Mittwoch, 4. November 2015

[REZENSION] Der Kreuzweg

Redakteur: Christiane Demuth

Titel: Der Kreuzweg
Autor: Gunnar Schuberth
Übersetzer: -/-
Verlag: Sutton
Reihe: Paul Skamper 2
Ausführung: Taschenbuch, 240 Seiten



Autor:
Gunnar Schuberth wurde in Münchberg/Saale geboren und lebt in Nürnberg. Er studierte Germanistik in Erlangen und arbeitet als Autor, Deutsch-Dozent und Programmierer. Neben Theaterstücken und Drehbüchern veröffentlichte er zahlreiche Kurzkrimis und Erzählungen in Anthologien sowie mehrere Kriminalromane. Sein viel besuchter Blog unterhält darüber hinaus mit beißenden Satiren.


DER KREUZWEG

Abenteurer Paul Skamper kann es kaum glauben, als Lucius Brand ihm von der Heiligen Lanze erzählt, die ganz in der Nähe versteckt sein soll und ausgerechnet er soll den Schlüssel besitzen, um die Reliquie bergen zu können. Von Brand angestachelt, aber auch extrem neugierig, macht sich Skamper mit dem Fremden auf den Weg. Doch bald schon muss er feststellen, dass es sich nicht um eine harmlose Schatzsuche handelt, denn es gibt noch mehr Menschen, die hinter der Lanze her sind, und die gehen über Leichen...

Paul Skamper muss in „Der Kreuzweg“ bereits sein zweites Abenteuer bestehen, doch muss man als Leser nicht unbedingt Vorkenntnisse zu seiner Person besitzen, um die vorliegende Geschichte nachvollziehen zu können. Sicherlich wäre es an ein oder anderer Stelle hilfreich die Entwicklung des Charakters zu kennen, doch das Geschehen als solches ist in sich abgeschlossen und kann daher auch einzeln gelesen werden, oder man dreht einfach die Reihenfolge um.

Skamper und der Leser werden schon bald mit der Vergangenheit konfrontiert und in die Zeit Ende des Zweiten Weltkriegs zurück versetzt. Für den Leser bedeutet dies, dass es immer wieder zu Zeitsprüngen kommt, in denen vergangene Ereignisse erläutert werden. Diese tragen einerseits dazu bei das Bild zu vervollständigen, doch alle Zusammenhänge kann man tatsächlich erst am Schluss nachvollziehen, bekommt man schließlich immer nur kleine Ausschnitte beschrieben, um die Spannung aufrecht zu erhalten.

Das gelingt im Großen und Ganzen gut, wenn auch die ein oder andere Situation im Verlauf vorhersehbar ist, wenn man spürt, wie auf ebenjene schon einige Zeit hingearbeitet wird. Dennoch schafft es der Autor den Leser bei Laune und eng am Geschehen zu halten, denn man möchte unbedingt wissen, ob es den Schatz wirklich gibt und ob es gelingen wird diesen zu finden, oder ob einem Phantom hinterher gejagt wird.

Gunnar Schuberth bietet dem Leser ein großes Abenteuer mit weitestgehend hohem Spannungsniveau, so dass man sich für ein paar Stunden zurücklehnen kann und einer Schatzsuche beiwohnt, die alles andere als gemütlich daher kommt. Da kann man schon fast froh sein, als stiller Beobachter und nicht persönlich an Ort und Stelle zu verweilen.


Reiheninfo:
Band 1: Todesfinal

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