Samstag, 31. Oktober 2015

[REZENSION] Mainz Rheinhessen mit Kindern

Redakteur: Sabrina Best

Titel: Mainz Rheinhessen mit Kindern
Autor: Eberhard Schmitt-Burk
Verlag: Pmv Peter Meyer Verlag
Reihe: -/-
empfohlenes Lesealter: 3-13 Jahre
Ausführung: Taschenbuch, 256 Seiten



Autor:
Eberhard Schmitt-Burk ist seit 1979 als Buchautor tätig. Für pmv hat er schon mehrere Kinderfreizeitführer verfasst: Pfalz, Frankfurt Rhein-Main und Wiesbaden Rheingau mit Kindern. Mit dem Rad oder zu Fuß besucht er jede Adresse, oft wird er dabei von seinen vier Enkeln begleitet. Der älteste von ihnen, Hyun Woo (11 Jahre) ist schon ein prima Radler und Rechercheur …


MAINZ RHEINHESSEN MIT KINDERN

350 spannende Ausflüge und Aktivitäten rund ums Jahr.

Aufmerksam wurde ich auf diesen Verlag auf der Buchmesse in Frankfurt. Ein schöner Verlag, mit freundlichen Verlagsmitarbeitern, die voll hinter ihren Büchern stehen und diese gut präsentieren.
Ich selbst bin Erzieherin in Rheinhessen und immer auf der Suche nach schönen Ausflugszielen für Kindergartenkinder. Aber auch als Mama von einem Sohn bin ich nun immer am Schauen, was man hier in der Umgebung unternehmen kann. Da kam mir dieser schöne „Ausflugsführer“ wie gerufen.

Bereits auf dem Frontcover kann man das Inhaltsverzeichnis sehen:
Mainz: Natur und Sport
Mainz: Wissen und Kultur
Inselrhein bis Bingen
Rheinaue bis Worms
Rheinhessisches Hügelland
Rheinhessische Schweiz
An der Nahe
Info und Ferienadressen
Karten und Register

Als erstes findet man die Unterpunkte zu oben genannten.
Hinter Natur und Sport verbergen sich: Tipps für Wasserratten, Frische Luft und Sport, sowie Umwelt erforschen.
Unter diesen Punkten befinden sich weitere Unterpunkte.
Die Gliederung ist super gelungen, ohne langes Suchen findet man hier sehr schnell seine Lieblingsaktivitäten.
Der Ausflugsführer bietet eine vielfältige Auwahl, ob drinnen oder draußen, altbekannt oder neues. Es bietet eine so große Vielfalt, das mit diesem Buch niemand Langeweile haben muss oder Bange sein, dass er nichts Passendes für sich findet. Selbst ich als gebürtiger Rheinhesse kannte nicht alle im Buch aufgeführten Ausflugsziele und freue mich sehr auf neue Erkundungen. Optisch perfekt umgesetzt und sehr praktikabel ist, dass zu jedem neuen „Überpunkt“ ein kleiner Kartenausschnitt das Gebiet zeigt, in dem der Ausflugspunkt liegt.
Mein Fazit: Es ist ein toller, perfekt strukturierter Freizeitführer für Familienausflüge. Ich kann ihn jedem, der gerne nach Anregungen vor der eigenen Haustür sucht, empfehlen und werde mich nach weiteren besonderen Ausflugsführern für unsere Umgebung und an die anliegenden Landstriche umsehen.

[REZENSION] Ludmilla. Die Meisterdiebin: 9 geniale Gaunereien und ein nächtliches Duell

Redakteur: Anette Leister

Titel:Ludmilla. Die Meisterdiebin: 9 geniale Gaunereien und ein nächtliches Duel
Autor: Thies Schwarz
Illustrator: Thies Schwarz
Verlag: Mixtvision
Reihe: -/-
empfohlenes Lesealter: 8-10 Jahre  
Ausführung: Hardcover, 40 Seiten



Autor und Illustrator:
Thies Schwarz, geboren 1968, lebt in Hannover und arbeitet als Illustrator für Agenturen, Verlage und Filmproduktionen. Außer gelegentlichem Radfahren ohne Licht ist er relativ gesetzestreu. "Alfonso. Der Meisterdieb" ist sein erstes Kinderbuch.


LUDMILLA. DIE MEISTERDIEBIN: 9 GENIALE GAUNEREIEN UND EIN NÄCHTLICHES DUELL

Der Titel lässt die Katze aus dem Sack: Meisterdieb Alfonso droht gleichwertige Konkurrenz durch die Meisterdiebin Ludmilla, die genau wie er 9 geniale Gaunereien geplant hat.

