Montag, 29. Juni 2015

[REZENSION] Tod und tiefer Fall

Redakteur: Christiane Demuth

Titel: Tod und tiefer Fall
Autor: Elias Haller
Übersetzer: -/-
Verlag: -/-
Reihe: Erik Donner 1
Ausführung: Taschenbuch, 300 Seiten



Autor:
Elias Haller, Jahrgang 1977, lebt mit seiner Familie in einer sächsischen Großstadt.
Der Zündstoff für seine Thriller sind seine beruflichen Erfahrungen im Umgang mit Rechtsbrechern und Opfern von Straftaten. Dank der langjährigen Leidenschaft für das Schreiben kann Elias Haller (kaltblütige) Mörder und (tragische) Helden aufeinander loslassen, ohne ein schlechtes Gewissen zu haben.


TOD UND TIEFER FALL

Über den Verlust seiner Familie ist Kriminalhauptkommissar Erik Donner verständlicherweise nie hinweg gekommen, doch seinen Job aufzugeben war ebenfalls nie eine Option, daher wurde er kurzerhand von höherer Stelle an den Schreibtisch verbannt. Dann jedoch nimmt der Mann Kontakt zu ihm auf, der für Donners Lage verantwortlich ist. Der Ermittler ist verwirrt und angespannt zugleich, zu Recht, denn Jeff ist tot...

Früher als alle Tage zuvor betrat Donner sein Büro. Er war so müde, dass er sich in den nächsten Sarg legen könnte. Doch so sehr die Kaffeemaschine ihn anlächelte, er musste erst den Computer befragen. Jemand hatte eine Rechnung mit ihm zu begleichen, und dieser jemand konnte unmöglich Balthasar sein. (S. 116)

Schon ganz zu Anfang wird man in das grausame Geschehen hineingezogen, denn man wohnt der Szene bei, die Donner für immer verändern sollte. Dadurch fühlt man eine gewisse Art von Verbindung, die durchweg anhält, auch wenn man sein Agieren nicht unbedingt immer gutheißt. Die Abneigung der Kollegen kann man dagegen überhaupt nicht nachvollziehen, es scheint eine große Verschwörung im Gang zu sein, die nicht so einfach zu sprengen ist. Es bleibt aber auch überhaupt keine Zeit darauf Energien zu verschwenden, denn Jahre nach der schrecklichen Tat scheint der Übeltäter auferstanden zu sein.

Gemeinsam mit Erik Donner verfolgt man ein Phantom, das nicht nur einen, sondern mindestens zwei Schritte voraus zu sein scheint. Ein Manipulator erster Klasse, dem schnellstmöglich das Handwerk gelegt werden sollte. Doch einfacher gesagt als getan, wenn man alleine handeln muss und niemanden auf seiner Seite hat. Mental versucht man als Leser schon den Ermittler zu unterstützen, was dieser bekanntermaßen leider nicht spüren kann. So bleibt einem nur eigene Vermutungen anzustellen und Schlüsse zu ziehen was die Zusammenhänge angeht und gleichzeitig zu hoffen, dass es Donner gelingt den Täter zu stellen oder alternativ seine Unschuld zu beweisen, denn die Kollegen sind hinter ihm her wie Bluthunde.

Die (An-)Spannung kennt keine Grenzen, man fliegt förmlich durch die Seiten und kann partout nicht aufhören zu lesen, denn man muss ganz dringend erfahren was eigentlich vor sich geht. Die wildesten Phantasien nehmen im Kopf des Lesers Gestalt an, es fehlen jedoch konkrete Beweise, dass es sich dabei nicht nur um Hirngespinste handelt. Bis zum Schluss kann man nicht sicher sein, ob die eigene Theorie Bestand hat, vom Ausgang des Geschehens ganz zu schweigen.

Elias Haller legt mit „Tod und tiefer Fall“ ein Thrillerdebüt vor, dass darauf hoffen lässt, Erik Donner noch häufiger zu begegnen.

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