Mittwoch, 27. Juli 2016

[REZENSION] Mein Sommer mit Holly

Redakteur: Anette Leister

Titel: Mein Sommer mit Holly
Autor: Stephanie Polák
Verlag: ArsEdition
Reihe: -/-
Ausführung: Klappenbroschur, 176 Seiten



Autor:
Stephanie Polák lebt mit ihrem Mann, ihren zwei Kindern und einer uralten Katze in Berlin. Sie arbeitete viele Jahre bei Film und Fernsehen, unter anderem als Musikredakteurin bei MTV und in der Produktion von internationalen Kinofilmen im Studio Babelsberg. Irgendwann begann sie, ihre eigenen Geschichten zu erfinden. Etwas anderes möchte sie nie wieder tun.


MEIN SOMMER MIT HOLLY

Jeden Sommer verbringt Sophie einen Teil ihrer Ferien bei ihren Großeltern auf dem Land. Doch dieses Jahr steht das kleine Dorf Oldenkirch Kopf: in das Nachbarhaus von Sophies Großeltern ist die international erfolgreiche Schauspielerin Dana van Norden eingezogen, ihr aktueller Film wird vor Ort gedreht und neben haufenweise Gepäck und Angestellten hat auch Danas Tochter Holly Einzug gehalten. Sophie stellt sich Holly vor, aber zunächst sieht es nicht danach aus, als ob das Mädchen aus dem reichen Künstlerhaushalt Interesse daran hat mit Sophie Freundschaft zu schließen. Doch nach und nach bröckelt die Fassade von Holly und man erkennt, dass hinter den schicken Klamotten jemand steckt, der nicht viel anders tickt als Teenager, die in einer normalen Familie aufwachsen. Und nach und nach erkennen sowohl Sophie als auch Holly, dass es nicht unbedingt wünschenswert ist mit berühmten Eltern und viel Geld groß zu werden. Doch bis zu dieser Erkenntnis muss nicht nur Holly viel dazu lernen, sondern auch Sophie, denn lange ist sie der Meinung, dass sie einige ihrer Interessen vor Holly verbergen muss, da diese ihr zu kleinkariert erscheinen könnten. Das führt zu einigem Ärger und Enttäuschung auf Seiten ihrer Großeltern, denn diese freuen sich wie jedes Jahr auf das Heuballenfest der kleinen Gemeinde, welches in diesem Jahr auf der Kippe steht wegen den Dreharbeiten zu Dana van Nordens neuem Film. Ob sich die beiden ungleichen Mädchen sowie die eingesessene Dorfgemeinschaft und die Filmleute zusammenraufen können?

"Mein Sommer mit Holly" ist ein lockerleichter Lesespaß, der dennoch tiefgründige Themen zu bieten hat. So muss Sophie durch ihrer Freundschaft mit Holly lernen, dass man sich selbst treu bleiben und zu seinen Interessen stehen muss, auch wenn Freunde diese nicht immer teilen. Sie muss lernen Kompromisse zu schließen, um die Freundschaft zu Holly zu vertiefen, aber anderseits ihre Großeltern nicht zu enttäuschen. Es ist nicht immer einfach - und manchmal sogar völlig unmöglich  - es jedem Recht zu machen, wichtig ist es mit seinen Freunden zu reden, denn unter wahren Freunden oder innerhalb der Familie herrscht viel mehr Verständnis als man manchmal denkt. Auch Holly erlangt zu einigen Erkenntnissen: unter den Filmleuten herrscht teilweise eine sehr oberflächliche Atmosphäre, richtige Familie lernt sie zum ersten Mal bei Sophies Großeltern kennen.

Für beide Mädchen entwickelt sich dieser Sommer zu den besten Ferien aller Zeiten, eine großartige Mischung aus alten und neuen Erfahrungen und Erlebnissen, bei denen der Leser richtiges Summerfeeling bekommt! Die sonnigorangene Gestaltung der Klappenbroschur und die Blütenornamente zu Anfang jeden Kapitels krönen diesen Sommerlesegenuss noch gestaltungstechnisch.
Wer sich ein bisschen Sonne in den Lesesessel oder den Liegestuhl holen möchte und zudem interessante, nette und manchmal etwas schräge Charaktere kennenlernen will, findet in "Mein Sommer mit Holly" den richtigen Lesestoff. Das Ende ist abgeschlossen, wobei ich es schön finden würde, wenn man Sophie und Holly irgendwann einen weiteren Sommer begleiten könnte.


Weitere erhältliche Ausgaben:

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