Wiederum ohne Worte bringt Thies Schwarz pfiffige und völlig verrückte Gaunerstreiche zu Papier, die in einem comicartigen Stil "erzählt" werden. Ohne begleitenden und erklärenden Text müssen schmökernde Detektive der Planung und Durchführung von Ludmillas Meisterstücken auf die Spur kommen. Im Vergleich zu Alfonsos Meisterwerken hat Thies Schwarz dem Leser noch eine weitere Schippe Steine in den Weg gelegt, ich grübele bei einigen Gaunereien immer noch erfolglos darüber nach, wie ich ihnen auf die Spur kommen kann.
Doch nicht verzweifeln - selbst wer wie ich im Dunkeln tappt, wird am Schuss mit einem Ende ganz besonderer Art überrascht, das die Hoffnung weckt in den nächsten Jahre weitere Meisterdiebe im Einsatz erleben zu können, die gleich von zwei Fachleuten dieses Gebiets ausgebildet wurden ;) Das ende bedeutet aber nicht, dass man die Bildergeschichte von Alfonso kennen muss, es ist einfach ein sehr nettes Gimmick für die Kenner dieser Geschichte.
Wie bereits in "Alfonso" bleibt Thies Schqarz seinem Malstil treu und seine Figuren sind eine Hommage an Klassiker wie Inspektor Clouseau oder Nick Knatterton.
Das Durchschmökern des Buches macht mehrfach Spaß, denn immer wieder entdeckt man neue Details, die einem vielleicht bei der Aufklärung des einen oder anderen Falls helfen.

Das Buch zieht bereits durch sein außergewöhnliches Format die Augen auf sich: mit 30cmx15cm hebt es sich vom sonst gängigen Seitenverhältnis der meisten Bilderbücher ab, und selbst schmale Formate sind eher im Quer- als wie hier im Hochformat ausgeführt. Neben der großformatigen Büste Ludmillas treten Titel und Autor auf dem Cover fast in den Hintergrund. Eigentlich bin ich bei illustrierten Büchern ein Verfechter der Papierausführung, aber die Bücher "Die Meisterdiebe" passen von Konzept und Ausführung perfekt zum Medium E-Book.

Im Gegensatz zu Alfonso konnte Ludmilla diesesmal auch das Interesse meiner Tochter wecken, manchmal ziehen weibliche Hauptfiguren bei Mädchen eben doch mehr als männliche, auch wenn es um das gleiche Thema geht. Als erwachsene Leserin (in diesem Fall eher Anguckerin), kann ich aber unabhängig voneinander beide Bildergeschichten uneingeschränkt weitermepfehlen. Ich bin mir sehr sicher, dass erwachsene Liebhaber von klassischen Detektivgeschichten oder -comics mit der ungewöhnlichen Umsetzung und dem auffälligen Stil von Thies Scharz ihren Spaß haben werden.

Freitag, 30. Oktober 2015

[REZENSION] Hanni und Nanni und das große Vermächtnis (Hörspiel)

Redakteur: Christiane Demuth

Titel: Hanni und Nanni und das große Vermächtnis
Autor: Enid Blyton
Sprecher: Erzähler: Lutz Mackensy
Übersetzer: -/-
Verlag: Europa
Reihe: Hanni und Nanni 48
empfohlenes Lesealter: ab 6 Jahren
Ausführung: Hörspiel, ca. 66 Minuten, 1 CD



Autor:
Enid Blyton, 1897 in London geboren, begann im Alter von 14 Jahren, Gedichte zu schreiben. Bis zu ihrem Tod im Jahre 1968 verfasste sie über 700 Bücher und mehr als 10.000 Kurzgeschichten, die in über 40 Sprachen übersetzt wurden. Bis heute gehört Enid Blyton zu den meistgelesenen Kinderbuchautoren der Welt und mit den »Fünf Freunden« hat sie die bekanntesten Helden aller Zeiten geschaffen.

Sprecher:
Lutz Mackensy, Regine Lamster, Manuela Dahm, Reinhilt Schneider, Kerstin Draeger, Susanne Wulkow, Barbara Schipper, Linda Fölster, Judy Winter, Wanda Osten, Marianne Bernhardt


HANNI UND NANNI UND DAS GROSSE VERMÄCHTNIS

Die Mädchen vom Lindenhof staunen nicht schlecht als sie beim Entrümpeln plötzlich einen alten, handgeschriebenen Brief in Händen halten, der darauf hinweist, dass Edeltraud von Linden vor vielen Jahren einen Schatz auf dem Internatsgelände versteckt haben soll. Die Mädchen packt sofort das Abenteuerfieber, die Suche nach dem geheimnisvollen Schatz kann beginnen. Noch ahnen die Freundinnen nicht, dass sie jemand beobachtet, der ganz eigene Ziele verfolgt...

