Sonntag, 22. November 2015

[REZENSION] Kissing more

Redakteur: Christiane Demuth

Titel: Kissing more
Autor: Katrin Bongard
Übersetzer: -/-
Verlag: Oetinger
Reihe: Kissing 2
empfohlenes Lesealter: ab 16 Jahren
Ausführung: Taschenbuch, 336 Seiten



Autor:
Katrin Bongard lebte einige Jahre in New York und nun wieder in Berlin. Neben der Arbeit als Drehbuchentwicklerin für Film- und Fernsehen ist sie seit 2005 als Autorin tätig.


KISSING MORE

Nachdem Emmy sich Hals über Kopf von Noah getrennt hat, ist sie inzwischen nicht mehr hundertprozentig überzeugt von ihrer Entscheidung. Doch als Noah ihr erklärt, dass sie ja Freunde bleiben könnten, traut sie sich nicht ihre Bedenken zu äußern. Eine Freundschaft ist sowieso viel ungefährlicher, außerdem müssen beide ihre Vergangenheit erst einmal aufarbeiten. Ihre Freunde jedoch wollen nicht mehr mit ansehen wie Emmy und Noah umeinander herumschleichen ohne zu ihren Gefühlen zu stehen und zwingen sie somit in eine unausweichliche Situation...

„Freunde. Freundschaft. Was ist daran so schwer zu verstehen?“, sage ich.
„Mit einem Mädchen, Noah? Schon verrückt genug, aber mit Emmy? Darf ich dich daran erinnern, dass du nächtelang bei mir in der Küche gesessen und von ihr geschwärmt hast? Nachdem sie mit dir Schluss gemacht hat, bist du nach Hause gerast und hast dir deine Haare abrasiert. Alles ab. Mein Haarschneidegerät. Schon vergessen?“ (S. 87)

Bereits im ersten Band, „Kissing“, hat man mit Emmy und Noah gelitten, gelacht und geweint. Nach ihrer Trennung erst einmal ein Schnitt, als es galt die Zeitspanne zu überbrücken, bis „Kissing more“ endlich erschien. Nun wollte man natürlich sofort herausfinden wie es mit den beiden Charakteren und ihren Freunden weiter geht, denn es war sicher, dass es noch einiges zu erzählen gibt.

Erzählt wird durchgängig aus der Ich-Perspektive, mal aus Noahs, mal aus Emmys Sicht. Somit fühlt man sich nicht nur näher im und am Geschehen, sondern ist auch gleich wieder mittendrin. Sämtliche Ereignisse des Vorgängers strömen, ohne erneut erwähnt werden zu müssen, auf den Leser ein, ebenso wie die damals empfundenen Gefühle. Entsprechend benötigt man zu Beginn kurz Zeit, sich zu sammeln und alles noch einmal Revue passieren zu lassen, bevor man sich in das neue Abenteuer begibt, das gleich rasant startet.

Man sollte eigentlich meinen Emmy hätte aus so manchem Fehler gelernt, auch sie selbst hat diesen Gedanken, doch manches Handeln zeugt dann doch vom Gegenteil, wie sie selber einsehen muss. Dennoch scheint sie sich und ihr Umfeld bewusster wahrzunehmen, was sich zumeist allerdings nur von ihren Gedankengängen ableiten lässt, nach außen dringt dies selten. Doch auch Noah ist noch auf der Suche nach sich selbst und seinem Platz, wodurch schnell klar wird, dass beide erst einmal eine weitere Entwicklungsstufe durchmachen müssen, um sich im Nachhinein möglicherweise gegenseitig stärken zu können. Denn egal welchen Erlebnissen die Protagonisten ausgesetzt sind, der Leser wünscht sich, dass Emmy und Noah wieder ein Paar werden. Ob dieser Wunsch jedoch in Erfüllung geht, muss sich erst noch zeigen.

„Kissing more“ ist von der Grundstimmung ein wenig ruhiger angelegt, obwohl es hin und wieder richtig zur Sache geht. Dadurch ergibt sich manchmal das Gefühl, dass die Handlung kurzzeitig stagniert, bevor sie wieder angetrieben wird. Nichtsdestotrotz finden sich zahlreiche Überraschungsmomente, auch wenn man eigentlich ganz genau weiß wie man sich den Verlauf des Geschehens erhofft. Kaum hat man die Lektüre beendet, möchte man eigentlich am liebsten weiter lesen, denn es gibt nach wie vor noch einiges zu erzählen. Glücklicherweise muss man gar nicht mehr allzu lange ausharren, denn bereits im März erscheint der Abschlussband als Taschenbuch (eBook bereits verfügbar).


Reiheninfo:
Band 1: Kissing

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