Dienstag, 1. März 2016

[FILM-REZENSION] Who Am I

Redakteur: Christiane Demuth

Titel: Who Am I
Regie: Baran Odar
Darsteller: Elyas M'Barek, Tom Schilling, Wotan Wilke Möhring, Hannah Herzsprung u.a.
Studio: Sony Pictures Home Entertainment
Reihe: -/-
FSK: ab 12 Jahren
Laufzeit: ca. 102 Minuten



WHO AM I

Etwas machen, was noch niemand bisher geschafft hat. Endlich jemand sein. Nicht mehr unsichtbar sein für den Rest der Welt.
Benjamin ist es leid, dass niemand ihn sieht, niemand ihm etwas zutraut. Als er Max kennenlernt, stellt sich schnell heraus, dass beide dasselbe Interesse eint: Hacken. Wenn er mit Max und seinen Freunden zusammen ist, hat Benjamin mehr und mehr den Eindruck endlich etwas bewegen zu können, nicht mehr nur ein kleiner Fisch zu sein. Gemeinsam planen sie eine groß angelegte Aktion, von deren Gelingen alles abhängt. Plötzlich jedoch findet die Gruppe sich auf den Fahndungslisten von BKA und Europol wieder, nur ein weiterer, gut durchdachter Plan, kann sie jetzt noch retten...

Dass kein System wirklich hundertprozentig sicher ist, wird jedem User mehrmals am Tag, unbewusst wie bewusst, aufgezeigt. Dennoch ist das Thema Hacken für die meisten nach wie vor ein Buch mit sieben Siegeln. Nichtsdestotrotz wird gerade dies in „Who Am I“ zum Hauptaspekt erklärt, wobei es hier nicht primär um die Tätigkeit als solche, sondern vor allem die erklärten Ziele der Organisationen geht. Auch Konsequenzen werden natürlich nicht ausgespart, ebenso wenig wie mögliche Niederlagen für die Ermittler, die ebensolche Störenfriede aufstöbern und außer Gefecht setzen wollen.

War man vor dem Film bereits vorsichtig was persönliche Angaben im Internet angeht, so hat man spätestens im Nachhinein einen höllischen Respekt. Denn zu keiner Zeit hat man das Gefühl, dass hier maßlos übertrieben würde – leider. Vielmehr wird die erlangte Authentizität von Minute zu Minute höher, was zum einen an der Geschichte als solcher liegt, zum anderen aber auch auf die grandiosen schauspielerischen Leistungen zurückzuführen ist. Jeder einzelne beherrscht seine Rolle bis aufs Blut und lebt sie regelrecht. Dadurch wird der Zuschauer noch einmal zusätzlich n den Bann gezogen.

Dennoch muss man präzise am Ball bleiben, denn nur eine Sekunde der Unaufmerksamkeit kann dazu führen wichtige Hinweise zu übersehen. Nicht nur innerhalb des Internets ist die Gruppe gewieft, auch im Umgang mit realen Personen wissen sie ihr Können auf zwischenmenschlicher Ebene einzusetzen. Daher wird einiges an Verwirrung gestiftet, so dass man schon bald das Gefühl bekommt seinen eigenen Gedanken keinen Glauben mehr schenken zu können. Bis zum Schluss ist man hin- und hergerissen ob der schlussendlich folgenden Auflösung, denn absolut alles ist möglich.

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