Mittwoch, 17. Juni 2015

[REZENSION] Abgrundtief tot (Hörbuch)

Redakteur: Christiane Demuth

Titel: Abgrundtief tot
Autor: Sascha Gutzeit
Sprecher: Sascha Gutzeit
Übersetzer: -/-
Verlag: KBV
Reihe: Kommissar Engelmann 3
Ausführung: Hörbuch, ca. 60 Minuten, 1 CD



Autor und Sprecher:
Sascha Gutzeit, geboren 1972, ist Sänger, Schauspieler, Autor und Entertainer. Seit 1993 macht er CDs mit eigenen Songs und schreibt auch Musiktheaterstücke, in denen er alle Rollen selber spielt - unter anderem die Krimikomödie „Der Mörder ist immer der Täter“. Er ist Mitgründer des „Vollplaybacktheaters“, nahm ein Duett mit Wolfgang Niedecken auf, komponierte Filmmusik, arbeitet als Sprecher, schrieb und vertonte u.a. Kai Meyers Buchreihe „Die Sieben Siegel“. Er liebt Tomate mit Mozzarella und isst nachts heimlich Nutella mit dem Löffel. Wenn er nicht gerade durch die Lande tourt, lebt er zusammen mit Frau und Hund in der Vulkaneifel.


ABGRUNDTIEF TOT

Als beim Ausheben einer Grube eine Leiche beziehungsweise das, was von ihr noch übrig war, nämlich die Knochen, gefunden wird, katapultiert es Kommissar Heinz Engelmann weit zurück in seine Kindheit. Er ist sich sicher das Skelett der vor vielen Jahren spurlos verschwundenen Müllerin vor sich zu haben. Seit über drei Jahrzehnten wartet der Fall darauf zu einem Abschluss gebracht zu werden, und jetzt soll es endlich soweit sein, wenn da nicht...

In seinem dritten Fall driftet Heinz Engelmann nicht nur weit ab in die Vergangenheit, sondern weiht den Hörer auch noch in den bis dato unbekannten Grund für seine Berufswahl ein. Der liegt nämlich über drei Jahrzehnte zurück als er mit seinem besten Freund ein Verbrechen beobachtete. Als nun ein Skelett auftaucht scheint nicht nur für den Kommissar alles klar und deutlich zu sein. Der Hörer ist bereits geneigt zu glauben, dass der weitere Verlauf des Geschehens nur noch Routine ist, doch weit gefehlt. Plötzlich kommt die irrwitzige Wendung um die Ecke, die man nicht einmal erahnte. Sogleich ist man wieder mit Feuereifer bei der Sache und muss seine Gedanken erst einmal neu sortieren.

„Abgrundtief tot“ gibt einen sehr persönlichen Einblick in Kommissar Engelmanns Kindheit, wodurch man das Gefühl erhält ihn besser kennen zu lernen, da er sich ansonsten ja doch eher in Schweigen gehüllt hat, sobald es zu privat wurde. Seine Motivation und auch seine Beharrlichkeit, trotz fehlender Spuren jahrelang überzeugt davon zu sein, dass er den damaligen Fall noch aufklären wird, bringen ihm tatsächlich Respekt ein, so mancher hätte schon längst aufgegeben.
Engelmann ermittelt in gewohnt lässiger Manier. Auch wenn er schon lange einen konkreten Verdacht hegt, so muss doch alles wasserdicht sein, nicht dass ihm der Täter noch kurz vor dem Ziel durch die Lappen geht.

Glaubt man schon fast den Fall bereits gelöst zu haben und fürchtet um den Spannungseinbruch, wird man schnell eines besseren belehrt. Glücklicherweise ist doch nicht alles so glasklar wie es zunächst scheint, es gibt einiges zu entdecken, ob man will oder nicht. Gemeinsam mit Kommissar Engelmann wandelt man auf den Pfaden der Vergangenheit, die mehr zu bieten hat als geglaubt.

Das gute Stündchen, in dem man dem Fall lauscht, vergeht wie im Flug. Kurzweilig, amüsant, gleichzeitig absolut spannend, genau die richtige Mischung, mit der man den Hörer fesseln kann.


Reiheninfo:
Fall 1: Die Leiche, die sich aus dem Anzug haute
Fall 2: Die Frau, die zu wenig wusste

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