Mittwoch, 23. Dezember 2015

[REZENSION] In einer Winternacht


Redakteur: Christiane Demuth

Titel: In einer Winternacht (OT: All Through The Night)
Autor: Mary Higgins Clark
Übersetzer: Karin Dufner
Verlag: Diana
Reihe: -/-
Ausführung: Taschenbuch, 192 Seiten



Autor:
Mary Higgins Clark wurde 1928 geboren. Mit ihren Romanen und Erzählbänden ist sie eine der meistgelesenen Schriftstellerinnen der USA und eine der erfolgreichsten Spannungsautorinnen der Welt. Sie wurde mit zahlreichen Preisen, u.a. dem begehrten Edgar-Award, ausgezeichnet. Sie lebt in Saddle River, New Jersey.


IN EINER WINTERNACHT

Vor sieben Jahren hat Sondra ihr Neugeborenes vor lauter Verzweiflung auf den Stufen der Kirche von St. Clement ausgesetzt, in der Hoffnung, das Mädchen in gute Hände zu geben. Doch nun nagt das Gewissen an ihr, so dass sie sich auf die Suche nach ihrer Tochter begibt, von der sie weder weiß wie sie aussieht, noch wer sie damals aufgenommen hat. Fast schon hat es den Anschein, dass sie die Suche erfolglos abbrechen muss, dann aber erhält Sondra Unterstützung von unerwarteter Seite..

Der Leser wird von Anfang an in Sondras Geschichte eingeweiht und erfährt somit auch was mit ihrer Tochter geschieht, doch weiß man dadurch noch lange nicht welche Ereignisse sich noch vollziehen werden und ob Mutter und Tochter überhaupt jemals zueinander finden. Wünschen, gerade unter dem Hintergrund einer besinnlichen Weihnachtszeit, würde man es sich natürlich, aber gibt es wirklich ein Happy End? Außerdem gibt es noch einen weiteren Handlungsstrang, der für helle Aufregung und Spannung sorgt. Natürlich ist von vornherein ersichtlich, dass sich irgendwann Berührungspunkte ergeben, doch auch hier stellt sich die Frage wann und in welcher Form dies geschehen wird.

Mary Higgings Clark besitzt einen ruhigen Erzählstil, der den Leser so manches Mal Glauben machen will, dass überhaupt nichts passiert. Doch im Grunde ist genau das Gegenteil der Fall. Obwohl die Autorin sich um eine unaufgeregte Wortwahl bemüht, spürt man doch, dass die Spannung immer weiter ansteigt und die Handlung deutlich voran getrieben wird. Sicherlich gibt es auch die ein oder andere Ruhepause, doch dienen diese nur zum kurzen Verweilen und ordnen der bisher erlangten Ermittlungsergebnisse.

Wer die Vorweihnachtszeit mit einem soliden Krimi überbrücken will, sollte unbedingt zu „In einer Winternacht“ greifen. Nicht zu brutal, aber auch nicht ohne Spannung, so lässt sich vielleicht noch vor Heiligabend der ein oder andere Fall lösen.

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