Jeder wird nachvollziehen können wie es ist, wenn man einmal so richtig ausmistet. Da kommen Dinge ans Tageslicht, die man schon lange nicht mehr zu Gesicht bekommen hat. Manche sind vielleicht sogar schon in Vergessenheit geraten, andere hat man ständig gesucht, ohne sie jedoch zu finden. Doch wie ist es, wenn man plötzlich etwas in Händen hält, dass schon lange vor der heutigen Zeit verloren ging oder versteckt wurde? Wäre man an Stelle der Zwillinge und ihrer Freundinnen würde man vermutlich ebenso neugierig sein und dem Geheimnis auf den Grund gehen wollen.

Schnell wird der Hörer mit dem Schatzsuchefieber infiziert, doch spürt man auch, dass es nicht so harmlos bleiben wird wie es zunächst den Anschein hat. Nicht nur der Plan, den die Mädchen gefunden haben, bereitet ihnen Kopfzerbrechen, sondern auch ein ominöser Beobachter, von dem weder Identität noch Motiv bekannt sind. Konzentriert versucht der Hörer also alle Hinweise aufzunehmen, um sie an richtiger Stelle zu platzieren, damit sich ein Gesamtbild ergibt, das hoffentlich alsbald die richtige Lösung aufzeigt.

Das 48. Abenteuer bietet für Hanni und Nanni, ihre Freundinnen und natürlich den Hörer einiges an Spannung. Man erhält Einblick in die Vergangenheit des Lindenhofs und begibt sich auf interessante Spurensuche, ohne zu ahnen was einen am Ende erwartet. Wäre dem anders, wäre es nur halb so schön.

Donnerstag, 29. Oktober 2015

[INTERVIEW] Interview mit Stephanie Polák

Redakteur: Anette Leister


Was tun, wenn die beste Freundin einem plötzlich die kalte Schulter zeigt? Kopf hoch, Kuchen backen, Club gründen!
Cleo und ihre beste Freundin Emma sind erst seit ein paar Wochen in der fünften Klasse, als es bei ihnen heftig kriselt: Eigentlich hatten Cleo und Emma geplant, gemeinsam bei der Schülerzeitung mitzumachen, aber Emma interessiert sich neuerdings nur noch für Pferde und die Cheerleader-Gruppe Pink Angels. Mit einem Mal fühlt sich Cleo einsam und unwohl in der neuen Klasse. Mehr widerwillig lernt sie dann die burschikose Toni, die schüchterne Charlotte und die lustige Jule kennen. Die vier Mädchen, die kaum unterschiedlicher sein könnten, raufen sich allmählich zusammen. Als ein Wohltätigkeits-Basar an der Schule geplant ist, läuft Cleo mit ihren neuen Freundinnen zu Hochform auf. Die vier backen tagelang Törtchen, Muffins und Kuchen. Aber haben sie mit ihrem Kuchenstand eine Chance gegen die Super-Show der Pink Angels?
Liebe Stephanie,

vielen Dank, dass ich dir einige Fragen zu deiner Arbeit und deinem neuen Kinderbuch stellen darf.

Wie entstand die Idee, einen Kinderroman mit Rezepten zu schreiben, liest du diese Art Bücher selbst besonders gern?

Manchmal ergeben sich Dinge ganz von selbst. Eine Idee fängt ja ganz klein an und wird im Laufe der Zeit immer größer. Zuerst war da also Cleo in meinem Kopf und der Rest (das Tortenparadies, die Freundinnen und eben der Kuchenclub) kamen viel später. Die Rezepte ergaben sich dann später durch Zufall beim Schreiben.

Von wem stammen die Rezepte? Sind sie alle von dir, der Illustratorin oder dem Verlag getestet worden?

Die Rezepte habe ich mir nicht selbst ausgedacht! So gut backen kann ich gar nicht, dass ich eigene Rezepte entwickeln könnte. Das sind Fundstücke, die wir bei Freunden und Bekannten gesammelt haben. Und ja, der Verlag hat tatsächlich die Rezepte probegebacken. Ich finde, das ist ein echtes Engagement!

Was war zuerst da, die Geschichte oder die Rezepte?

Die Geschichte war zuerst da. Aber zum Glück kam mir die Idee mit den Rezepten relativ früh. Um genau zu sein, am Ende von Kapitel 2, als Cleo mit ihren Eltern im Kuchenladen sitzt und die Mutter eine neue Kuchenkreation präsentiert. Genau das war die Stelle, an der ich gerne das Rezept zu dem Kuchen gehabt hätte. Und so war die Idee, jedem Kapitel ein Rezept zuzuordnen, schnell geboren.

