Donnerstag, 31. Dezember 2015

[REZENSION] Das lebende Gemälde (Hörspiel)

Redakteur: Christiane Demuth

Titel: Das lebende Gemälde
Autor: Markus Duschek (nach dem Roman von Earl Warren)
Sprecher: Erzähler: Frank Felicetti
Übersetzer: -/-
Verlag: Contendo Media
Reihe: Gespenster-Krimi 5
Ausführung: Hörspiel, ca. 72 Minuten, 1 CD



Sprecher:
Frank Felicetti, Rainer Fritzsche, Yvonne Greitzke, Jürgen Thormann, Rita Engelmann, Annina Braunmiller-Jest, Konrad Bösherz, Tobias Lelle, Michael Pan, Arianne Borbach, Lutz Mackensy, Till Hagen, Mark Bremer, Wolfgang Bahro, Traudel Sperber, André Beyer, Jaron Löwenherz


DAS LEBENDE GEMÄLDE

Was hat es mit dem Gemälde, das eine blutige Schlacht zeigt, bloß auf sich? Seit es im Palazzo der De Simones ist, scheint sich das Böse eingenistet zu haben. Niemand kann das Anwesen verlassen und ein Familienmitglied nach dem anderen findet einen grausamen Tod. Der auf dem Gemälde liegende Fluch ist so stark, dass es nicht einmal zerstört werden kann. Doch warum hat der Maler sich gerade die De Simones ausgesucht? Was haben sie verbrochen? Und kann das Massaker doch noch aufgehalten werden?

Da man als Hörer zumindest schon früh erfährt, dass der Maler voller Hass war, ahnt man bereits, dass es sich nicht um ein normales Gemälde handelt, dass bei den De Simones Einzug hält. Doch weiß man nicht worin diese Gefühlslage begründet liegt und vor allem welchen Schaden sein Werk noch anrichten wird. Erst mit der Zeit zeigt sich das Motiv, doch bis dahin sind schon einige Familienmitglieder eines grauenhaften Todes gestorben.

Logisch betrachtet glaubt man nicht daran, dass ein Gemälde eine solche Kraft wie die im Hörspiel beschriebene besitzen kann, geschweige denn verflucht ist. Die Vorkommnisse jedoch sprechen eine mehr als deutliche Sprache wodurch man geneigt ist die Rationalität manches Mal außen vor zu lassen und gleichzeitig hofft selbst nie einem solchen Kunstwerk zu begegnen. Bald schon scheint klar, dass es keinerlei Ausweg gibt, bis die Rache des Malers vollendet wurde – oder gibt es diesen doch?

Trotz aller Grausamkeit, oder vielleicht gerade deswegen, verfolgt der Hörer gebannt das Geschehen, ein Abwenden scheint nicht möglich. Bis zum Schluss kann und darf man sich des Ausgangs nicht sicher sein, wodurch die Spannung von Anfang bis Ende auf hohem Niveau gehalten wird. Auch ist es um Ruhephasen eher spärlich bestimmt, ein erhöhter Puls somit unausweichlich.

[TTT] Top Ten Thursday #241 (Christiane)


Der Top Ten Thursday ist eine wöchentliche Aktion von Steffis Bücherbloggeria.

Das Thema diese Woche lautet:
Freestyle

Für diese Woche habe ich mir Thema #202 10 Bücher, die vom Autor signiert worden sind zum nachholen ausgesucht.
In meinen Regalen tummelt sich, wie vermutlich bei jedem, das ein oder andere signierte Buch. Manche wurden auf Lesungen oder der Messe"beschrieben", andere bereits signiert gewonnen. Hier nun zehn meiner Schätze...

