Freitag, 1. Januar 2016

[REZENSION] Wildpferd in Gefahr

Redakteur: Christiane Demuth

Titel: Wildpferd in Gefahr
Autor: Mira Sol
Übersetzer: -/-
Verlag: Kosmos
Reihe: Die drei !!! 55
empfohlenes Lesealter: ab 10 Jahren
Ausführung: Hardcover, 144 Seiten



Autor:
Mira Sol war Bankkauffrau, studierte Germanistik und arbeitete anschließend als Verlagsredakteurin. Dann erfüllte sie sich einen Traum: Sie wurde Autorin für Kinder- und Jugendbücher. Mira Sol liebt Geheimnisse, Krimis, Sonnenblumen und Spanien. Deshalb schreibt sie ihre Jugendkrimis und geheimnisvollen Geschichten unter dem spanischen Künstlernamen Mira Sol (dt. „Sonnenblume“). Sie lebt mit ihrem Mann, drei anhänglichen Nachbarskatzen und vielen Büchern in Stuttgart.


WILDPFERD IN GEFAHR

Die Ferienaussichten erscheinen den drei Freundinnen Franzi, Kim und Marie zunächst eher weniger rosig, als Franzis Vater mit der Neuigkeit daher kommt, dass er einige Zeit im Wildpferdereservat aushelfen wird. Kurzerhand packen auch die Mädchen ihre Koffer, um eine Woche vor Ort zu verbringen. Plötzlich geschehen mysteriöse Dinge, Pferde brechen aus und das vor kurzem erst geborene Fohlen verschwindet spurlos. Ganz klar handelt es sich hierbei um einen Fall für die drei !!!, die sofort mit ihren Ermittlungen beginnen...

„Da ist eine Frau im Pferdehänger“, sagte Kim aufgeregt. Sie zog ihr Handy hervor. „Und bestimmt nicht freiwillig! Ich rufe die Polizei.“
Marie nickte. „Ich habe das Kennzeichen notiert.“ Sie hielt Kim ihren Unterarm hin, auf den mit blauem Eyeliner Buchstaben und Ziffern gekrakelt waren. (S. 30)

Auch wenn Franzi die Pferdeverrückteste unter den Freundinnen ist, so lassen sich Kim und Marie doch schnell vom Fieber anstecken. Kein Wunder, ein Aufenthalt in einem echten Wildpferdereservat würde wohl jeden zum Pferdenarren werden lassen. Auf Grund authentischster Beschreibungen kommt es dem Leser bald schon so vor als sei man tatsächlich selbst vor Ort. Die Atmosphäre und selbst die ausschließlich beschriebenen Gerüche springen direkt auf einen über. Gleichzeitig jedoch spürt man die lauernde Gefahr, denn das schon bald etwas schreckliches geschehen wird scheint unausweichlich.

Als es soweit ist ahnen weder die Mädchen noch der Leser welches Ausmaß der vorliegende Fall noch nehmen wird. Täter, Hintergründe und Motiv bleiben lange Zeit im Dunkeln, Mutmaßungen helfen wenig, verwirren beinahe schon zusätzlich. Die Freundinnen aber lassen sich nicht beirren und verfolgen diverse Spuren, mit denen sie nicht bei jedem auf Gegenliebe stoßen. Doch als erfahrene Detektivinnen wissen sie, dass man nicht immer auf persönliche Belange Rücksicht nehmen kann und zunächst einmal nur Indizien gesammelt werden.

„Erst diese Bonbons, die ihr gefunden habt, jetzt die Eicheln“, murmelte Herr Winkler. „Da scheint jemand unterwegs zu sein, der wirklich gar keine Ahnung hat. Weder davon, dass Wildpferde in einem Reservat nicht gefüttert werden dürfen, noch davon, dass es Dinge gibt, die man Pferde einfach nicht fressen lässt!“
Franzi wurde es zunächst ganz heiß, dann ganz kalt. „Oder er hat sehr wohl Ahnung und will den Pferden schaden“, sagte sie leise. (S. 88)

Während man gebannt verfolgt welche Fährten die drei !!! verfolgen, ahnt man im Laufe der Ermittlungen zumindest einen Teil der Auflösung. Wenn auch noch nicht alle Zusammenhänge ganz klar sind, so doch zumindest ein Teilaspekt. Man ist sicher, dass es nur eine Frage der Zeit ist, bis sich das gesamte Puzzle zusammensetzen lässt und den Blick auf das große Ganze freigibt. Doch kommt man wieder einmal nicht umhin sich zu fragen, ob die Mädchen ahnen mit welch gefährlichen Leuten sie sich teilweise einlassen.

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