Wird es noch weitere Geschichten über den Kuchenclub geben?

Ja, das ist geplant, sogar schon für nächstes Jahr! Ich grübele gerade, wie es weitergeht mit Cleo und dem Rest der Mädchen. Thematisch wird das Backen noch eine Rolle spielen, aber nicht mehr so sehr wie in Band 1. Mehr wird aber noch nicht verraten!

Hast du eine Lieblingsfigur unter den Mädels des Kuchenclubs und wenn ja, warum gerade diese?

Ach, das ist eine schwierige Frage. Die vier Mädchen sind so unterschiedlich und jede ist auf ihre Art und Weise liebenswert. Wenn ich mich aber entscheiden müsste, würde ich wohl Jule wählen, weil sie sich durch nichts aus der Ruhe bringen lässt.

Hast du schon Rückmeldungen von der Zielgruppe zum Kuchenclub erhalten? Wie kommt das Buch bei den Kindern an?

Bislang waren die Rückmeldungen von Kindern sehr positiv. Die Tochter von guten Freunden hat den Kuchenclub als ihr neues Lieblingsbuch auserkoren – das freut mich natürlich. Ein anderes Mädchen backt mit ihrer Mutter Woche für Woche ein Rezept nach. Auch das finde ich ganz toll. Also, ja, bislang waren meine Leserinnen sehr zufrieden.

Was ist für dich schlimmer: gar kein Feedback oder negatives Feedback von den Lesern zu deinen Büchern zu erhalten?

Um ehrlich zu sein – ich hoffe, ich bereue diese Aussage später nicht mal – ist gar kein Feedback schlimmer. Denn so weiß ich ja gar nicht, ob das Buch überhaupt gelesen wurde. Da ist es mir doch schon lieber, wenn man mir sagt, was einem nicht gefallen hat. Denn dann kann ich darüber nachdenken und beim nächsten Mal vielleicht was besser machen. Am allermeisten freue ich mich aber natürlich über Lob.

Gibt es (Kinderbuch-)Autoren, die zu deinen Vorbildern zählen oder die dich zu deiner Arbeit inspiriert haben?

Vorbilder – das kann ich so nicht sagen. Es gibt natürlich unendlich viele Kinderbuchautoren, die ich schätze und bewundere. Ich bewundere Autoren, die neue, fantastische Welten schaffen. Ich bewundere aber auch Autoren, die einen feinen und ungewöhnlichen Umgang mit der Sprache haben. Aber ich bewundere sie eben dafür, Vorbilder sind es nicht, denn ich möchte ja niemanden nachahmen. Ich bin ich und möchte so schreiben, wie es aus mir herauskommt. Hätte ich jetzt ein klares Vorbild, würde ich doch wohl Gefahr laufen, denjenigen zu imitieren und dann würden sich meine Geschichten nicht mehr echt anfühlen.

Was hältst du davon, wenn bei Neuauflagen die Sprache in Kinderbuchklassikern oder gleich das ganze Erscheinungsbild einer Figur modernisiert wird?

Ganz ehrlich, ich bin davon gar kein Freund. Es gab ja um Pippi Langstrumpf lange Diskussionen und nun auch um Pumuckl, der plötzlich erschlankt war. Meiner Meinung nach steht ein Buch mitsamt seiner Sprache für eine Zeit. Wenn in Pippi Langstrumpf, Der kleinen Hexe u.ä. das Wort „Neger“ vorkommt, ist das natürlich nicht mehr zeitgemäß, aber ich denke, man wäre mit einer erklärenden Fußnote besser bedient, als mit dem Radiergummi. Wir können unsere Geschichtsbücher ja auch nicht umschreiben, nur weil uns die deutsche Vergangenheit so nicht mehr gefällt. Nein, daraus soll man lernen und das kann man aus Sprachveränderungen ebenso. Ich bin davon überzeugt, dass ein paar erklärende Worte mehr bewirken als die Lösch-Taste. Oder trauen wir unseren Kindern wirklich so wenig Verstand zu?

Kannst du dir auch vorstellen, etwas im Bereich der Erwachsenenliteratur zu schreiben oder bleibst du den Kinder- und Jugendbüchern treu?

Im erster Linie bleibe ich den Kinder- und Jugendbüchern treu. Aber einen Erwachsenenroman könnte ich mir tatsächlich irgendwann mal vorstellen. Mal sehen, wann und ob ich das jemals in Angriff nehmen werde.

Hast du bereits weitere Projekte in Planung?

