Dienstag, 8. September 2015

[REZENSION] Der goldene Ball

Redakteur: Sabrina Best

Titel: Der goldene Ball
Autor: Kristien Dieltiens / Seppe Van den Berghe
Übersetzer: Brigitte Durst
Verlag: Patmos
Reihe: -/-
Ausführung: Hardcover, 32 Seiten



Autor:
Kristien Dieltiens ist niederländische Autorin und Illustratorin. Zahlreiche ihrer 52 Bücher wurden in viele Sprachen übersetzt und mit Preisen ausgezeichnet. Das Bilderbuch Der Goldene Ball war ihr Debüt. Auch 15 Jahre nach der Erstveröffentlichung ist die Nachfrage ungebrochen. Sie ist Mutter von fünf Kindern. Seppe Van den Berghe ist Illustrator, Musiker und Designer. Bei allem geht es ihm um die Suche nach Kompositionen und um das Spielen mit Noten, Farben oder Buchstaben.



DER GOLDENE BALL

Kurzbeschreibung:
Irgendwo weit weg und ganz nah zugleich lebte ein Kind. Es war dort sehr glücklich, bis es sein liebstes Spielzeug verlor, einen goldenen Ball. Deshalb machte es sich auf den Weg, um nach ihm zu suchen. So wurde es als Menschenkind geboren und fand ein neues Zuhause bei seiner Mutter und seinem Vater. Als das Kind eines Tages seinen goldenen Ball wiederfand, ging es dorthin zurück, woher es gekommen war. Wie traurig seine Eltern waren! Ihr Leben war leer geworden. Doch irgendwann sahen sie, dass der Himmel einen neuen besonderen Glanz für sie bekommen hatte. Und ganz langsam wurde es wieder hell und warm in ihren Herzen... Eine warmherzige Geschichte voller Poesie über den Abschied von einem kleinen Menschen, den man liebt - und darüber, wie glücklich wir trotz allem sein können, ihn eine Zeitlang an unserer Seite gehabt zu haben. Ein Geschenk für trauernde Eltern und Geschwister.

Meine Meinung:
Mit gemischten Gefühlen habe ich angefangen, das Buch zu lesen. In der Hoffnung, dass es einen emotional abholt und doch so geschrieben ist, das man nicht allzu viele Tränen beim Lesen vergießen muss. Doch weder das eine, noch das andere konnte das Buch bei mir erreichen.

Die erste Hälfte des Buches weilt das Baby noch in Mamas Bauch. Es trifft Sterne, den Mond und die Sonne. Und alle helfen ihm, dass es bald bereit ist auf die Welt zu kommen.
Endlich geboren erlebt es die Jahreszeiten, lernt Mama und Papa kennen. Irgendwann stirbt es.
Wieso, weshalb, warum? Keine Ahnung. Das muss man sich als Leser selbst denken.
Auch die Trauer der Eltern war für mich nicht wirklich greifbar.
Ich bin mir letztendlich sehr unsicher, ob es ein Kind im Kindergartenalter so ein Buch verstehen kann.
Auch hegte ich ein wenig Hoffnung, dass es ein Buch ist, das sich trauernde Eltern anschauen, lesen, fühlen und hören können, um damit lernen ihren Verlust besser zu verarbeiten. Aber ich halte es dafür zu surreal, als das es eine wirkliche Hilfe darstellen könnte.

Die Illustrationen konnten mich leider auch nicht überzeugen.

Besonders auf Grund der fehlenden emotionalen Bindung zu diesem schwierigen Thema kann ich dem Buch nur (sehr gute) zwei Punkte geben.

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