Mittwoch, 24. Juni 2015

[REZENSION] Mondscheindisco

Redakteur: Christiane Demuth

Titel: Mondscheindisco
Autor: Maren von Klitzing
Übersetzer: -/-
Verlag: Pink
Reihe: -/-
empfohlenes Lesealter: ab 12 Jahren
Ausführung: Taschenbuch, 192 Seiten



Autor:
Maren von Klitzing wurde in Hamburg geboren. Sie hat als Redakteurin für ein Kinder-Umweltmagazin gearbeitet und schreibt seit 2001 Bücher für Kinder und Jugendliche. Mit ihrer Familie lebt sie in Hamburg.


MONDSCHEINDISCO

Elin kann es kaum fassen, als ihre Mutter tatsächlich abreist und sie für ganze drei Wochen alleine lässt. Gemeinsam mit ihrer neuen Freundin Vero, die kurzerhand bei ihr einzieht, lebt Elin einfach in den Tag hinein. Nachts machen die Mädchen sich auf zu geheimen Treffpunkten, die stetig wechseln. Denn die „Mondscheindisco“ ist eine Party nur für geladene Gäste, an nicht unbedingt einwandfreien Orten. Aber wen stört das schon, wenn sich dort der tollste Typ, den Elin je gesehen hat, aufhält?

Meret füllt meinen Teller mit Spaghetti, die sie schnell in den Topf geworfen hat. Das Pesto ist natürlich selbst gemacht und duftet nach frischem Basilikum. Ich staune selbst, was für einen Heißhunger ich habe. Es schmeckt absolut lecker, und ich nehme mir ein zweites Mal nach. Okay, das ist nicht gerade toll für die Bikinifigur, aber ich liebe nun mal gutes Essen. Tag und Nacht nur am Salatblatt knabbern, das ist nichts für mich. Niemals. (S. 17)

Die „Mondscheindisco“ hat sicherlich einen gewissen Reiz, egal, ob man noch im Teenager-Alter ist oder nicht. Eine solch geheime Party zieht Menschen einfach an, auch wenn man genau weiß, dass es nicht richtig ist. Entsprechend verständlich ist es, dass auch Elin sich auf dieses Abenteuer einlässt. Dass sie dabei ihren Traumtypen trifft, ist ein ganz besonderes Highlight, das dem Ganzen noch das i-Tüpfelchen aufsetzt.

Überall, wo verschiedenste Charaktere aufeinander treffen, kommt es zu Unstimmigkeiten. Daher ist es nicht schwer zu erraten, dass auch bei Elin und ihren Freunden nicht immer alles friedlich zugeht. Doch kann der Leser nicht unbedingt alle Verhaltensweisen der involvierten Personen nachvollziehen oder gar verstehen. Da würde man die ein oder andere Figur doch gerne mal beiseite nehmen und ihr gehörig den Kopf waschen. Versetzt man sich allerdings in das Alter zurück, ahnt man schon, dass man nicht weit kommen würde, hatte man doch selbst seinen eigenen Kopf und ließ sich nichts sagen.

Der Verlauf des Geschehens ist in weiten Teilen vorhersehbar, wenn auch nicht bis ins kleinste Detail. Ebenso gibt es Elemente, die wahrlich überraschend sind und die Handlung beleben. So bietet „Mondscheindisco“ ein paar unterhaltsame Lesestunden, wenngleich die Thematik in mancher Hinsicht vielleicht ein wenig strittig ist.

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