Donnerstag, 5. Februar 2015

[REZENSION] Hopfenkönigin

Redakteur: Christiane Demuth

Titel: Hopfenkönigin
Autor: Nicole Joens
Übersetzer: -/-
Verlag: Cindigo
Reihe: Frauen morden besser 2
Ausführung: Taschenbuch, 352 Seiten



Autor:
Nicole Joens, geboren in München, studierte in den USA und schrieb ab 1992 Drehbücher für das deutsche Fernsehen. Seit 2010 schreibt sie Sachbücher, Kurzgeschichten und Romane. »Hopfenkönigin« ist nach »Glycinienmord« der zweite Fall der Ermittler-Reihe FRAUEN MORDEN BESSER.


HOPFENKÖNIGIN

Sandy Baker, einst Hopfenkönigin im beschaulichen Städtchen Spalt und Geliebte der lokalen Bier-Patriarchin, verschwand vor langer Zeit spurlos. Während einer Bestattung wird nun ihr Skelett gefunden, wodurch nicht nur alte Wunden aufgerissen, sondern auch längst vergessene Ereignisse aus der Versenkung geholt werden. Dr. Jens Hauser und sein Team ermitteln in alle Richtungen und auf sämtlichen Kontinenten und fördern dabei Ungeheuerlichkeiten zutage, die sie in mehr als ernsthafte Schwierigkeiten bringen können und werden...

„Hopfenkönigin“ ist der zweite Band der Krimi-Reihe „Frauen morden besser“. Wer den ersten Band „Glycinienmord“ nicht kennt, wird es zu Beginn ein wenig schwerer haben in das Geschehen hineinzufinden, vor allem im Bezug auf die Charaktere, denen man das erste Mal gegenübertritt, die aber bereits eine Geschichte hinter sich haben. Beißt man sich aber durch und übersteht die erste Verwirrung, so findet man sich nach und nach immer besser zurecht und kann auch Zusammenhänge besser erkennen und nachvollziehen.

Im Grunde handelt es sich hier um kein aktuelles Verbrechen, sondern um eines, das schon vor langer Zeit begangen wurde, was zugleich zu einem weiteren führt. Dass dadurch hin und wieder Rückblicke notwendig sind, ist klar. Dadurch werden dem Leser immer mal wieder ein paar Hinweise geliefert was geschehen sein könnte, doch definitive Aussagen werden nicht getroffen. So tappt man noch lange Zeit im Dunkeln, bis sich der Vorhang endlich zu lichten beginnt. Doch kaum dass dies geschieht, bahnt sich ein weiterer Handlungsstrang an, der ganz aktuell Gefahren birgt.

Eine Grundspannung ist durchgängig vorhanden, so spürt man unterschwellig ständig, dass sich etwas zusammenbraut, von dem man noch nicht sicher ist, ob man es tatsächlich erleben möchte. Innerhalb der Erzählung schwankt die Spannung aber hin und wieder, so dass sich zeitweise ein paar Längen ergeben, die das Geschehen zäh wirken lassen, obwohl es das inhaltlich überhaupt nicht ist. Zum Ende hin wird dann aber das Tempo und die Spannung wieder ordentlich angezogen, so dass man schnell spürt, dass sich alles auf den Höhepunkt zubewegt, auch wenn man sich hier schlussendlich streiten kann, inwiefern die Realitätsnähe gegeben ist.

„Hopfenkönigin“ birgt ein paar kleine Schwächen, die aber den Gesamteindruck nicht allzu sehr schmälern. Im Großen und Ganzen bietet Nicole Joens dem Leser eine spannende, unterhaltsame Geschichte.


Reiheninfo:
Band 1: Glycinienmord

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