Aussagen. Zwar kann man deren Wahrheitsgehalt natürlich nicht überprüfen, dennoch gibt es Anhaltspunkte, die es möglich machen mehr oder eben weniger erfolgversprechende Spuren auszusortieren. Dadurch erhält man recht schnell einen Überblick der Gesamtsituation, die mit jeder Sekunde klarer wird. Entsprechend wird der Spannungsgehalt gemindert, obwohl man normalerweise einiges mehr von den Mädchen gewohnt ist.

„Hanni und Nanni in geheimer Mission“ ist eine der schwächeren Folgen der Zwillinge und der anderen Lindenhofmädchen, sie erscheinen dieses Mal ein wenig zu orientierungslos und unüberlegt zu handeln. Ob dies einzig der fremden Umgebung geschuldet ist, darüber lässt sich nur spekulieren und gleichzeitig hoffen, dass es mit der nächsten Folge wieder bergauf geht.

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