Mittwoch, 20. Januar 2016

[FILM-REZENSION] Into the Woods

Redakteur: Vanessa Gutzeit

Titel: Into the Woods
Regie: Rob Marshall
Darsteller: Meryl Streep, Emily Blunt, James Corden, Anna Kendrick, Chris Pine, Johnny Depp u.a.
Studio: Walt Disney
Reihe: -/-
FSK: ab 6 Jahren
Laufzeit: ca. 120 Minuten



INTO THE WOODS

Die Disney-Adaption „Into the woods“ vereint die Grimmschen Märchen „Aschenputtel“, „Rotkäppchen“, „Hans und die Bohnenranke“, „Hänsel und Gretel“ und „Rapunzel“.

Allein die Idee, diese Märchen in einer Geschichte zu vereinen, die Stränge zu verknüpfen, die Charaktere aufeinandertreffen zu lassen, ist schon eine besondere. Wie dieser Ansatz sich aber weiterentwickelt ist mindestens gleichermaßen spannend, denn der Zuschauer erfährt Hintergründe zu den einzelnen Charakteren, die in den Märchen als gegeben erscheinen und nicht hinterfragt werden.

Die Darstellerauswahl ist sehr gelungen und ausgewogen, wobei Meryl Streep als Hexe und Johnny Depp als der böse Wolf gesondert genannt werden sollten, da sie die am stärksten überzeichneten Charaktere spielen. Ein wenig wie lebendig gewordene Zeichentrickfiguren, aber völlig richtig für einen Disney-Film, bei dem man durch die Zeichentrickverfilmungen der Märchen aus den 80ern und 90ern genau das erwartet. Es gelingt den Schauspielern sehr gut die Witze über die anderen Personen, die Logik der Märchen oder auch die Übergriffe in die Realität umzusetzen und wie nebenher wirken zu lassen. So können diese Dinge wahrgenommen werden, man kann aber auch so intensiv dem kombinierten Märchenplot folgen, dass sie nicht ablenken. Die Umsetzung mit Musik und Gesang ist Disney-typisch, denn jedes Lied erzählt einen Teil der Geschichte und ist mit Versetzungen auf die verschiedenen Charaktere spannend gestreckt. Die Schauspieler singen alle selbst, was die Sequenzen authentisch wirken lässt und was ihnen allen sehr gut gelingt.

Allem voran ist das Duett der Prinzen von Aschenputtel und Rapunzel ist eine Parodie von sich selbst. Die beiden buhlen in dem Lied darum, wer das schlimmere Schicksal, die stärkste Qual erleidet. Sie treten auf wie 80er Jahre Popsänger, die an George Michael und Jason Donovan erinnern lassen, machen Bewegungen, die einem Boybandmusikvideo entnommen scheinen und kopieren die Gesten des anderen, um ebenso männlich zu wirken. Wunderbar selbstironisch!

Insgesamt ist „Into the woods“ auch als eigenständiger Film, sollte man die Märchen der Gebrüder Grimm nicht kennen, eine runde Sache. Spannend, amüsant, voller Musik und Fantasie.


Hinweis: Zur Synchronisation kann ich keine Stellung nehmen, da ich den Film in der Originalsprache Englisch gesehen habe.

1 Kommentar:

  1. Ich hab den Film damals im Kino gesehen. Die Synchronisation ist gut, wobei das Original schon besser ist. Aber ich mag den Film auch sehr gerne ☺

    AntwortenLöschen

Hallo ihr Lieben,
schön, dass ihr uns in der Lies-und-Lausch-WG besucht. Wir freuen uns über jeden Kommentar von Euch :)
Viele Grüße die Katze mit Buch und ihre Mitbewohner