Montag, 16. März 2015

[REZENSION] Januskinder

Redakteur: Christiane Demuth

Titel: Januskinder
Autor: Marcus Richmann
Übersetzer: -/-
Verlag: Gmeiner
Reihe: Maxim Charkow 2
Ausführung: Taschenbuch, 373 Seiten



Autor:
Marcus Richmann verfügt über georgisch-russische Wurzeln, in denen die Ursprünge zu seinem äußerst authentischen Ermittler Maxim Charkow zu finden sind. Seine Figuren sind brillant psychologisch gezeichnet, und für seine Geschichten lässt er sich von dunkeln Kapiteln der Schweizer Geschichte inspirieren. Der erste Fall für Maxim Charkow wurde bereits verfilmt. Marcus Richmann arbeitet als Autor von Romanen und Drehbüchern in Zürich.


JANUSKINDER

Ein neun Monate altes Mädchen wird tot aufgefunden, für die Eltern gab es schon kaum mehr eine Hoffnung als eine Lösegeldforderung nach der Entführung der kleinen Jacqueline ausblieb. Kommissar Maxim Charkow und sein Team ermitteln in alle Richtungen, bekommen aber keine richtige Spur ins Visier. Bald schon taucht eine weiterer toter Säugling auf und die nächste Entführung lässt ebenfalls nicht lange auf sich warten. Die Ermittler müssen bis an ihre Grenzen gehen, denn der Fall muss schnellstmöglich aufgeklärt werden...

Nach „Engelschatten“ ermittelt Maxim Charkow in „Januskinder“ in seinem zweiten Fall. Prinzipiell ist es möglich den zweiten Band ohne Vorkenntnisse nachvollziehen zu können, da das Geschehen als solches in sich abgeschlossen ist. Schwierig ist jedoch der Einstieg und die damit verbundene Einführung der Charaktere. Denn als Neuling hat man zunächst seine liebe Mühe die Beziehungen untereinander zu verstehen, wodurch der Lesefluss ein wenig ins Stocken gerät, auch wenn versucht wird mit kurzen Informationen über wichtige, zurückliegende Ereignisse die Wissenslücken zu füllen.

Somit leidet zu Beginn natürlich auch ein wenig die Spannungskurve, denn die Atmosphäre ist von Anfang an merklich aufgeladen. Hat man sich aber schließlich in das vorhandene Geflecht eingefunden, gibt es schon bald kein Halten mehr. Spekulationstechnisch gibt es diverse Ansätze, die Leser und Ermittler gleichermaßen verfolgen, es fehlen jedoch handfeste Beweise. Nichtsdestotrotz steigt die Spannung stetig an und weist auf ein Finale hin, das man zu Beginn so überhaupt nicht erwartet hat.

Mit „Januskinder“ spricht Marcus Richmann ein Thema an, das möglicherweise nicht jedem Leser zuvor geläufig war. Hat man sich aber schließlich damit beschäftigt, bekommt man schon alleine dadurch ein mulmiges Gefühl in der Magengegend. Eingebettet in das vorliegende Geschehen erhält man somit einen Kriminalroman, der vermutlich mehr Realität beinhaltet als einem lieb ist.


Reiheninfo:
Band 1: Engelschatten

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