Donnerstag, 19. Mai 2016

[REZENSION] Eifelmonster

Redakteur: Christiane Demuth

Titel: Eifelmonster
Autor: Rudolf Jagusch
Übersetzer: -/-
Verlag: Emons
Reihe: Fischbach und Welscher 4
Ausführung: Taschenbuch, 272 Seiten



Autor:
Rudolf Jagusch, geboren 1967 in Bergisch Gladbach, arbeitet als Diplomverwaltungswirt bei einer großen Behörde in Köln. Er lebt mit seiner Familie in Bornheim im Vorgebirge.


EIFELMONSTER

Ein Sniper in der Eifel? Hotte Fischbach und Jan Welscher bekommen es mit einem Gegner zu tun, der lautlos agiert und es vermag sich vollkommen unsichtbar zu machen. Gerade deswegen ist neben Instinkt auch unbedingtes Können und folgerichtiges Erschließen der Zusammenhänge unbedingt notwendig, denn es kann jederzeit einen neuen Anschlag geben. Während die Ermittlungen auf Hochtouren laufen, beginnt die „Eifel-Klassik“, eine Oldtimerrallye, bei der es um mehr geht als Sieg oder Niederlage. Da das Motiv des Täters sich gänzlich im Verborgenen hält, könnte es jeden treffen...

Ihr vierter Fall bringt die Ermittler nicht nur in Bedrängnis, sondern auch an ihre Grenzen. Vor allem Hotte Fischbach scheint zart besaitet, mit einem leichten Hang zur Überreaktion, so kannte man ihn bisher noch nicht. Neben der Lösung des vorliegenden Falls hofft man somit, dass auch sein Gemütszustand sich in eine positive Richtung entwickeln wird, schließlich wird er noch gebraucht, aufs Abstellgleis gehört er nun wahrlich nicht.

Sicherlich ist es immer vorteilhaft, wenn man zumindest bereits einen Band einer Reihe gelesen hat, um die Hauptprotagonisten bereits einmal in Aktion erlebt zu haben. Doch selbst ohne Vorkenntnisse taucht man schnell ins Geschehen ein und findet sich ohne weiteres zurecht. Kurze Rückblicke tragen dazu bei den Informationsstand in der Waage zu halten, so dass manche Handlungen besser und schneller nachvollziehbar werden.

Ermittler und Leser bekommen es hier mit einem kniffligen Fall zu tun, bei dem Schnelligkeit und Kombinationsgabe gefragt sind. Niemand weiß wie viele Opfer es geben wird, wann der nächste Anschlag stattfinden soll, geschweige denn wo das Motiv liegt. Auch die Identität des Täters bleibt lange Zeit im Dunkeln. Der Leser erhält dahingehend ein wenig mehr Einblick, indem vergangene Ereignisse aufgezeigt werden, die darauf schließen lassen, dass man dem Täter hier begegnet. Dennoch weiß man nicht, ob man der Person in der Gegenwart bereits begegnet ist, auch Mutmaßungen äußert man nur sehr ungern. Zwar gibt es die ein oder andere Person, die sich auffällig verhält, doch wie genau sie in dieses perfide Spiel involviert ist, wird der weitere Verlauf zeigen.

Die Spannung steigt kontinuierlich, das Tempo nimmt mal zu, an anderen Stellen wird es ein wenig zurückgenommen. So ergibt sich ein Mix, der den Leser animiert, sich ebenfalls auf die Spur des Täters zu begeben, um den Fall schnellstmöglich zu lösen. Ein Wettlauf, nicht nur gegen die Zeit...


Reiheninfo:
Band 1: Eifelbaron
Band 2: Eifelheiler
Band 3: Eifelteufel

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