Dienstag, 24. März 2015

[REZENSION] Sternengreifer

Redakteur: Christiane Demuth

Titel: Sternengreifer
Autor: Antoinette Lühmann
Übersetzer: -/-
Verlag: Coppenrath
Reihe: -/-
empfohlenes Lesealter: ab 11 Jahren
Ausführung: Hardcover, 352 Seiten



Autor:
In der Fachwerkstadt Celle 1978 geboren, studierte Antoinette Lühmann nach dem Abitur in Lüneburg und Hamburg. Sie ist ausgebildete Märchenerzählerin, Pastorin und Mutter von vier Kindern. Mit ihrer Familie wohnt sie in einer Kleinstadt im Westen Hamburgs. Ideen für Geschichten sammelt sie vor der Haustür und im Rest der Welt und schreibt immer gerade an irgendeinem Abenteuer.


STERNENGREIFER

Nicht nur Paris steckt mitten im Wandel, auch für die Freunde Benedict und Albert ist die Zeit des Umbruchs gekommen. Die Waisen müssen das Kloster, in dem sie bisher gelebt haben, verlassen und sich in verschiedene Lehren begeben. Doch Benedict hat einen ganz anderen Wunsch. Er träumt davon, ein großer Erfinder zu werden und Luftschiffe zu bauen, wie sein Vorbild Henri Giffard. Benedict ist besessen davon den Mann zu finden und macht sich somit auf eine gefährliche Reise, die einige Überraschungen für ihn bereit hält...


Außer seinem Sohn musste er noch einen seiner Spione auf die Frau ansetzen, um sicherzugehen. Auch wenn sich diese Frau für den Stadtplan interessierte, durfte sie nicht wieder auftauchen, um ihn in Schwierigkeiten zu bringen.
Nur der Name des Jungen beunruhigte ihn. Benedict. Das war schon ein seltsamer Zufall. (S. 183)

Nicht nur Benedict begibt sich auf eine Reise ins Ungewisse, denn der Leser folgt ihm bereitwillig. Nachdem man die beiden Waisenjungen ein wenig kennenlernen durfte, sind sie einem sofort sympathisch. Lausbuben zwar, aber mit ihren 14 Jahren mehr als wissbegierig, weshalb man ihnen den ein oder anderen Fehltritt verzeiht. Dass das Unterfangen, nach Paris zu reisen, ohne einen rechten Plan, nicht ungefährlich werden würde, ist dem Leser schnell klar, denn man weiß unglücklicherweise um einige Widersacher, die Benedict nicht einfach ziehen lassen wollen. So bleibt nur zu hoffen, dass diese sich nicht durchsetzen und der Junge unbehelligt sein Ziel erreicht.

Gebannt und teilweise mit angehaltenem Atem verfolgt man das Geschehen und ist somit auch emotional ganz nah dran. Denn man kann nichts anderes tun als hoffen, dass alles gut ausgehen möge. Mit Spannung hat die Autorin wahrlich nicht gegeizt. Immer wieder kommt es zu unerwarteten Wendungen, zahlreiche Cliffhanger tragen dazu bei, dass man unbedingt noch ein weiteres Kapitel lesen muss, um zu erfahren wie es weiter geht. So ist es schier unmöglich das Buch einfach zur Seite zu legen.

Zugleich erfährt man etwas aus der Geschichte Paris' und dem Wandel, der vor sich ging. Im Nachwort lässt die Autorin den Leser noch wissen wer der „echte“ Henri Giffard war, so dass man sich im Nachhinein ein Bild davon machen kann inwiefern sich Realität und Fiktion hier vermischen.

„Sternengreifer“ bietet Lesespaß für jedwede Altersklasse. Angezeigt für Leser ab 11 Jahren werden aber durchaus auch Erwachsene ihre Freude an der Geschichte haben, sowohl sprachlich wie auch inhaltlich, denn wüsste man nicht, dass es sich hier um ein Jugendbuch handelt, man würde es kaum merken.

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