Montag, 11. Januar 2016

[REZENSION] Weihnachtsmann Osterhase... alles nur Schokolade?

Redakteur: Anette Leister

Titel: Weihnachtsmann Osterhase... alles nur Schokolade? Was es an den christlichen Festen im Jahr wirklich zu feiern gibt
Autor: Uwe Metz
Verlag: Evangelische Gemeindepresse
Reihe: -/-
Ausführung: Taschenbuch, 144 Seiten




Autor:
Uwe Metz, geb.1968 in Gießen, entschloss sich nach einer Ausbildung zum Sortimentsbuchhändler, evangelische Theologie zu studieren. Sechs Jahre lang war er als Pfarrer vor allem in der Kinder und Jugendarbeit tätig, dann zog es ihn zurück in die Welt der Bücher. Heute arbeitet Uwe Metz wieder als Buchhändler und schreibt Romane. Er hat zwei Kinder und lebt in Leonberg.


WEIHNACHTSMANN OSTERHASE... ALLES NUR SCHOKOLADE?

In "Weihnachtsmann Osterhase... Alles nur Schokolade?" stellt Uwe Metz die christlichen Feste über das kirchliche Kalenderjahr vor: somit fängt das Buch nicht mit Neujahr an, sondern mit dem Totensonntag im November, der das Kirchenjahr beschließt. Beginnen wird das Kirchenjahr dann wie jedes Jahr mit dem !. Advent, der Ende November oder Anfang Dezember liegt.
Damit das Buch unterhaltsamer und einfacher für Kinder zu lesen und zu verstehen ist, erzählt Uwe Metz die Geschichten über die kirchlichen Feste nicht allein, sondern zieht Paul zu Hilfe, ein elfjähriger Schule und großer Bruder einer kleinen Schwester, der die Feste aus Kinder- und Familiensicht betrachtet.
Die einzelnen Feste werden immer durch eine erlebte Geschichte von Paul erzählt, bevor Uwe Metz auf die historischen Daten und Fakten eingeht, worunter jede Menge Punkte enthalten sind, bei denen auch mit- oder vorlesende Erwachsene noch etwas zu den kirchlichen Feiertagen lernen können, oder wusstet ihr etwa, dass der Pariser Findling Quasimodo seinen Namen dem ersten Sonntag nach Ostern verdankt?
Constanze Guhr steuert für diese unterhaltsam zu lesende Übersicht der kirchlichen Feiertage kindgerechte Illustrationen bei, für die erwachsenen Leser dürfte besonders der Anhang des Buches interessant sein: hier finden sich die Vornamen der Kirchensonntage, Verweise auf verwendete und weiterführende Literatur und vieles mehr... Somit ist das Buch nicht nur für Familien interessant, sondern auch für den Religionsunterricht in der Grundschule.
Ich empfehle das Buch Grundschullehrern als Begleitlektüre für den Unterricht und allen "Privatlesern", die sich schon immer einmal näher mit den Ursprüngen der kirchlichen Feiertage befassen wollten, da nicht jedes Detail im Unterricht gelehrt wird bzw. vieles im Alter wieder in Vergessenheit gerät, oder kann jeder von sich behaupten neben der St. Martinsgeschichte mit dem halbierten Mantel auch noch die zu kennen, bei der Gänse eine wichtige Rolle spielen?
Ich habe das Buch alleine wegen Herrn Metz wunderbarem Humor gelesen, der in den Paul-Geschichten so schön zum Tragen kommt und habe zugleich ein sehr informatives Buch gefunden, welches mir als Atheist die wichtigsten kirchlichen und christlichen Feste in gründlich genug in Erinnerung gerufen hat, damit ich bei der Hausaufgabenkontrolle meiner Tochter in Religion wieder mitreden kann ;)

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