Donnerstag, 19. November 2015

[REZENSION] #Der Blogger

Redakteur: Christiane Demuth

Titel: #Der Blogger
Autor: Patrick Brosi
Übersetzer: -/-
Verlag: Emons
Reihe: -/-
Ausführung: Broschur, 456 Seiten



Autor:
Patrick Brosi wurde 1987 in Backnang bei Stuttgart geboren und studierte nach Abitur und Zivildienst Geschichte und Informatik in Tübingen und Freiburg. Er lebt und arbeitet in Freiburg.


#DER BLOGGER

Als Enthüllungsblogger René Berger sich für eine Weile aus der virtuellen Welt zurückzieht, wird die junge Journalistin Marie darauf angesetzt ihn ausfindig zu machen und über ihn und seine Arbeit zu berichten. Es scheint als sei er einer großen Sache auf der Spur, die die Pharmaindustrie erschüttern wird. Wird es Marie wirklich gelingen ihn ausfindig zu machen und zur Mitarbeit zu bewegen?
Kommissar Nagel sieht sich derweil einer Wasserleiche gegenüber, deren Identifizierung alles andere als einfach ist. Außerdem scheint es sich nicht um einen Selbstmord zu handeln, wie zunächst angenommen...

Von Beginn an spielt der Autor mit verschiedenen Perspektiven und ihrem Wechsel. Entweder steht die Journalistin Marie oder Kommissar Nagel im Vordergrund und somit auch das jeweilige Umfeld. Zudem wird anfangs immer das vorherrschende Datum angegeben, damit man die Ereignisse in die richtige Reihenfolge bringt, was ansonsten wahrlich nicht leicht ist, da sie um ein paar Tage zeitversetzt geschehen. Schon allein dadurch muss man konzentriert und aufmerksam lesen, um die Verwirrung nicht die Oberhand gewinnen zu lassen.

Recht bald hat man sich einen ersten Überblick erschafft, wobei man ebenso schnell sicher ist, dass hier nicht alles so ist wie es scheint. Es werden sich noch diverse Einschätzungen und Vermutungen einstellen, die das Gesamtbild komplett auf den Kopf stellen. Doch bis es soweit ist muss man erst einmal durchhalten, denn das erste Drittel ist langwierig und zäh. Sicherlich muss der Leser wichtige Informationen erhalten, um überhaupt zu verstehen mit wem er es zu tun hat. Aber man kann Situationen auch kaputt reden und das geschieht hier leider einige Male, wodurch es immer schwieriger wird am Ball zu bleiben, ohne das Buch einfach zur Seite zu legen.

Hat man sich überwunden und nicht vorzeitig aufgegeben, so wird man belohnt. Denn endlich schafft es die lang ersehnte Spannung auszubrechen und den Leser mitzureißen. Überraschende Wendungen wohin man schaut und zahlreiche Möglichkeiten selbst an den Ermittlungen teilzuhaben. Plötzlich vergeht die Zeit wie im Flug und man kann sich kaum noch vorstellen, dass der Einstieg so mühselig war. So manches Ereignis mag sich durchaus schon länger abgezeichnet haben, doch selbst in einem solchen Fall ergeben sich doch wieder Kleinigkeiten, die man so nicht vorhergesehen hat.

Perfekt wäre es gewesen, wenn die Atmosphäre, die nach dem ersten Drittel aufkam, bereits zu Beginn bestanden hätte, so aber ergibt sich leider ein Minuspunkt in der Gesamtwertung.

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