Montag, 22. August 2016

[REZENSION] Niederbayerische Göttinnen

Redakteur: Christiane Demuth

Titel: Niederbayerische Göttinnen
Autor: Ingrid Werner
Übersetzer: -/-
Verlag: Emons
Reihe: Karin Schneider 4
Ausführung: Taschenbuch, 256 Seiten



Autor:
Ingrid Werner wurde 1964 in München geboren. Nach Abitur und Banklehre studierte sie in München und Erlangen Jura. Im Anschluss daran arbeitete sie bei der Landeshauptstadt München als Verwaltungsjuristin. Nach der Geburt ihrer drei Kinder und dem Umzug nach Niederbayern ist sie als Heilpraktikerin und Entspannungspädagogin in eigener Praxis tätig. Daneben stellt sie als freischaffende Malerin in der Region ihre Werke aus und veranstaltet regelmäßig Workshops in Meditativem Malen. Sie lebt mit ihrer Familie im Rottal.
Mehr zur Autorin: www.werner-ingrid.de


NIEDERBAYERISCHE GÖTTINNEN

Karin Schneider wollte sich eigentlich aus jeglicher Verbrecherjagd heraushalten, mit ihren letzten Aktionen hatte sie schon genug Menschen in Gefahr gebracht. Doch dann findet ausgerechnet sie zwei Leichen, zunächst eine, die bereits seit 50 Jahren unter der Erde liegt und deren Schicksal bis heute nicht bekannt war. Einige Zeit später eine deutlich frischere, der Mann wurde erstochen. Und schon ist Karin wieder mittendrin, denn sogleich dämmert ihr, dass die beiden Fälle möglicherweise zusammenhängen, der Schnittpunkt ist jedoch alles andere als deutlich. Während ihrer Ermittlungen, die sie nun doch nicht lassen kann, stößt sie auf Geheimnisse, die nie ans Tageslicht hätten kommen sollen...

Um nach außen hin locker zu wirken, zucke ich mit den Schultern. „Mei, was kann ich dafür? Es ist auch nicht wirklich eine Leiche, also im engeren Sinn, sondern ein Skelett, und ich hab nicht die mindeste Verbindung dazu, geschweige denn den Impuls, mich da einzumischen. Es geht mich rein gar nichts an.“ (S. 31)

In ihrem vierten Fall stößt Karin Schneider nicht nur auf irdische Leichen, sondern auch auf keltische Bräuche, die Mensch und Tier gleichermaßen verwirren. Obwohl sie wahrhaftig versucht der Polizei die Arbeit zu überlassen, ist der Drang schlussendlich doch zu groß, Karin muss eigene Nachforschungen anstellen. Man müsste lügen, würde man sagen, man hätte es anders erwartet. Generell ist es nicht schlecht, Karin und ihren Eigenschaften bereits einmal oder mehrfach begegnet zu sein. Zwar werden wichtige Ereignisse aus vergangenen Bänden kurz aufgegriffen, manche Zusammenhänge erschließen sich allerdings erst, wenn eigene Vorkenntnisse vorhanden sind.

Das Keltentum wird geschickt verwoben mit einem spannenden Kriminalfall, der, je weiter die Ermittlungen voranschreiten, immer mehr Fragen aufwirft. Dutzende Motive und dazugehörige Tatverdächtige drängen geradezu darauf sich im Vordergrund zu positionieren. Somit entwickelt sich das Geschehen zu einem Geflecht aus Verwirrung und Verunsicherung. Wem ist noch zu trauen und wer spielt ein falsches oder gar doppeltes Spiel? Gleichzeitig werden auch die zwischenmenschlichen Verbindungen immer verworrener, ein Stammbaum ist hier sicherlich hilfreich. (Anm.: Auf der Homepage der Autorin ist ein solcher zu finden.) Manches Mal mögen Handlungen zu extrem, Verzweigungen zu zufällig erscheinen, doch im Nachhinein ergibt vieles einen Sinn, den man zuvor nicht gesehen hat.

Zwangsläufig versucht der Leser im Verlauf des Geschehens ebenfalls zu kombinieren und rekonstruieren. Auch gibt es diverse Indizien, die zweifelsohne bestimmte Rückschlüsse zulassen, und doch fehlt der letzte konkrete Beweis. So bleibt nur, auszuharren und auf Hinweise zu hoffen, die die eigene Theorie stützen. Dabei wird man jedoch so einige Male ins Wanken geraten. Aber so oder so, hoffentlich war dies noch lange nicht Karins letzter Fall.


Reiheninfo:
Band 1: Niederbayerische Affären
Band 2: Unguad
Band 3: Karpfhamer Katz


Weitere erhältliche Ausgaben:

   EBOOK  

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