Dienstag, 12. Januar 2016

[REZENSION] Knock Out

Redakteur: Petra Pfingsten

Titel: Knock Out
Autor: diverse
Übersetzer: -/-
Verlag: KBV
Reihe: Struller und Jensen 5
Ausführung: Taschenbuch, 344 Seiten



Autor:
Die Krimi-Cops sind:

Martin Niedergesähs, 30 Jahre alt, wuchs in Herongen an der niederländischen Grenze auf und wohnt jetzt in Kempen am Niederrhein.

Klaus Stickelbroeck ist 47 Jahre alt, verheiratet, hat drei Kinder. Er lebt in Kerken am Niederrhein.Quasi auf Einzelstreife veröffentlichte er bisher drei eigene Kriminalromane mit dem coolen Privatdetektiv Hartmann ("Fieses Foul", "Kalte Blicke" und "Fischfutter") sowie mehrere Kurzkrimis in diversen Anthologien.

Ingo Hoffmann ist mit 28 Jahren der jüngste Krimi-Cop. Er wuchs in Hamminkeln auf, wurde als Polizist nach Düsseldorf versetzt und pendelt nun zwischen den Welten.

Carsten Rösler ist 29 Jahre alt. Er wuchs als waschechter Düsseldorfer in Gerresheim auf.

Carsten Vollmer, 39 Jahre alt, wurde in Hildesheim geboren. Mit vier Jahren wechselte er ins Rheinland nach Düsseldorf.


KNOCK OUT

Inhalt: Nachts im Düsseldorfer Hafen kracht ein Motorboot in die Kaimauer. Eine Frau versucht verzweifelt aus dem Wasser an Land zu kommen. Schüsse fallen. Dunkelheit umgibt die Frau. Ein Junkie schlägt völlig zugedröhnt mit einer Eisenstange auf ein großes schwarzes Monster ein. Am nächsten Morgen findet die Polizei den toten Junkie – erschossen. Auf dem Motorboot entdecken sie in einem Sack die Leiche einer jungen Schwedin. Sie wurde mehrfach vergewaltigt. Ein zweiter Sack wird gefunden, doch er ist leer. War dort eine weitere Frau versteckt? Konnte sie entkommen oder liegt sie im Hafenbecken auf Grund? Kommissar Struhlmann, genannt Struller, und sein Praktikant Jensen haben alle Hände voll zu tun um in dieses Chaos Licht zu bringen. Sie ermitteln, relativ im Dunklen tappend, im Drogen- und Pornomillieu. Es treten viele zwielichtige und höchst verdächtige Personen auf den Plan. Dann taucht ein Augenzeuge auf. Er will einen Mann in Polizeiuniform am Tatort gesehen haben. Struller gerät unter Druck. Ein Kollege? Die Ereignisse spitzen sich zu als ein weiterer spektakulärer Leichenfund gemacht wird. Da steht Struller nun: 5 Leichen, einen Haufen Verdächtiger und keinen echten Anhaltspunkt geschweige denn ein Motiv.

Meine Meinung:
Das Buch ist ein Brüller. Ich habe selten bei einem Krimi so laut gelacht wie bei diesem hier. Dieser Kommissar ist schlagfertig, eigensinnig, laut, unorthodox – aber sehr erfolgreich. Er haut immer die trockensten Sprüche zu den unpassendsten Momenten raus. Das ist extrem unterhaltsam. Sein Praktikant ist ein bisschen das Gegengewicht zu ihm. Er versucht Strullers Unkorrektheiten auszugleichen, zu beschwichtigen, wenn er mal wieder über die Stränge schlägt. Meistens gelingt es ihm nicht. Erzählt wird mit einem trockenen, lakonischen aber auch hintergründigen Humor. Allein diese ganzen Doppeldeutigkeiten, als er die Pornodarsteller verhört – herrlich. Zudem ist es extrem spannend, stellenweise auch ein bisschen eklig. Es wird nie langweilig. Nach jedem Kapitel wechselt die Szene, die dem Leser geboten wird. Man hält sich nie lange an einem Ort auf. Das Buch bedient gerne die Klischees, ist etwas schnodderig und manchmal auch etwas unter der Gürtellinie. Es polarisiert sicherlich. Wer beim Lesen sehr auf Niveau achtet, sollte das besser nicht lesen. Ich fand es schön unkorrekt.
Wer z.B. „der letzte Bulle“ mag, wird das Buch lieben.

5 Sterne mit Sternchen

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