1. Thomas Thiemeyer: Nebra (gewonnen)
2. Sebastian Fitzek: Das Kind (Signierstunde D'dorf)
3. Jussi Adler-Olsen: Verheißung (Verleihung Europäischer Krimipreis Unna)
4. Max Bentow: Das Hexenmädchen (MaH-Thrillernacht Gelsenkirchen)
5. James Carol: Broken Dolls (MaH-Thrillernacht Gelsenkirchen)
6. Eva Ehley: Engel sterben (Signierstunde Sylt)
7. Sabine Trinkaus: Der Zorn der Kommissarin (Krimi-Bahn-Fahrt D'dorf)
8. Veit Etzold: Spiel des Lebens (Frankfurter Buchmesse 2012)
9. Aileen P. Roberts: Der letzte Drache (gewonnen)
10. Eva Ehley: Mörder weinen (Lesung Krimisommer Herne 2014)



Das Thema für den 07. Januar 2016 lautet:
Eure 10 Highlights aus 2015

Mittwoch, 30. Dezember 2015

[REZENSION] Zerrspiegel

Redakteur: Christiane Demuth

Titel: Zerrspiegel
Autor: Katja Montejano
Übersetzer: -/-
Verlag: Südwestbuch
Reihe: -/-
Ausführung: Taschenbuch, 232 Seiten



Autor:
Katja Montejano wurde 1967 in Aarau (Schweiz) geboren und lebt mit ihrem Ehemann und Hunden in Zofingen (Schweiz). Ihr Vater stammt aus Spanien und die Mutter aus Italien. Nach Abschluss einer Banklehre war sie in diversen Unternehmen tätig. Schon in dieser Phase ihres Lebens zeigte sich eine wichtige persönliche Eigenschaft: Sie hielt nicht an einem einzigen eingeschlagenen Pfad fest, sondern probierte vieles aus und suchte aktiv nach dem für sie passenden Weg. Seit 2001 arbeitet sie als Übersetzerin in der Informatikabteilung einer größeren Bankengruppe. Ihre Leidenschaft zur Spannungsliteratur hat sie dazu bewogen, selber Thriller zu schreiben. Die Autorin ist Mitglied der „Mörderischen Schwestern“.


ZERRSPIEGEL

Jazz ist allein zu Haus als sie brutal überfallen wird. Instinktiv reagiert sie und schlägt den Täter dadurch in die Flucht. Doch gleichzeitig verschwinden ihre Mutter und ihre Schwester. Sind sie bereits in den Fängen desjenigen, der auch für Jazz' Überfall verantwortlich ist. Welches Ziel verfolgt der Täter, was ist sein Motiv und wie weit ist er bereit zu gehen? Schon bald muss Jazz einsehen, dass nicht einmal die Polizei ihr hundertprozentigen Schutz bieten kann...

Kalkül. Ausführen. Entkommen. Genießen.
All dies in Begleitung seiner besten Freunde: HASS und WUT.
Bei diesem Gedanken verzog er das Gesicht zu einem leichten Grinsen, aber in seinen Augen loderte etwas Wildes auf, etwas, das an einen rudellosen Wolf auf der Jagd erinnerte... (S. 15)

Obwohl der Leser, im Gegensatz zu Jazz und den anderen Protagonisten, immer wieder Einblick in die Gedankenwelt des Täters erhält, erfährt man dennoch lange Zeit weder etwas über seine Identität noch sein Motiv. Dass er auf Rache sinnt scheint eindeutig, doch das Warum bleibt im Dunkeln. Entsprechend bleibt dem Leser nichts anderes übrig als seinen Weg und die mitunter brutalen wie grausamen Taten zu verfolgen.

Trotz aller Grausamkeit bleibt das Geschehen weitestgehend emotionslos, was nicht nur daran liegt, dass die Hauptperson Jazz am Asperger Syndrom leidet. Sprachlich berührt die Autorin den Leser einfach nicht, so dass das Geschehen einem nicht zu nahe kommt. Es ist eher als würde man einen rein theoretischen Bericht lesen, der die Fakten darlegt, aber ansonsten keine empathische Verbindung herstellt. Daraus folgt leider auch, dass man sich nicht in die handelnden Personen hineinversetzen kann und weiterhin von außen beobachtet wie sie ihr Vorgehen gestalten.

Nach dem ersten Übergriff, der die Spannung bereits anheizen konnte, wird es zunehmend ruhiger. Die Handlung stagniert, wodurch auch die Spannungskurve wieder im Begriff ist zu sinken. Erst in der zweiten Hälfte nimmt das Geschehen wieder Tempo auf wodurch der Leser endlich wieder gefesselt werden kann und die Atmosphäre spürbar angespannt ist. Der Ausgang ist bis zum Schluss nicht vorherzusehen, auch wenn man zwischenzeitlich erfahren hat warum dies alles geschehen musste. Daher sollte man die Konzentration nicht frühzeitig entlassen.

