Donnerstag, 26. März 2015

[REZENSION] Schlusstakt

Redakteur: Natalie Burger

Titel: Schlusstakt
Autor: Arno Strobel
Verlag: Loewe
Reihe: -/-
empfohlenes Lesealter: ab 14 Jahren
Ausführung: Klappenbroschur, 222 Seiten



Autor:
Arno Strobel, 1962 in Saarlouis geboren, studierte Informationstechnologie und arbeitet heute bei einer großen deutschen Bank in Luxemburg, mittlerweile in Teilzeit. Im Alter von fast vierzig Jahren begann er mit dem Schreiben von Kurzgeschichten, die er in Internetforen veröffentlichte, bevor er sich an seinen ersten Roman heranwagte. Als der nach fast drei Jahren, einer Recherchereise nach Rom und vielen Hochs und Tiefs fertig war, schickte er eine Leseprobe an etwa zwanzig Verlage, bekam aber von allen eine Absage. Also gründete er mit zwei Freunden einen Verlag und brachte das Buch selbst heraus.
 "Magus - Die Bruderschaft" erschien in einer Startauflage von 1.000 Exemplaren, die nach drei Wochen durch Mund-zu-Mund-Propaganda in der Region Trier zur Hälfte, und nach weiteren 4 Wochen komplett verkauft war, so dass eine zweite Auflage gedruckt werden konnte. Kurze Zeit später zog MAGUS die Aufmerksamkeit einer der größten Buchhandelsketten Deutschlands auf sich. Dem Seniorchef gefiel das Buch so gut, dass er Empfehlungsschreiben an einige der größeren Verlage sandte. Parallel dazu entdeckte ein Vertreter des dtv den MAGUS in einer Trierer Buchhandlung und nahm ihn mit. Zwei Wochen später ging die Lizenz dann an den dtv, der "MAGUS - Die Bruderschaft" im Herbst 2007 herausbrachte und in 7 Länder verkaufte.
Auf der Buchmesse in Frankfurt lernte Arno Strobel im gleichen Jahr Joachim Jessen von der Agentur Schlück kennen, der ihn seitdem als Agent vertritt. Im September 2009 erschien beim dtv noch Castello Cristo, im April 2010 ging es dann mit dem Psychjothriller "Der Trakt" im Fischer Taschenbuchverlag weiter, der auf Anhieb eine gute Platzierung in der Spiegel Bestsellerliste erreichte. Es folgten "Das Wesen" im November 2009, "Das Skript" im Januar 2011 und "Der Sarg" im Januar 2013. Arno Strobel lebt mit seiner Familie in der Nähe von Trier.



SCHLUSSTAKT

Inhalt:
Vicky sieht sich schon fast am Ziel ihrer Träume. In das Finale von GMS zu kommen, Germany´s MegaStar. Die neue Castingshow bei der es um Gesangstalente zwischen 18 und 24 Jahren geht. Sie ist in der dritten Phase unter den ersten 50. Mit 49 anderen Kandidaten abgeschottet auf einer Insel, als ein Mädchen ermordet wird. Doch wer ist der Täter? Fest steht nur das er noch auf der Insel sein muss, denn sie sind alle von der Außenwelt abgeschnitten. Banges warten während die Macher der Sendung darauf bestehen weiter zu machen als wäre nichts passiert.

Meine Meinung:
Schlusstakt ist der zweite Jugendthriller von Arno Strobel und nach Abgründig war ich mehr wie gespannt auf dieses Buch. Nun habe ich im Vorfeld schon einige sehr kritische Stimmen gehört und wurde dadurch nur noch gespannter. Es wuurde gesagt der Klappentext verrät zu viel und ja es wird schon recht viel der 222 Seiten verraten und doch geht es denke ich nicht anders, wenn man dem Leser dieses Buch schmackhaft machen möchte. Denn zu Beginn geht es nur um die Show, das Casting und die Machenschaften der Chefs und Jurymitglieder. Jedes Klischee und Voruteil wird hier herausgeholt. Knebelverträge, falsche Mitschnitte etc. werden dargestellt und gipfeln in der endgültigen Tat.

Nun möchte ich natürlich einen Jugendthriller nicht unbedingt aus Erwachsenensicht bewerten, denn dann wäre er mir zeitweise doch zu langweilig gewesen, aber für Teenies oder Fans von Castingshows ist dieser Jugendthriller bestimmt absolut spannend und fesselnd, denn auch mich konnte er begeistern, wenn ich auch manch ein anderes Buch des Autors auch Abgründig wesentlich spannender fand.
Hier hat Arno Strobel es geschafft, die Interessen der Jugendlichen mit der Sehnsucht danach berühmt und reichzuwerden, das Castinggeschehen und einen Mordfall gut zu vermischen und zu einer flüssig zu lesenden Geschichte zu schreiben.

Die Protagonisten lernt man nur in dem Camp auf der Insel kennen und so bleiben diese recht blass. Auch kursiv geschriebene Passagen sorgen zunächst für Verwirrung und wären meines Erachtens nicht unbedingt nötig gewesen. Auch ohne diese Nebengeschichte wäre für mich der Lesespaß nicht auf der Strecke geblieben.

Am Ende muss ich sagen, das mich das Buch nicht vom Hocker gehauen hat, was vielleicht an meinem Alter und die doch eher nüchterne Betrachtung auf die ganze Castingwelt heutzutage zurück zu führen ist. Doch hatte ich spannende und interessante Lesestunden.

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