Donnerstag, 1. Oktober 2015

[REZENSION] Hoover

Redakteur: Julia Ehrenberg

Titel: Hoover
Autor: Ute Wegmann
Verlag: dtv
Reihe: -/-
empfohlenes Lesealter: ab 7 Jahren
Ausführung: Hardcover, 208 Seiten




Autor:
Ute Wegmann, geboren 1959, studierte Germanistik in Köln und arbeitet als Autorin fürs Theater, Kino und den Rundfunk.


HOOVER

Hoover ist 12 Jahre alt und ein recht gewöhnlicher Junge. Er ist der typische kleine Bruder. Nicht besonders selbstbewusst, ziemlich zurückhaltend und vor allem voller Liebe für seinen Großvater.
Da seine Mutter dieses Jahr am Geburtstag des Opas eine wichtige Prüfung hat und sein Vater gerade in München an der Uni unterrichtet, beschließt Hoover, dass es seine Aufgabe ist, Opas Geburtstag zu etwas ganz besonderem zu machen. Gerade in diesem Jahr, wo er immer wieder Herzprobleme hat, soll Opa einen wunderbaren Geburtstag erleben. Und Hoover hat auch eine Idee, was er ihm schenken kann. Opa hat einen großen Wunsch, er will noch einmal nach Paris, wo er vor vielen Jahren seine Frau kennengelernt hat. Doch wie soll ein 12jähriger Junge eine Reise nach Paris verschenken? Seine Mutter würde das nie erlauben und unterstützen, das ist Hoover klar. Gibt es trotzdem eine Möglichkeit, den Traum wahr zu machen? Immerhin ist Hoover nicht allein, denn er hat Claudine kennengelernt, ein tolles Mädchen und zudem auch noch Halbfranzösin.

Hoover ist ein berührendes Buch über Freundschaft, Liebe und Träume. Hoover ist ein besonderer 12jähriger Junge, der seinen Großvater über alles liebt. Als er versucht, den Traum seines Opas zu verwirklichen, entwickelt er sich weiter und er verliebt sich zum ersten Mal. Was folgt, ist ein großes Abenteuer. Dabei stellt sich immer wieder die Frage: Wie weit darf man gehen? Rechtfertigen gute Ziele schlechte Taten? Was muss und darf man tun, um seine Träume zu verwirklichen und um anderen eine große Freude zu machen?

Immer wieder fallen unglaublich schöne und nachdenklich machende Sätze. Immer wieder verzaubert Opa einen mit weisen Aussagen und Abenteuern aus seinem Leben.
„Ich werde googlen!“ „Nein, mein Junge, es gibt Dinge, die kann man im Internet nicht finden. Die feinen Kleinigkeiten, die Gerüche von Fisch, das Klimpern der silbernen Glöckchen, die vor dem Eingang der Läden hängen, der Gesang der Frauen, die vom Strand nach Hause gehen.“ Opa schüttelte den Kopf. „Da kannst du lange googlen! Das alles findest du in einem Computer nicht!“ (S. 43)
Hoover ist ein Buch, das gleichzeitig traurig und Mut machend ist, eine Geschichte voller Abenteuer, Träume, Liebe und Hoffnung, eine Mischung aus Verantwortungsbewusstsein und Dummheiten, eine Reise um die Welt und zu sich selbst. Ein Buch über das Leben und das Sterben, poetisch, warmherzig, lebensnah und einfach berührend. Eine wunderschöne Geschichte über einen kleinen und doch ganz schön großen Jungen. Es macht Spaß, Hoover zu begleiten!

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