Oh ja, einiges. Im Frühjahr 2016 erscheint bei arsEdition mein Jugendbuch „Mein Sommer mit Holly“. Darauf freue ich mich sehr, denn es ist eine schöne Sommerferiengeschichte rund um zwei völlig unterschiedliche Mädchen, das Filmedrehen, Großeltern, usw. Das Buch hat sehr viele persönliche Züge. Ich habe ja früher auch beim Film gearbeitet und konnte diese Erfahrungen nun endlich mal in Buchform umsetzen. Und ich habe als Kind auch viel Ferienzeit mit meinen Großeltern verbracht. Auch da habe ich viele Erinnerungen einfließen lassen. Ja, es war ein riesiger Spaß, dieses Buch zu schreiben!
Dann ist für den Herbst 2016 ein Jugendbuch beim Oetinger TB/Pink geplant. Das muss ich Ende des Monats abgeben. Und der zweite Band von der Cleo wird ebenfalls im Herbst 2016 erscheinen.
Außerdem war ja gerade die Buchmesse in Frankfurt, wo meine Agentin neue Ideen vorgestellt hat. Es wird also sicher nicht langweilig.

Vielen Dank für das Interview und das Treffen auf der Buchmesse :)


[TTT] Top Ten Thursday #232 (Anette + Christiane)


Der Top Ten Thursday ist eine wöchentliche Aktion von Steffis Bücherbloggeria.

Das Thema diese Woche lautet:
Die 10 besten Bücher zu Halloween

Christiane:
Ich muss gestehen, beim ersten Überlegen fiel mir zu dem Thema tatsächlich kaum etwas ein, so dass ich ein wenig in den Regalen stöbern gegangen bin. Daraufhin kam aber so einiges ans Licht, bei dem ich im Nachhinein gedacht habe, dass mir das schon hätte in den Sinn kommen können. ;) Interessanterweise findet sich meine Auswahl ausschließlich im Jugendbuchbereich.



Anette:

"Darkmouth" habe ich auch schon gelesen und "Nightmares" liegt noch ungelesen bei mir, aber natürlich habe ich noch fünf andere Tipps für euch, welche Bücher in die dunkle Jahreszeit und zum Gruselfest Halloween passen:

6. Als großer Fan der Illustrationen von Benjamin Lacombe empfehle ich an dieser Stelle:


7. Zu Halloween gehören auch Geister, jede Menge davon findet ihr in Jonathan Strouds Lookwood & Co. Trilogie, von der ich die ersten beiden Bände bereits mit BeGEISTerung gelesen habe ;)


8. Nachtschatten ist eine Sammlung klassischer Gruselgeschichten, die ich bereits aus meiner Kindheit kenne, die aber in verschiedenen Sammlungen über Jahre vergriffen waren. Ich habe das Buch bisher nur häppchenweise gelesen, werde diesen Herbst aber wohl dazu nutzen, es endlich zu beenden. Wer Lektüre für düstere Vorleseabende sucht, sollte hier zugreifen!

Isabel Kreitz: Nachtschatten


9. Für mich ein Gespensterklassiker schlechthin - eine Empfehlung für diejenigen, die mit Kindern etwas lesen wollen oder die für ihre Erstleser gruseliglustigen Lesestoff suchen.

Otfried Preußler: Das kleine Gespenst

10. Das Graveyard Buch oder Coraline von Neil Gaiman passen meiner Meinung nach ebenfalls beide zu Halloween, da ich Coraline bislang aber nur in der filmischen Umsetzung kenne, entscheide ich mich hier für das Graveyard Buch als Tipp, das es in der ersten Ausgabe sogar passend im Metallsarg gab.


Das Thema für den 05. November 2015 lautet:
Deine 10 liebsten TV Serien

[REZENSION] Eine saubere Angelegenheit

Redakteur: Christiane Demuth

Titel: Eine saubere Angelegenheit
Autor: Brigitte Pons
Übersetzer: -/-
Verlag: Lyx
Reihe: Rollo & Torge 1
Ausführung: Taschenbuch, 320 Seiten



Autor:
Brigitte Pons wurde 1967 in Groß-Gerau geboren. Sie machte eine Ausbildung zur Bankkauffrau. 2011 wurde ihr erster Roman veröffentlicht.


EINE SAUBERE ANGELEGENHEIT

Ein Bodyguard wird mit durchtrennter Kehle aufgefunden, verwertbare Spuren sucht die Polizei jedoch vergeblich. Das Opfer liebte das Nachtleben und die Frauen, der Schluss liegt nahe, dass ihm eine davon zum Verhängnis wurde. Kriminalhauptkommissar Torge Hansen wird mit dem Fall betraut, der undurchsichtiger schon kaum noch sein könnte. Dabei ermittelt er nicht nur unkonventionell, sondern auch in Richtungen, die nicht bei jedem gern gesehen sind, wodurch er ein ums andere Mal aneckt. Dabei muss er allerdings zusehen, dass er nicht den falschen Leuten auf die Füße tritt...

