Mittwoch, 1. Juli 2015

[REZENSION] Zur Sache, Schätzle!

Redakteur: Christiane Demuth

Titel: Zur Sache, Schätzle!
Autor: Elisabeth Kabatek
Übersetzer: -/-
Verlag: Droemer Knaur
Reihe: Line und Leon 4
Ausführung: Broschur, 352 Seiten



Autor:
Elisabeth Kabatek ist in der Nähe von Stuttgart aufgewachsen. Sie studierte Anglistik, Hispanistik und Politikwissenschaft in Heidelberg und Spanien und ist Übersetzerin. Seit 1997 lebt sie in Stuttgart. Ihre Romane "Laugenweckle zum Frühstück", "Brezeltango", "Spätzleblues" und "Ein Häusle in Cornwall" wurden auf Anhieb zu Bestsellern.
Mehr auf: www.e-kabatek.de


ZUR SACHE, SCHÄTZLE!

Line ist überglücklich. Sobald Leon aus China zurück kommt, wollen sie zusammen in eine eigene Wohnung ziehen. Dass die bisherigen Besichtigungstermine alles andere als motivierend verlaufen sind, verdrängt Line ganz schnell. Es wird sich schon noch was in Stuttgart finden lassen, dass halbwegs bezahlbar und ihren Wünschen entsprechend ist. Das Zusammenleben gestaltet sich dann allerdings auch noch ganz anders als erwartet, nach diversen Höhen und Tiefen, sowie dem ein oder anderen Missverständnis steht plötzlich auch Lines Katastrophen-Gen wieder vor der Tür...

„Du hättest die Wohnung sehen sollen, Lila“, murmelte ich düster und klopfte Gretchen auf den Rücken, bis sie ein Bäuerchen machte. Unglaublich, dass ein winziges Baby so laut rülpsen konnte wie ein Brummifahrer, der ein paar Bier zu viel getrunken hatte. (S. 22)

„Zur Sache, Schätzle!“ ist der vierte Roman rund um die liebenswerte, doch leider mit dem Katastrophen-Gen gebeutelte, Line und ihren smarten Freund Leon, mit dem sie endlich wieder zusammen ist. Doch auch wer dies mitunter gegensätzliche Pärchen noch nicht kennt, wird sich in ihrer Welt schnell zurecht finden. Wichtige Episoden aus vorangegangenen Bänden werden kurz aufgegriffen und erläutert, um den Informationsstand der Leser in etwa auf dem selben Level zu halten. So erfährt man gleichzeitig ein wenig mehr über die Charaktere, die sich natürlich im Laufe der Zeit ebenfalls entwickelt haben.

Line manövriert sich gekonnt von einem Fettnäpfchen ins nächste, Katastrophen-Gen hin oder her. Auch wenn man häufig Mitleid mit ihr hat und wahrlich nicht selbst in solchen Situationen stecken möchte, bleibt es doch nicht aus, dass sich die Lachmuskeln von ganz allein bewegen und es auch schonmal zu wahren Lachanfällen kommen kann, die sich nur schwerlich wieder in den Griff bekommen lassen. Die Autorin versteht es mit Worten zu jonglieren und genau den Nerv zu treffen, damit der Leser sich jedes noch so abwegige Ereignis bildlich vorstellen kann. Neben aberwitzigen Ereignissen gibt es natürlich durchaus ernsthafte Situationen, denen ebenfalls Beachtung geschenkt werden sollte, da auf das ein oder andere Element noch einmal zurück gegriffen wird.

Einzig die eingeschobenen schwäbischen Sätze werfen den Leser zu Beginn ein wenig aus der Bahn. Sicherlich wirkt das Geschehen dadurch authentischer, doch auch wenn die Autorin Übersetzungshilfen bietet, stolpert man doch immer wieder, so dass der Lesefluss unterbrochen wird. Hat man sich nach dem holprigen Start jedoch eingelesen, kann man einiges bereits selbst ableiten und ist wieder voll im Spiel.

Ob „Zur Sache, Schätzle!“ nun der Abschlussband rund um Line und Leon ist, denn eigentlich sollte es nur eine Trilogie werden, wird sich zeigen. Sicher ist jedoch, dass es bestimmt noch einiges zu erzählen geben würde...


Reiheninfo:
Band 1: Laugenweckle zum Frühstück
Band 2: Brezeltango
Band 3: Spätzleblues

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