Mittwoch, 26. August 2015

[REZENSION] Das große Schweigen

Redakteur: Christiane Demuth

Titel: Das große Schweigen
Autor: Katja Montejano
Übersetzer: -/-
Verlag: Emons
Reihe: -/-
Ausführung: Taschenbuch, 256 Seiten



Autor:
Katja Montejano wurde 1967 in Aarau geboren und lebt mit Ehemann und Hund in Zofingen. Nach Abschluss einer Banklehre war sie in diversen Unternehmen tätig. Seit 2001 arbeitet sie als Übersetzerin in der Informatikabteilung einer großen Bankengruppe.


DAS GROßE SCHWEIGEN

Als ein Anschlag auf ihren Vater verübt wird, ahnt Primrose noch nicht in welcher Gefahr sie selber und alle, die ihre nahe stehen, schweben. Nach und nach gibt es weitere Opfer in ihrem Umfeld, Hinweise auf den Täter laufen allerdings ins Leere. Nicht einmal der Polizei gelingt es in diesem Fall die Oberhand zu behalten, zu durchdacht ist das perfide Spiel, das sich mit jeder Sekunde seinem Höhepunkt nähert...

Sie betraten das Haus. Ein angenehmer, kühler Luftstrom kam ihnen entgegen. Nach ein paar Schritten erreichten sie den Eingang zur Küche. In der nächsten Sekunde erstarrte Primrose und schrie: „Stopp!“ (S. 45)

Katja Montejano eröffnet „Das große Schweigen“ sogleich mit einem wahren Gänsehautprolog, der einerseits abschreckend wirkt, es andererseits aber auch nicht möglich ist sich einfach abzuwenden. Man möchte erfahren in welchem Zusammenhang er mit dem Gesamtgeschehen gesehen werden muss und vor allem was sich wirklich zugetragen hat. Schließlich weiß man noch nicht mit wem genau man es zu tun hat, da es sich ausschließlich um einen Ausschnitt der Vergangenheit handelt.

So hat man die ganze Zeit über das Eingangsgeschehen im Hinterkopf, falls sich ein Hinweis ergibt inwiefern dieses in die Handlung eingeflochten werden kann, um dem Täter auf die Spur zu kommen. Denn dieser ist alles andere als unvorbereitet, im Gegenteil, es scheint sich jemand Gedanken gemacht zu haben, und das nicht zu knapp, so dass es ihm sogar möglich ist, die Polizei an der Nase herumzuführen. Das ist nicht nur für die Protagonisten erschreckend, auch der Leser muss ein ums andere Mal schlucken.

Von Anfang an wird ein hohes Maß an Spannung aufgebaut, wodurch sich ein wahrer Sog ergibt, der den Leser im Geschehen gefangen hält. Selbst wenn man das Buch einmal zur Seite legen muss, so geht einem die Geschichte doch nicht aus dem Kopf, diverse Indizien werden immer wieder überprüft und neu zusammengesetzt, um einen Hinweis darauf zu erlangen wie die weitere Entwicklung vonstatten gehen könnte. Was allerdings tatsächlich geschieht, damit hätte man schlussendlich doch nicht gerechnet, auch wenn die Befürchtungen durchaus vorhanden waren.

Nachdem der Einstieg bereits großartig gelungen ist schließt die Autorin mit einem Herzschlagfinale, in dem lange Zeit alles offen ist. Der Schluss ist absolut passend, betrachtet man das Gesamtgeschehen und lässt die Protagonisten einmal mehr lebendig und authentisch erscheinen. Anders hätte es nicht enden dürfen, wenn auch der ein oder anderen Thematik mehr Raum gebührt hätte.

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