Leider sind in der ersten Auflage noch zahlreiche Fehler zu finden, die dem Lektorat scheinbar ein Schnippchen geschlagen haben. Ansonsten bietet „Zerrspiegel“ ein paar Stunden Unterhaltung, auch wenn der wirklich spannende Teil erst in der zweiten Hälfte beginnt.

Dienstag, 29. Dezember 2015

[REZENSION] Hochzeit der Vampire (Hörspiel)

Redakteur: Christiane Demuth

Titel: Hochzeit der Vampire
Autor: Jason Dark
Sprecher: Erzählerin: Alexandra Lange
Übersetzer: -/-
Verlag: Lübbe
Reihe: Sinclair Classics 24
Ausführung: Hörspiel, ca. 60 Minuten, 1 CD



Autor:
Jason Dark wurde unter seinem bürgerlichen Namen Helmut Rellergerd am 1945 in Dahle im Sauerland geboren. Aufgewachsen ist er in Dortmund. Eigentlich hatte er Journalist oder Reporter werden wollen, aber auf Wunsch seiner Eltern erlernte er einen "anständigen" Beruf und wurde Chemotechniker. Nebenbei begann er zu schreiben.
Kleine Geschichten, nie einen Roman. Das änderte sich, als er 1966 zur Bundeswehr eingezogen wurde. Da schrieb er seinen ersten Roman, einen Cliff-Corner-Krimi für den Bastei-Verlag.
Anfang 1973 gab er seinen Beruf als Chemotechniker auf und trat als Redakteur in die Romanredaktion des Bastei-Verlages ein. Er schrieb weiterhin Romane - für die Krimiserien Cliff Corner, John Cameron, Jerry Cotton, Kommissar X und Franko Solo, aber auch für Western-Reihen, u.a. für Lassiter.
Als der Bastei-Verlag eine neue Reihe auf dem boomenden Gebiet des Horrorromans plante, wurden Autoren gesucht, die die ersten Romane schrieben. Helmut Rellergerd schrieb Band 1 der neuen Reihe, den ersten Sinclair-Roman. Ab diesem Zeitpunkt drehte sich das Erfolgskarussell immer schneller. Bald mußte Jason Dark, wie sich der Autor nun nannte, jeden Monat vier Heftromane und ein Taschenbuch schreiben. Die Sinclair- Serie wurde zu einer der meistverkauften Roman-Serien in Deutschland.
Im Jubiläumsjahr 1997, in dem der 1000ste Heftroman seiner Sinclair- Serie erscheint, erfüllt sich für ihn ein Traum, den wohl jeder Autor träumt: seine Romane werden verfilmt.

Sprecher:
Alexandra Lange, Dietmar Wunder, Detlef Bierstedt, Franziska Pigulla, Wolfgang Rüter, Andreas Mannkopff, Walter Wigand, Katja Brügger, Frank Felicetti, Achim Schülke, Jürgen Holdorf, Tim Kreuer, Patrick Bach, Robin Brosch, Dagmar Dreke, Konstantin Graudus, Frank Gustavus, Torben Liebrecht, Karin Rasenack, Alexander Rieß


HOCHZEIT DER VAMPIRE

„Horror-Tours“ wirbt mit einer unvergesslichen Reise in die Karpaten, deren Höhepunkt eine Hochzeit der Vampire sein soll. Bill Conolly ist Feuer und Flamme nach dieser Ankündigung, weshalb er sofort zwei Tickets, für sich und John Sinclair, ordert. Doch nicht nur die beiden Freunde begeben sich auf eine Reise, die mehr als nur Fassaden zu bieten hat. Ob sie bereits ahnen wer sie auf dem alten Schloss erwarten wird?

Schon seit einiger Zeit wird deutlich, dass Dr. Tod mehr als versessen darauf ist John Sinclair zu besiegen. Doch dieser scheint seinem Erzfeind bisher überlegen, ob bewusst oder zufällig, es gelang ihm bisher doch immer sich aus den Fängen des Doktors zu befreien. Nichtsdestotrotz begibt er sich dennoch auch immer wieder bereitwillig in die eigens für ihn ausgelegten Fallen, ob sehenden Auges oder nicht sei einfach mal dahingestellt.

