Mittwoch, 4. Mai 2016

[REZENSION] Zeitenwechsel (Hörspiel)

Redakteur: Christiane Demuth

Titel: Zeitenwechsel
Autor: Jonas Maas
Sprecher: Sascha Rotermund, Reent Reins u.a.
Übersetzer: -/-
Verlag: Lübbe Audio
Reihe: Oscar Wilde & Mycroft Holmes 1
Ausführung: Hörspiel, ca. 75 Minuten, 1 CD



Sprecher:
Sascha Rotermund, Reent Reins, Holger Löwenberg, Leonhard Mahlich, Konrad Bösherz, Hartmut Neugebauer, Lutz Schnell, Annina Braunmiller-Jest, Bodo Wolf, Frank Felicetti, Wolfgang Bahro, Gerald Paradies, Alexander Turrek, Patrick Holtheuer, Martin Sabel


ZEITENWECHSEL

Bevor Oscar Wilde richtig begreifen kann was geschieht, findet er sich bereits in einer Zelle wieder, mit Aussicht auf eine Anklage und daraus resultierende Gefängnisstrafe. Doch plötzlich wird ihm ein Angebot gemacht, das anzunehmen zwar mitunter ebenfalls Gefahren mit sich bringt, ihn jedoch vor so manchem schützt. Bedingung, um als Sonderermittler der Krone zu arbeiten ist es allerdings Stillschweigen zu bewahren, was einem Schriftsteller wie Wilde nicht unbedingt leicht fällt. Eine lange Bedenkzeit jedoch gibt es nicht, denn der erste Gegner steht bereits in den Startlöchern, um England zu zerstören...

Lange im Schatten seines Bruders gestanden, erhält nun auch Mycroft Holmes eine größere Rolle, in der die Wichtigkeit seiner Tätigkeit einmal mehr herausgestellt wird. An der Seite des mehr oder minder exzentrischen Schriftstellers Oscar Wilde kämpft er um Gerechtigkeit und darum England zu beschützen. Man ahnt bereits früh, dass er es mit seinem neuen Begleiter nicht immer einfach haben wird und doch ist man gespannt darauf wie dieses Gespann sich machen wird. Wilde scheint zumeist unberechenbar, weshalb alles möglich ist, humoristische Einlagen nicht ausgeschlossen.

Bereits der erste Einsatz birgt einige Gefahren, die kaum bis gar nicht greifbar sind, weshalb es notwendig ist sich in die Höhle des Löwen zu begeben, ohne zu ahnen wem oder was man sich aussetzt. Übernatürliche Geschehnisse, die jedweder Logik und Rationalität entbehren, sind Teil eines perfiden Plans. Das ausführende Organ muss schnellstmöglich gestoppt werden, um weiteres Unheil zu vermeiden.

Nachdem der Hörer zunächst einen Einblick erhält, wie es überhaupt dazu kommt, dass Wilde in die Dienste der Krone gestellt wird, zieht das Tempo plötzlich merklich an, denn der erste Gegner wartet bereits, auch wenn er seinerseits noch nicht ahnt auf wen er treffen wird. Gebannt verfolgt man das Geschehen, das sich meist gar nicht so leicht erklären lässt, wenn überhaupt. Die Unruhe, die sich breit macht, ist mehr und mehr verständlich, je weniger logisch erklärbar das Handeln der Protagonisten wird. Sicherlich verfolgt man diverse Gedankengänge und versucht Hinweise und Spuren zu deuten, jedoch hat man es mit jemandem zu tun, der genau weiß wie er sein Gegenüber an der Nase herumführt.

Großartige Sprecher sowie eine stimmige Geräuschkulisse sorgen für ein lebendiges Geschehen, das der Hörer ohne Weiteres vor dem inneren Auge erblicken kann. In dieser ersten Folge wurde alles richtig gemacht, so dass man sogleich und ohne zu zögern nach dem nächsten Fall für die Sonderermittler der Krone greifen wird.

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