„Unserem Kollegen geht es heute nicht gut“, stellte Florian lakonisch fest. „Wenn du mich fragst, braucht er dringend Urlaub.“
„Ich frag dich aber nicht.“ Rollo kratzte sich den Nacken. „Obwohl du völlig recht hast. Es sind für ihn einfach zu viele Frauen in diesem Fall, das bedeutet Stress für die ungenutzten Hormone. Der denkt nicht mehr mit dem Kopf.“ (S. 126)

„Eine saubere Angelegenheit“ ist der erste Fall für Rollo & Torge aus der Feder von Brigitte Pons. Dem ein oder anderen ist möglicherweise die Frank-Liebknecht-Reihe der Autorin bekannt, so dass man geneigt sein könnte Vergleiche anzustellen. So oder so, eins lässt sich bereits auf den ersten Seiten feststellen: Die Reihen und ihre Protagonisten könnten unterschiedlicher nicht sein und das ist gut so.

Da der Leser sich nach dem Einstieg sehr schnell mitten im Geschehen befindet bleibt im Grunde kaum Zeit sich erst einmal zurecht zu finden. Schließlich kann bereits jedwede Kleinigkeit wichtig sein und zur Lösung des Falles beitragen, so dass man gar nicht aufmerksam genug sein kann. Zum kennenlernen der Charaktere bleibt noch genügend Zeit, da sie während des weiteren Verlaufs immer mehr Details von sich preis geben, so dass sich nach und nach ein Gesamtbild ergibt, mit dem man als Leser mehr als gut arbeiten kann. Schon früh wird man mit der Figur Torge Hansen konfrontiert, den man zunächst nicht so recht einzuordnen weiß. Je mehr man allerdings erfährt, desto besser lassen sich auch Ereignisse vom Anfang nachvollziehen.

Ohne eine konkrete Spurenlage stehen nicht nur die Ermittler vor einem Rätsel, der Leser ist ähnlich ratlos. Sicherlich gibt es scheinbar eindeutige Hinweise, diese müssen jedoch einwandfrei belegt werden, worin genau die Schwierigkeit liegt. Gebannt verfolgt man das spannungsgeladene Geschehen und die Ermittlungsarbeit der Polizei. Die Atmosphäre ist schon recht früh angespannt, was sich von Seite zu Seite steigert. Diverse Verdächtige und Motive werden präsentiert und wieder verworfen, etwas Handfestes jedoch fehlt.

Auch wenn das Finale noch einmal mit einem regelrechten Feuerwerk aufwartet, so erhält man leider zu früh, im Vergleich zum vorangegangenen Geschehen, den alles entscheidenden Tipp zur Auflösung. Dadurch sinkt die Spannung zunächst, bevor noch einmal Anlauf genommen wird, um dem Höhepunkt entgegen zu steuern.

Mit „Eine saubere Angelegenheit“ ist Brigitte Pons ein Auftakt gelungen, der darauf hoffen lässt die Protagonisten schon bald wieder erleben zu dürfen. Denn es gibt sicherlich noch einiges zu erzählen, nicht nur von Torge & Rollo, sondern auch von diversen Fällen, deren Auflösung nicht unbedingt nach Schema F erfolgt.

Mittwoch, 28. Oktober 2015

[REZENSION] Superhelden - das Handbuch

Redakteur: Anette Leister

Titel: Superhelden - das Handbuch (OT: Les superhéros détestent les artichauts)
Autor: Benjamin Lacombe, Sébastien Perez
Übersetzer: Edmund Jacoby
Verlag: Jacoby & Stuart
Reihe: -/-
empfohlenes Lesealter: 8-10 Jahre  
Ausführung: Hardcover, 92 Seiten



Autor und Illustrator:
Benjamin Lacombe, geb. 1982 in Paris, hat graphische Künste studiert und ist ein international sehr erfolgreicher Künstler, der viele Bücher illustriert hat. Inzwischen schreibt er auch seine eigenen Texte. Er lebt und arbeitet in Paris mit seinen Hunden Virgile und Lisbeth, die sich häufig in seine Bilder einschleichen.
Sébastien Perez, geb. 1975 in Beauvais, begann schon früh mit dem Schreiben von Geschichten, in denen er stets Fantastisches mit Humorvollem mischt, aber auch immer ein Thema anreißt, das ihm am Herzen liegt, wie z.B. die Toleranz. Er hat bereits mehrere Kinderbücher veröffentlicht.


