Mittwoch, 11. November 2015

[REZENSION] Zwei Bier und ein Mord

Redakteur: Christiane Demuth

Titel: Zwei Bier und ein Mord
Autor: Julia Bruns
Übersetzer: -/-
Verlag: Emons
Reihe: -/-
Ausführung: Taschenbuch, 208 Seiten



Autor:
Julia Bruns wurde 1975 in einem kleinen Dorf mitten in Thüringen geboren. Die promovierte Politikwissenschaftlerin arbeitete viele Jahre als Redenschreiberin und in der Öffentlichkeitsarbeit; heute ist sie freie Autorin. Wenn sie sich nicht gerade allerlei Geschichten ausdenkt, streift sie mit dem Familienhund durch die Wälder oder kocht Marmelade.


ZWEI BIER UND EIN MORD

Weißensee steht Kopf als ausgerechnet drei Tage vor dem traditionellen Bierfest eine Leiche im Chinesischen Garten gefunden wird – und dann auch noch ein Bayer. Seit Jahren streiten Thüringer und Bayern darum wer denn nun die ältesten Bierrechte besitzt, kein Zweifel, dass der Tote im Zusammenhang mit den Zwistigkeiten steht. Oder etwa doch nicht? Der brummige Hauptkommissar Bernsen und sein junger Kollege Kohlschuetter haben alle Hände voll zu tun, um den Fall abzuschließen, damit das Fest wie geplant stattfinden kann. Bei ihren Ermittlungen stoßen sie allerdings auf Geheimnisse, die so manches in einem ganz anderen Licht erscheinen lassen...

Ganz Weißensee fiebert dem kommenden Bierfest entgegen, schließlich wird erwartet, dass der Weltkulturerbestatus der UNESCO auf Grund des ältesten deutschen Reinheitsgebots von 1434 verliehen wird. Doch plötzlich scheint alles auf der Kippe zu stehen als ein Toter gefunden wird, Fremdeinwirkung nicht ausgeschlossen. Das Ermittlerteam aus Erfurt, mit dem Fall betraut, könnte ungleicher nicht sein. Da sind nicht nur persönliche Differenzen sogleich vorprogrammiert. Bleibt abzuwarten, ob die erforderliche Professionalität dennoch gewahrt wird.

Schnell stellt sich heraus, dass die Kommissare nicht nur absolut unterschiedlich sind, sondern auch ihre ganz eigenen Ermittlungsmethoden an den Tag legen. Auch hier gehen ihre Denkweisen auseinander, wenngleich sie sich darin einig sind, hin und wieder unkonventionell zu handeln. Entsprechend wirkt es hin und wieder als würden sie keinem rechten Plan folgen. Ebenso wirr zeigen sich die daraus folgenden Hinweise und Ergebnisse, die jedoch bei genauerer Betrachtung und korrekter Deutung durchaus Sinn ergeben.

Im Verlauf des Geschehens sollte man sich seiner eigenen Ergebnisse auf Grund der gegebenen Hinweise nie allzu sicher sein. Hinter jeder Ecke könnte schon die nächste Überraschung auf den Leser warten, denn in Weißensee gibt es das ein oder andere Geheimnis zu entdecken, wodurch die Handlung unerwartete Wendungen erfährt. Zwar zeichnet sich schon recht früh ein Teil der Lösung ab, doch hat man damit noch lange nicht den gesamten Fall zum Abschluss gebracht.

Nach der Lektüre von „Zwei Bier und ein Mord“ weiß man das ungleiche Ermittlerteam besser einzuschätzen und ist gespannt, ob es weitere Fälle für sie geben wird.

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