Freitag, 9. Oktober 2015

[REZENSION] Vier neue Fälle für Sherlock Holmes (Hörspiel)

Redakteur: Christiane Demuth

Titel: Vier neue Fälle für Sherlock Holmes
Autor: Sir Arthur Conan Doyle
Sprecher: Walter Renneisen, Peter Fitz u.a.
Verlag: Audobuch
Reihe: Sherlock Holmes
Ausführung: Hörspiel, ca. 224 Minuten, 4 CDs



Autor:
Sir Arthur Conan Doyle (1859 – 1930) war Arzt. Er begann nebenbei zu schreiben und erfand 1879 den berühmtesten Detektiv der Welt: Sherlock Holmes. Von 1912 bis 1929 veröffentlichte er außerdem insgesamt fünf Teile seiner Abenteuerreihe um Professor Challenger.

Sprecher:
Walter Renneisen, Peter Fitz, Gerd Andresen, Klaus Barner, Stefan Feddersen-Clausen, Peter Fricke, Klaus Hemmerle, Michael Holz, Wolfgang Höper, Hans Peter Korff, Sebastian Kowski, Hedi Kriegeskotte, Christiane Leuchtmann, Philipp Otto, Walter Sittler, Irina Wanka, Charles Wirths


VIER NEUE FÄLLE FÜR SHERLOCK HOLMES

Bereits im Frühjahr 2015 legte der Audiobuch-Verlag eine erste Sammlung mit vier Sherlock Holmes-Hörspielen vor, die hohen Anklang fand. Nun folgt eine weitere Sammlung, die folgende Fälle umfasst: „Abbey Grange“, „Der zweite Fleck“, „Wisteria Lodge“ und „Der Teufelsfuß“. In alter Manier ist es natürlich Holmes' treuer Begleiter Doktor Watson, der von den Vorkommnissen berichtet, und den Hörer schnell in seinen Bann zieht. Egal zu welcher Zeit und egal wo sich die Geschehnisse abspielen, es ist als wäre man selbst vor Ort und würde Holmes' Arbeit aus der Nähe erleben.

Auch diese zweite Box zeigt klar und eindeutig die Wandelbarkeit des eigenwilligen Detektivs. Die unterschiedlichen Fällen und somit ihre unterschiedlichen Protagonisten erfordern eine individuelle Herangehensweise. Sherlock Holmes lässt sich schnell auf die gebotenen Gegebenheiten ein, um jeder Situation und jeder Person die Behandlung zukommen zu lassen, die er in diesem Fall für notwendig hält. Er scheint häufig genau zu wissen wann er einem Opfer und wann einem Täter gegenüber steht. Doch fehlen ihm zu Beginn natürlich noch die Beweise, so dass sein Verhalten nicht unbedingt Aufschluss darüber gibt und man als Hörer genau aufpassen muss, damit man den Wendepunkt nicht verpasst.

Erstaunlich ist nach wie vor die Bandbreite der vorliegenden Fälle. Egal ob es um Familienkonflikte oder ungeklärte Todesfälle geht, Holmes schafft es, Licht ins Dunkel zu bringen und dem Hörer aufzuzeigen, dass manches Mal viel mehr hinter einer eigentlich eindeutigen Situation stecken kann als man glaubt. Andererseits kann es aber auch sein, dass sich der Sachverhalt um einiges unspektakulärer als zunächst erwartet, darstellt, manche Gedankengänge also viel zu ausschweifend und somit unnötig gewesen wären.

Jeder Fall hat seinen eigenen Reiz, vor allem aber jenen, bereits vor Sherlock Holmes zu einem Ergebnis zu kommen, dass der Wahrheit nahe kommt. Häufig muss man zwar einsehen, dass man nicht jegliches Detail bedacht hat, doch den ein oder anderen Hinweis kann man mit ein bisschen Übung durchaus richtiggehend deuten.

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