SUPERHELDEN - DAS HANDBUCH

Im neuen Gemeinschaftswerk von Lacombe und Perez widmen sich diese beiden Ausnahmekünstler den Superhelden und -heldinnen. Superhelden benötigen natürlich eine ganz spezielle Präsentationsplattform und so sind die beiden Autoren bei diesem Projekt mit frischen Einfällen um die Ecke gekommen.

Auf der hinteren Vorsatzseite ist eine 3D-Brille inkludiert, meine kurzsichtige Nichte sieht damit leider nur rote und blaue Felder, bei mir hingegen funktioniert sie einwandfrei.
* 3D-Farbmusterverläufe
* 3D-Szenarien mit verschiedenen Tiefenebenen
* Nachtszenen mit Leuchtfarbe
Ich bin ganz begeistert, welche unterschiedlichen Effekte durch eine Brille, ein Buch und verschiedene Malstile erreicht werden können. Mit dieser Vielfalt hatte ich auf jeden Fall nicht gerechnet und freue mich sehr, auf beinahe jeder Seite neue Nuancen und Effekte entdecken zu können.

Das Buch ist zudem gespickt und zusätzlich aufgewertet durch viele Informationen über die verschiedenen Typen Superhelden, z.B.
- Superhelden in 12 Stichworten
- Der Test: Hast du das Zeug zum Superhelden?
- Supertiere
Manche Seiten sind gestaltet wie Wahl- oder Werbeplakate.
Bis jetzt habe ich mich in erster Linie auf die großartige Bildpräsentation beschränkt, auf die launigen Bildhintergründe und die sehr gute Papierqualität. Wenn ich diese Komponenten komplett genossen habe, werde ich mich noch intensiver dem erzählenden Teil zuwenden, in dem Maß, wie er es verdient. Abschließend kann ich das bildgewaltige Werk aber bereits jetzt völlig losgelöst vom Text uneingeschränkt empfehlen - Lacombes Bilder brauchen keine großen Worte! Sie funktionieren mit allen oder eben keiner Sprache.

Neben weiteren Werken Lacombes, die mein heimisches Regal zieren, wird dieses durch den großen  Spaß- und Entdeckungsfaktor, welches es bietet, sicherlich dasjenige sein, welches ich am Häufigsten zum Durchstöbern aus dem Regal nehmen werde.

Dienstag, 27. Oktober 2015

[REZENSION] Klappe und Action!

Redakteur: Christiane Demuth

Titel: Klappe und Action!
Autor: Mira Sol
Übersetzer: -/-
Verlag: Kosmos
Reihe: Die drei !!! 54
empfohlenes Lesealter: ab 10 Jahren
Ausführung: Hardcover, 144 Seiten



Autor:
Mira Sol war Bankkauffrau, studierte Germanistik und arbeitete anschließend als Verlagsredakteurin. Dann erfüllte sie sich einen Traum: Sie wurde Autorin für Kinder- und Jugendbücher. Mira Sol liebt Geheimnisse, Krimis, Sonnenblumen und Spanien. Deshalb schreibt sie ihre Jugendkrimis und geheimnisvollen Geschichten unter dem spanischen Künstlernamen Mira Sol (dt. „Sonnenblume“). Sie lebt mit ihrem Mann, drei anhänglichen Nachbarskatzen und vielen Büchern in Stuttgart.


KLAPPE UND ACTION!

Der anstehende Dreh ist für die drei Detektivinnen mehr als aufregend. Dass sie als Statisten im neuen Krimi, in dem Maries Vater die Hauptrolle spielt, dabei sein dürfen, ist wirklich toll. Doch plötzlich wird es ernst, als zwei Verkäuferinnen ausgeraubt werden, wobei es sich leider nicht um eine gestellte Szene handelt. Die drei !!! machen sich sofort auf die Suche nach dem Täter, denn Helmut Grevenbroich steht auf der Verdächtigenliste der Polizei ganz weit oben und das können die Mädchen so natürlich nicht stehen lassen...

Da Marie ihrem Vater schon lange nacheifern und Schauspielerin werden möchte, kommt ihr die Möglichkeit als Statistin am Set mitzuwirken natürlich gerade recht. Dass auch ihre besten Freundinnen Kim und Franzi dabei sein dürfen macht die Angelegenheit zu einem wahrlich freudigen Ereignis. Doch es bleibt nicht lange ruhig, wenn man davon an einem Filmset überhaupt sprechen kann. Denn bald befindet sich das gesamte Team in einem echten Krimi.

