Montag, 25. Juli 2016

[REZENSION] In einer Sommernacht wie dieser

Redakteur: Christiane Demuth

Titel: In einer Sommernacht wie dieser
Autor: Tanja Heitmann
Übersetzer: -/-
Verlag: Oetinger
Reihe: -/-
empfohlenes Lesealter: ab 14 Jahren
Ausführung: Hardcover, 368 Seiten



Autor:
Tanja Heitmann wurde 1975 in Hannover geboren. Sie arbeitet in einer Literaturagentur und lebt mit ihrer Familie auf dem Land. Ihr Debütroman "Morgenrot" war ein sensationeller Erfolg und stand monatelang auf den Bestsellerlisten.


IN EINER SOMMERNACHT WIE DIESER

Obwohl das Sommerhaus ihres Vaters in Teilen noch einer Baustelle gleicht, hat die 17-jährige Leo vor, ihre Ferien dort zu verbringen, auch wenn sie schon im Vorfeld ahnt, dass ihr Vater nicht annähernd soviel Zeit für sie haben wird wie angekündigt. Bei ihrer Ankunft trifft sie auf Alexei, der dem Gärtner zur Hand geht und Leo sogleich fasziniert, trotz seiner dunklen Aura, die leicht beängstigend wirken kann. Während Leo noch dabei ist die Umgebung und die Menschen, allen voran Alexei, zu erkunden und ergründen, geschieht ein Mord, der das Gleichgewicht gehörig ins Schwanken bringt. Wem ist jetzt noch zu trauen und wer kann eine solch brutale Tat begangen haben?

Dass Alexei ein Geheimnis birgt, wird nicht nur Leo schnell klar. Auch der Leser ist sich angesichts seiner häufigen Stimmungswechsel nicht sicher was von ihm zu halten ist. Gleichzeitig spürt man, auch auf Grund eingeschobener Rückblicke im Buch, dass ein traumatisches Erlebnis sein Dasein überschattet, welches er am liebsten ganz weit von sich schieben würde. Nichtsdestotrotz lässt er niemanden nahe genug an sich ran, um jegliches Misstrauen zu verscheuchen. Ähnlich geht es dem Leser aber auch bei den anderen Protagonisten. Außer Leo scheinen alle etwas für sich behalten zu wollen, wodurch die Glaubwürdigkeit nicht unbedingt erhöht wird. Andererseits steht so aber auch jeder im Fokus die schreckliche Tat begangen zu haben. Motive und Verdächtige gibt es zuhauf, auch wenn sich die Ermittler schon auf einen ganz bestimmten Täter eingeschossen haben.

Neben der erwarteten Spannung, die sich im Großen und Ganzen auf einem ordentlichen Niveau bewegt, knistert es gewaltig, was durchaus vorhersehbar und im Vorfeld angekündigt war. Ein wenig klischeehaft gestaltet sich die Annäherung zwischen den beiden Hauptprotagonisten, so dass das Auf und Ab der Gefühle leider keine großartigen Überraschungen mehr bereit halten kann. So bleibt nur die Hoffnung, dass es anderweitig noch die ein oder andere Wendung gibt, mit der nicht von Anfang an gerechnet werden konnte.

Und hier tut sich tatsächlich etwas. Zwar wird man immer wieder durch kleinste Hinweise auf eine bestimmte Richtung aufmerksam gemacht und ahnt ebenfalls, dass hier der Knackpunkt liegt, doch so richtig greifen lässt der Aspekt sich lange Zeit nicht. Es ist mehr ein Gefühl, dem man immer weiter nachgibt, ohne zu wissen was einen am Schluss erwarten wird. So schafft es die Autorin den Leser nahezu bis zum Ende im Ungewissen zu lassen und doch bei der Stange zu halten. Denn nun möchte man das Geheimnis auch lüften, die weitere Entwicklung nicht verpassen, denn es kann noch einiges geschehen...


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