Dass diese hier groß angekündigte „Hochzeit der Vampire“ es in sich haben wird, ahnt man von Beginn an und wird auch sogleich darin bestätigt. Die Vorbereitungen auf die Ankunft der (ausgewählten) Gäste laufen auf Hochtouren, wobei die Gastgeber alles andere als zimperlich vorgehen. Auch wenn der Hörer die Reisegruppe lieber zum Umdrehen auffordern würde, möchte man doch irgendwie auch die Konfrontation erleben, um herauszufinden, wie diese verlaufen wird, ob es diesmal einen Sieger gibt.

Wie gewohnt ist auch diese Folge gespickt mit spitzzüngigem Humor, der jedoch nicht darüber hinwegtäuschen kann, dass eine ernsthafte Gefahr für diverse Charaktere zugrunde liegt. Gebannt verfolgt der Hörer John Sinclairs Weg, denn er hat zumindest einen Plan, dessen Umsetzung nun nur noch gelingen muss. Ob dies geschieht wird sich allerdings erst noch zeigen...

Montag, 28. Dezember 2015

[REZENSION] Buchhandlung zum goldenen Buchstaben

Redakteur: Christiane Demuth

Titel: Buchhandlung zum goldenen Buchstaben
Autor: François Loeb
Übersetzer: -/-
Verlag: Allitera
Reihe: -/-
Ausführung: Taschenbuch, 176 Seiten



Autor:
François Loeb (geboren 1940 in Bern), lic. oec. Universität St.Gallen, leitete von 1975 bis 2005 das von seinem aus Freiburg im Breisgau stammenden Urgrossvater gegründete Berner Traditionskaufhaus LOEB. Nach politischen Mandaten in Gemeinde und Kanton sass er von 1987 bis 1999 im Schweizer Nationalrat. Heute lebt er im Schwarzwald, schreibt und publiziert Kurzgeschichten und Erzählungen.
Mehr unter: www.francois-loeb.com


BUCHHANDLUNG ZUM GOLDENEN BUCHSTABEN

In einer Buchhandlung muss alles seine Ordnung haben. Wer würde sich sonst zurechtfinden? „Jedes Buch an seinen Platz“ lautet die Devise, ohne die wir, je grösser das Buchhaus ist, im Chaos untergehen würden. Chaotische Lagerung mag zwar in der Industrie angehen, nicht jedoch in unserer Branche. (aus: „Ordnung“, S. 137)

Welcher Bücherwurm hat sich nicht schon mindestens einmal gewünscht in einer Buchhandlung eingeschlossen zu werden, ungestört stundenlang stöbern zu können und bis zum Morgengrauen versteckte Schätze zu finden? Doch hat man sich dabei auch überlegt was des Nächtens möglicherweise mit den Büchern geschieht? Erwachen Sie zum Leben oder bleiben sie standhaft an dem ihnen zugewiesenen Platz? Der Fantasie sind wahrlich keine Grenzen gesetzt, das zeigt François Loeb eindrucksvoll in diesem hier vorliegenden Erzählband.

Doch betrachtet er mitnichten ausschließlich das Geschehen in einer bei Nacht geschlossenen Buchhandlung. Auch den unterschiedlichsten Kundentypen wird Platz zur Entfaltung eingeräumt. Nicht immer sieht man jemandem sogleich seine wahre Passion an, manches Mal gibt er sogar bewusst vor jemand anderer zu sein, doch allesamt zieht es sie in Buchhäuser, um die geistige Entfaltung nicht einschlafen zu lassen. Die ein oder andere Situation hat man möglicherweise selbst schon einmal erlebt, sei es als Buchhändler, Kunde oder außenstehender Beobachter, in gewissen Ereignissen kann man sich verlieren und gleichzeitig selbst finden.