Ob der Leser sich an einem Set nun auskennt, dieses vielleicht schon einmal im Fernsehen gesehen hat, oder nicht, ist im Grunde irrelevant. Das Setting wird detailliert beschrieben und dargestellt, so dass man sich schnell fühlt, als stünde man selbst im Scheinwerferlicht. Unterschwellig bemerkt man allerdings schon früh die ein oder andere Schwingung, die darauf hindeutet, dass nicht mehr lange alles nach Plan laufen wird. Dass man sich auf sein Gefühl verlassen kann zeigt dann auch kurz darauf der weitere Verlauf des Geschehens.

Dass die drei Detektivinnen sich in den Fall einklinken ist klar, erst recht als Maries Vater zum Hauptverdächtigen wird. Außer der Polizei glaubt eigentlich niemand wirklich an seine Schuld, die Indizien sprechen allerdings gegen ihn. Entsprechend müssen die Freundinnen Gas geben, um Helmut Grevenbroich aus der Schusslinie zu bekommen. Es gestaltet sich jedoch schwieriger als gedacht den wahren Täter zu finden und zu entlarven, viele Kleinigkeiten müssen bedacht und vor allem beachtet werden.

Gemeinsam mit den Detektivinnen begibt sich der Leser auf die Suche. Bei der Menge an potentiellen Hinweisen ist es allerdings gar nicht so einfach zu selektieren, um sich nicht unnötig in Sackgassen wiederzufinden. Nicht nur Fingerspitzengefühl ist gefragt, sondern gleichzeitig Schnelligkeit, sonst ist der Täter womöglich schon bald über alle Berge. Der 54. Fall ist nicht nur für Marie ein ganz persönlicher, sondern auch spannend von Anfang bis Ende. Für den Leser gibt es einiges zu ermitteln, es wird nicht alles auf dem Silbertablett serviert, Kombinationsgabe ist ebenfalls erforderlich.

[REZENSION] Max will immer küssen

Redakteur: Anette Leister

Titel: Max will immer küssen
Autor: Martin Baltscheit
Illustrator: Martin Baltscheit
Verlag: Beltz
Reihe: -/-
empfohlenes Lesealter: 4-6 Jahren
Ausführung: Hardcover, 40 Seiten



Autor und Illustrator:
Martin Baltscheit, geboren 1965 in Düsseldorf, studierte Kommunikationsdesign an der Folkwangschule Essen. Im Anschluss tätig als Comic-Zeichner, Illustrator, Schauspieler, Kinderbuch-, Prosa-, Hörspiel- und Theaterautor. Er erhielt zahlreiche Auszeichnungen. Für die große Neuausgabe der Dschungelbücher als Buch und Hörbuch (bei HÖRCOMPANY) bündelte er seine zahlreichen Talente. Martin Baltscheit lebt mit seiner Familie in Düsseldorf.


MAX WILL IMMER KÜSSEN

Kennt ihr schon Gorilla Max, einen weiteren Bewohner des Dschungels, wo auch Löwe und seine Löwin wohnen?
NEEEIN???!!! Wenn ihr gerne küsst, müsst ihr das dringend ändern. Max will nämlich immer küssen, egal wo, egal wen, egal wie lang!
Max' Knutschmündchen steht in krassem Gegensatz zu seiner gigantischen Größe, wenn er Schmetterlinge oder Fische küssen möchte, sieht es eher so aus als wäre er kurz davor sich ein Mittagshäppchen einzuverleiben.
Merke: nicht jeder, den du küssen willst, will vielleicht gegengeküsst werden ;)
Aber wie sein Freund Löwe Erfolg hatte, muss auch Max nur lange genug suchen, um seine Traumpartnerin zu finden. Und da bleibt es nicht lange ausschließlich beim Küssen, sondern... ups - das werde ich nicht verraten. Aber für die Schmetterlinge und Fische findet Max dann keine Zeit mehr.

Das Buch mag nicht so tiefsinnig vom verwendeten Humor sein wie die bislang erschienenen Löwengeschichten, dafür verstehen es schon ganz kleine Mitleser und die extrem unterschiedlichen Knutschpäärchen machen einfach Spaß.

Das Bilderbuch ist einem viereckigen Format ausgeführt, die Gestaltung ist hochwertig. Die Textpassagen sind kurz und knapp in sehr großen Buchstaben ausgeführt. Es gibt ein Spiel mit Farben und Druck bei der Textgestaltung. Die Koloration ist farbenfroh und trotzdem naturnah.

Ein Buch, welches für kleine und große Leser gleichermaßen gut funktioniert und auf jeden Fall ein Buch für Löwen-Fans, die von allem, was nur entfernt mit ihm zu tun hat, MEEEEEHR haben wollen, und zwar SOFOOOOOOOOOORT!
-Geschrieben der Löwe-