Donnerstag, 12. Februar 2015

[REZENSION] Pekunaria

Redakteur: Christiane Demuth

Titel: Pekunaria
Autor: David Pawn
Übersetzer: -/-
Verlag: Qindie
Reihe: Sophus Schlosser 2
Ausführung: Taschenbuch, 228 Seiten



Autor:
David Pawn wurde im Grunde erst im Mai 2013 geboren, als ich mich entschloss, die Geschichten, die ich zwischen 1990 und 1993 geschrieben hatte, bei Amazon als e-Books zu veröffentlichen. Das Pseudonym entstand, als ich in einem Roman meinen eigenen Vornamen als Namen der Hauptfigur verwenden wollte, was ja allgemein verpönt ist. Der Autor hinter dem falschen Namen wurde 1961 in Magdeburg geboren und hat schon als Kind ganz gern Geschichten geschrieben. Er studierte in Dresden Verfahrenstechnik, wo er auch seine Frau kennenlernte. Heute arbeitet er als Softwareentwickler und pendelt täglich zwischen Leipzig und Dresden hin und her. Die Zeit im Zug wird sinnvoll mit Schreiben oder Schlafen genutzt.
Noch immer ist der Autor glücklich verheiratet, hat zwei erwachsene Kinder, die ihm glücklicher Weise viel Freude machen und schreibt nach zwanzigjähriger Abstinenz mit zunehmender Begeisterung weiterhin Horror und Fantasy.
David Pawn hofft nach dem Erstling „The American Monstershow in Germany“ auch seine anderen Werke auf Qindie platzieren zu können.


PEKUNARIA

Sämtliche Muggel und Zauberer scheinen von einem schrecklichen Virus befallen zu sein. Sie denken immerzu an Geld, reden nur noch von günstigen Anlagen und vergessen somit alles um sich herum, alles was ihnen bisher lieb und teuer war, hat keinen Wert mehr. So geht es auf Lyra Bascomb, Sophus Schlossers großer Liebe. Sophus, seines Zeichens Besenbinder, wird zur Heilerstation gerufen, um seine Hilfe in Anspruch zu nehmen. Wird es gelingen einen Trank zu brauen, der dem gefährlichen Virus ein Ende setzt oder werden bald alle von der Krankheit befallen sein?

Schließlich erreichte er eine hölzerne Tür. Die Bretter waren ungestrichen und verwittert, das Schloss und die Angeln rostig. Sophus griff nach der Klinke. Die Tür öffnete sich unter protestierendem Quietschen und er betrat das Turmzimmer.
[…] Er war sich plötzlich sicher, gefunden zu haben, was er suchte. Das Spinnrad schien für einen Portschlüssel zu groß, aber die Spindel und das Knäuel gaben geeignete Objekte ab. Zwei – einer nach Hause, einer ins Nirgendwo – wie es der Bär gebrummt hatte. (S. 110)

Nach „Amortentia“ ist „Pekunaria“ der zweite Band rund um Sophus Schlosser. Er ist aber auch ohne Vorkenntnisse verständlich und nachvollziehbar, da wichtige Ereignisse des ersten Bandes bzw. Informationen bezüglich der Charaktere, die aus vorangegangenem Geschehen ersichtlich wurde, nochmals aufgegriffen werden. Allerdings nur soweit nötig, schließlich soll der Leser nicht davon abgehalten werden auch den ersten Band noch zu lesen, wenn dies noch nicht geschehen ist.

Daher fällt der Einstieg möglicherweise zunächst ein wenig schwerer, wenn man keinerlei Kenntnisse des Vorgängers besitzt. Hat man aber den Kampf aufgenommen und lässt sich nicht von seinem Weg abbringen, so ist man bald in dieser seltsamen Welt gefangen. Der Autor macht kein Geheimnis daraus sich die Welt von Harry Potter geliehen zu haben. Dies ist von Vorteil, wenn man ebenjene Geschichten kennt, denn dann kommt einem so mancher Ausdruck doch sehr schnell bekannt vor und man muss nicht erst nachschlagen.

Das Geschehen als solches bietet neben fantastischen Elementen und jeder Menge Witz auch einiges an Spannung, denn man kann nie wissen was noch geschehen wird. Manches Ereignis scheint vorhersehbar, wieder anderes aber hätte man sich nie vorstellen können. Auch was den Ausgang des Buches angeht ist zwischenzeitlich jegliches Ende denkbar, zu viele Indizien, die in verschiedene Richtungen deuten tragen dazu bei, den Leser zu verwirren, dazu benötigt es nicht mal eines Zaubertranks.

„Pekunaria“ bietet kurzweilige Unterhaltung und nimmt den Leser mit auf eine Reise, die Fantasie, Humor und Spannung vereint.


Reiheninfo:
Band 1: Amortentia

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