Als es Tag wurde und die zuständige Buchhändlerin alle Lichter entzündete, entdeckte sie ein Buch, das aus dem Regal gefallen war. Sie öffnete es und traute ihren Augen nicht, denn Inhalt und Buchstaben des Textes waren vollkommen durcheinander und jede Seite liess fürchterliche Töne erklingen, sodass die erschreckte Dame das Buch unvermittelt fallen liess und den Leiter der Belletristikabteilung um Hilfe rief. Sollte er doch und nicht sie sich mit diesem Horror befassen! (aus: „Epidemie“, S. 10)

Der Autor bedient sich einer sehr bildhaften Sprache, so dass nicht immer sogleich ersichtlich wird was er dem Leser mitteilen möchte. Sicher ist, dass jede Geschichte eine bestimmte Aussage beherbergt, die man jedoch erst einmal herausfiltern muss. Manches Mal gelingt dies schnell, teilweise muss eine Geschichte jedoch ein zweites oder sogar drittes Mal gelesen werden, um den wahrhaftigen Sinn zu verstehen. Dadurch ergeben sich von Zeit zu Zeit sogar noch Überraschungen, die sich in den jeweiligen Geschichten verborgen hatten und erst bei erneutem Lesen sichtbar werden.

Mit „Buchhandlung zum goldenen Buchstaben“ hat François Loeb einen Erzählband geschaffen, der den Leser zur Seite steht und bei seiner Entwicklung begleitet. Als besonderes Highlight hat der Autor zehn ausgewählte Geschichten gekennzeichnet, die man als PDF-Datei herunterladen und seinen Freunden und Mitstreitern zukommen lassen kann.

Sonntag, 27. Dezember 2015

[RUND UMS BUCH] Neuzugänge KW52



Anette:
Lob der guten Buchhandlung, Mark Forsyth (GS)
Was liegt am Strand und redet undeutlich?, Moni Port / Jörg Mühle (GS)

Christiane:
Krimi! Mord und Totschlag in der Literatur, Katharina Mahrenholtz / Dawn Parisi (GS)

[REZENSION] Abschiedskonzert

Redakteur: Christiane Demuth

Titel: Abschiedskonzert
Autor: Kristina Herzog
Übersetzer: -/-
Verlag: edition Oberkassel
Reihe: -/-
Ausführung: Taschenbuch, 250 Seiten



Autor:
Kristina Herzog wurde 1972 in Berlin geboren. Sie studierte in Berlin und Heidelberg Jura und Mediation. Neben dem Rechtsreferendariat schloss sie eine Schreibschule ab und veröffentlichte diverse Kurzgeschichten. Ihre Kurzgeschichte „Weit draußen“ wurde 2011 für den NordMordAward nominiert, „Schlaf Lubo“ für den Candela -Kurzgeschichtenpreis. 2013 erschien ihr erster Thriller „Führers Vermächtnis“. Sie wohnt mit ihrer Familie in Berlin und ist Mitglied bei den „Mörderischen Schwestern“ und im „Syndikat“.
Mehr unter: www.kristinaherzog.de


ABSCHIEDSKONZERT

Ein toter Dirigent ist eine Sache, dass bisher nur sein Kopf gefunden wurde, eine andere. Die Ermittlungen von Alexander Rosenberg und Kathleen Neubauer laufen schleppend an. Nicht nur, dass ihnen aus diversen Richtungen Steine in den Weg gelegt werden, auch in ihrer Eigenschaft als neues Team gibt es noch die ein oder andere Differenz auszumerzen. Je tiefer sie Einblick in das Leben des Opfers erhalten, desto mehr Abgründe entdecken sie, die zu ebenso vielen Tatverdächtigen führen. Eile ist geboten, denn schon bald gibt es den nächsten Toten im Konzerthaus...

Ärgerlich schob sie den Wagen zur Seite um nachzusehen, was ihr in die Quere gekommen war. Regungslos blieb sie stehen und starrte auf den Boden. Dann schlug sie sich die Hand vor den Mund. Sie kannte ihn. Seine leeren Augen starrten sie an. Sein Mund stand offen. An dem sauber abgetrennten Kopf und den schwarzen, vollen Locken klebte Blut. (S. 6)

Kristina Herzog schickt mit Alexander Rosenberg und Kathleen Neubauer ein Team ins Rennen, dass sich erst noch aneinander gewöhnen muss. Betrachtet man allerdings den Hintergrund, dass es einen Mord aufzuklären gilt, sollten zwischenmenschliche Differenzen keine Rolle spielen. Es ist Professionalität gefragt, schließlich ist es kein Wunschkonzert mit wem man zusammen arbeitet. Auf Grund kleinerer Streitereien verlieren die Ermittler manchmal das Ziel aus den Augen, wodurch die ein oder andere Chance vertan wird in dem Fall weiter zu kommen.

Je tiefer in das Leben des Opfers eingedrungen wird, desto verworrener wird die Geschichte, die zunächst recht unscheinbar aussah. Doch plötzlich ergeben sich zahlreiche Motive und mit ihnen ebenso viele mögliche Täter, was bedeutet, dass nicht nur die Ermittler, sondern auch der Leser einen kühlen Kopf bewahren muss, um die richtige Spur herauszufiltern. Die Spannung, die von Anfang an kontinuierlich aufgebaut wird, steigt stetig an und bietet somit eine Grundlage für die ein oder andere Überraschung.

Gemeinsam mit den Protagonisten taucht man ins Geschehen ein, das sich ob des flüssigen Schreibstils der Autorin gut verfolgen lässt. Mit der Zeit zeichnet sich für den Leser eine Person ab, die durchaus als Hauptverdächtiger in Frage kommt, doch handelt es sich dabei mehr um ein Bauchgefühl als um handfeste Beweise. Dennoch möchte man von seinem Verdacht nicht so leicht ablassen, sondern sucht fieberhaft nach konkreten Hinweisen, um denjenigen zu überführen. Ob dies gelingt wird sich allerdings erst am Schluss herausstellen.

Da Alexander und Kathleen inzwischen ihre Differenzen beseitigt haben, kann man sich gut vorstellen sie in dem ein oder anderen Fall wieder zu treffen und während der Ermittlungen zu unterstützen.

Samstag, 26. Dezember 2015

[KATZENFUTTER]... was wir uns in den nächsten Wochen in den Futterschüsseln wünschen

Einmal im Monat wollen wir bei unseren Lieblingsgenres und -verlagen unsere Nase hineinstecken, auf welche Bücher wir uns in den kommenden Monaten besonders freuen und welche vielleicht sogar in unser Zuhause mit einziehen, das kann mal mehr mal weniger sein, Kleinverlage, Großverlage, wir wollen uns da nicht festlegen, die großen Wünsche bleiben schließlich auch nicht über Monate oder Jahre die gleichen :)

 
Heike Abidi Dancing Girls 01. Charlotte hat den Dreh raus
erscheint bei Coppenrath
erstöbert von Christiane

Rita Falk Leberkäsjunkie
erscheint bei dtv
erstöbert von Christiane

Susanne Goga Es geschah in Schöneberg
erscheint bei dtv
 erstöbert von Christiane

Sarah Sky Topmodel Undercover
erscheint bei Planet!
erstöbert von Christiane


Carla Norton Und morgen dein Tod
erscheint bei Knaur
erstöbert von Natalie


Matt Brown Schmetterlinge im Februar
erscheint bei Knaur
erstöbert von Natalie


Polly Dugan Wir zwei und der Himmel dazwischen
erscheint bei Knaur
erstöbert von Natalie


Janne Schmidt Der Leo Plan
erscheint bei Piper
erstöbert von Natalie


Antonia Fennek Geschwärzt
erscheint bei egmont Lyx
erstöbert von Natalie


Carla Norton Und morgen dein Tod
erscheint bei Knaur
erstöbert von Natalie


E.E. Cooper Missing Girl - Verschollen
erscheint bei Harper Collins ya!
erstöbert von Natalie


Anouska Knight Weil wir zusammengehören
erscheint bei mtb
erstöbert von Natalie


Michelle Thaler Sugar Stories
erscheint bei Topp
erstöbert von Natalie


Natascha Pitz Zencolor - Wünsche & Sprüche
erscheint bei Topp
erstöbert von Natalie


Christina Michels Wahrheit schmeckt wie Mokkatorte
erscheint bei magellan
erstöbert von Natalie


Rubin Benway Emmy & Oliver
erscheint bei magellan
erstöbert von Natalie